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Digital Maturity & Transformation Report 2017

Dienstag, 11. April 2017
von Sabine Berghaus in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare zu diesem Artikel

Firmen mit einem hohen digitalen Reifegrad gehen die digitale Transformation experimentierfreudig oder mit einer klaren Strategie an, während Unternehmen mit niedrigem Reifegrad zunächst an ihre IT denken. Zu diesem Ergebnis kommt der Digital Maturity Check 2017, welcher am Lehrstuhl von Prof. Dr. Andrea Back am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St.Gallen zusammen mit der Managementberatung Crosswalk AG durchgeführt wurde. 662 Personen in der Schweiz, Deutschland und Österreich nahmen an der Studie teil.

 

Digital reife Unternehmen sind innovationsfreudiger

 

«Das Ergebnis, dass Unternehmen mit hohem Reifegrad eine komplett andere Herangehensweise an die Digitalisierung wählen als Unternehmen mit niedriger digitaler Reife, war eine Überraschung», sagt Sabine Berghaus, Projektleiterin der Studie. «Dies weist darauf hin, dass digital reife Firmen den Veränderungen im Zeitalter der digitalen Transformation offen und experimentierfreudig entgegentreten.» Dagegen ergab die Studie, dass Unternehmen mit niedrigem digitalem Reifegrad eher bottom-up bestehende Initiativen zusammenführen oder sich zunächst auf die Erneuerung ihrer IT-Systeme konzentrieren, bevor neue Geschäftsmodelle oder Innovationen vorangetrieben werden.

 

Industrie holt auf, Handel lässt nach


Insgesamt stieg der durchschnittliche Reifegrad im Vergleich zum Vorjahr an. Bei Grosskonzernen (mehr als 10‘000 Mitarbeitende) zeigten sich die höchsten Reifegrade. Kleine Unternehmen liessen im Vergleich zum vergangenen Jahr nach und wiesen die geringsten Werte auf.
Positiv beurteilen die Expertinnen Andrea Back und Sabine Berghaus die Entwicklung in der Industrie, die den höchsten Anstieg sowohl bei der Zahl der Teilnehmer an der Studie wie auch im Reifegrad zeigten. Dagegen wurden bei Unternehmen aus dem Handel und der Konsumgüterwirtschaft die insgesamt niedrigsten Reifegrade beobachtet.
«Als Grund für die niedrigen Reifegrade sehen wir vor allem das fehlende (Spezial-)Wissen, wie man mit den Veränderungen – die die Digitalisierung gebracht hat und noch bringen wird – umgehen soll. Denn Erfahrung und Fachwissen, die diese Unternehmen bisher erfolgreich gemacht haben, reichen heute und erst recht für eine erfolgreiche Zukunft nicht mehr aus», sagt Axel Kehl von Crosswalk.


Reifer = zufriedener und innovativer

 

Wie bereits im vergangenen Jahr bewerten digital reife Unternehmen ihren Erfolg vor allem in den Zielen Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit positiver. Auch die Zielerreichung in den Kriterien Innovationsführerschaft und die Erschliessung neuer Geschäftsfelder werden deutlich besser bewertet als in Unternehmen mit einem niedrigen digitalen Reifegrad.


Die dritte Auflage des Digital Maturity & Transformation Reports mit Informationen zum Modell, den Resultaten der Befragung inklusive branchenspezifischen Auswertungen und Handlungsempfehlungen kann kostenlos unter www.crosswalk.ch/dmtr2017 bestellt werden.

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