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Kennen Sie noch den Indicaball? Jetzt als Kamera!

Freitag, 12. Mai 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

 

Als Kind hat man doch immer gerne mit dem Indicaball gespielt. Er ist zurück und schiesst sogar Bilder! Im Prinzip ist die AER, das aerodynamische Fluggefährt aus den Niederlande, nichts digitales im Gegensatz zu einer Drohne - sondern nur ein Gehäuse für die Gopro. Die AER wird in die Luft geworfen mit dem Ziel ein Selfie von oben zu schiessen. In erster Linie soll das Wurfgerät als günstigere Alternative zu einer Foto-Drohne darstellen, in meinen Augen ist es aber noch viel mehr.

 

Es ist viel weniger kaputtbar als eine filigrane Drohne und simpel aufgebaut. Durch die vier Tragflächen gleitet er langsam und sehr stabil zu Boden. Für Fieldworker, vor allem im Bau, finde ich den Use Case spannend, um schnell einen Überblick über die Baustelle zu bekommen beziehungsweise am Ende eines Tages die Baustelle einfach und zeitsparend zu dokumentieren. Durch die Echtzeit-Übertragung der Fotos von der Gopro auf das Mobile wäre dies somit wiederum eine Lösung für den "Augmented Worker", der hier durch das Wurfgeschoss in Kombination mit einer Gopro und einem Smart Phone bei seiner Arbeit unterstützt wird.

 

Bildquelle: Petapixel 

Augmented Worker - Reparatur einer Wärmepumpe mit der Hololens

Montag, 17. April 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Am Stand von Swisscom am diesjährigen Start Summit, Konferenz für Studierende, Gründer und Investoren für Tech-Startups, durften wir selber in die Schuhe eines Fieldworkers treten und eine Wärmepumpe mithilfe einer Microsoft Hololens reparieren. Während wir untersuchen, wie Technologien in der, ja man könnte schon fast sagen "Post-App Era", zur Unterstützung von Mitarbeitenden genutzt werden können, kam die "hands on" Übung am Swisscom Stand genau richtig.

 

Spannend war, wie mittels Augenfokus mit der Hololens Brille interagiert werden kann. So kann der Fieldworker beispielsweise ein Handbuch-Menü öffnen, welches einem bei den Schritten zum Check bzw. Reparatur einer Wärmepumpe hilft. Unter anderem könnte man auch über die Brille Kontakt zu einem Experten aufnehmen, falls das digitale Handbuch nicht weiterhilft. Tricky war aber, den Steuerungspunkt mit den Augen so zu setzen, damit die Brille unser Vorhaben richtig interpretiert - so wie auch der Umgang mit dem Trackpad eines Laptops oder dem Touchsreen eines Smartphones gelernt sein will. Dennoch sehen wir dies als eine Art von Unterstützung für Fieldworker, die in Zukunft verstärkt zum Einsatz kommen dürfte: der "Augmented Worker", unterstützt durch moderne Technologien, Daten, Wearables oder mobilen Geräten und zukünftig auch maschinellem Lernen.

 

Der diesjährige Start-Summit fand am 24./25. März in St.Gallen unter dem Thema "be where innovation happens" statt. Die Konferenz wird jährlich von Studierenden der Universität St.Gallen (HSG) organisiert und hat zum Ziel, Studierende, Gründer und Investoren zusammenzubringen. Mit über 2'000 Teilnehmenden ist die Konferenz seit 1997 zu einer relevanten Veranstaltung in der Schweiz herangewachsen und hat mit START Global inzwischen europaweite Ableger.

Blockchain - mehr als nur Bitcoins?

Montag, 17. April 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

 

Mitunter eines der wichtigsten Themen des diesjährigen Start Summits, Konferenz für Studierende, Gründer und Investoren für Tech-Startups, war Blockchain. 

 

Das Thema wurde von mehreren Speakern aufgenommen (so zum Beispiel von Pamela Morgan in ihrer Keynote "Bitcoin, Blockchain, Smart Contracts: 20 minutes could change your life too") und Startups aus diesem Bereich waren mit Ständen präsent. Nach dem ersten Hype der Blockchain-Technologie durch Bitcoin wurden vermehrt Anwendungsfälle abseits der reinen "digitalen Währung»" adressiert. So lassen sich mit Smart Contracts in der etablierten Blockchain "Ethereum" (beheimatet im "Crypto Valley" im Kanton Zug) beispielsweise im Versicherungsbereich nach einem Ereignisfall automatisiert Dienstleistungen auslösen, beispielsweise die Polizei, Glaser oder Schlüsselmacher, und diese gleich auch abrechnen. Oder Löhne sowie die Nutzung von Gütern in einer Sharing Economy liessen sich mit Smart Contracts in Echtzeit, z.B. in Millisekunden, genau abrechnen. In Kombination mit künstlicher Intelligenz und Sensoren im Internet der Dinge ergeben sich hier eine Vielzahl von Möglichkeiten. 

 

Der diesjährige Start-Summit fand am 24./25. März in St.Gallen unter dem Thema "be where innovation happens" statt. Die Konferenz wird jährlich von Studierenden der Universität St.Gallen (HSG) organisiert und hat zum Ziel, Studierende, Gründer und Investoren zusammenzubringen. Mit über 2'000 Teilnehmenden ist die Konferenz seit 1997 zu einer relevanten Veranstaltung in der Schweiz herangewachsen und hat mit START Global inzwischen europaweite Ableger. 

Fokusthema Chatbots - Beispiel Versicherungsbranche: Dein neuer kleiner Helfer oder Automatisierung für Services?

Dienstag, 14. März 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

 

Bekanntlich geht die Versicherungsbranche gerade durch einen starken Wirbelwind von Digitalisierungsvorhaben; der neuste Trend: Die Integration von Chatbots. So zum Beispiel das New Yorker Startup Lemonade, welches sich nicht als Versicherungsstartup sondern viel eher als "Tech Startup" bezeichnet, will den Versicherungsmarkt für Wohnungsmieter und -besitzer revolutionieren. Sie setzen bei der Incentivierung an: "Insurance, the founders reasoned, suffers from misaligned incentives. Every dollar paid out comes from insurers’ pockets, encouraging poor behaviour", sagen die Gründer Daniel Schreiber und Shai Wininger in einem Economist Bericht. Dieses "schlechte Verhalten" wollen sie ändern, in dem sie einen Teil der Versicherungsgelder nach einer gewissen Zeit an die Versicherten bei gutem Verhalten zurückzahlen bzw. in einer von den Versicherten gewünschten Charity spenden. Dies gibt nicht nur gute Publicity, sondern setzt auch direkt beim Kundenerlebnis an. Dies geht aber noch weiter - bei Lemonade verwalten nicht sogenannte Underwriters die Versicherungspolicen und die Schadensfälle, sondern dies übernehmen Algorithmen. Des Weiteren setzt Lemonade keine teuren Versicherungsberater oder Broker ein, sondern das Startup nutzt Chatbots.

 

Auf den ersten Blick funktioniert ein Chatbot wie ein normaler Chat - aber eben nicht von Mensch zu Mensch, sondern von Mensch zu Roboter (Algorithmus). Der Roboter hat Zugriff auf verschiedene Systeme und kann so spezifische Daten in Sekundenschnelle abrufen, verfügt über künstliche Intelligenz und ist selbstlernend. 

 

Doch dienen diese Helferchens nun dem Kunden oder ist dies einfach eine neue Art, das Backend eines Unternehmens effizienter zu machen? Wie so oft, lautet die Antwort wohl: It depends... Einerseits bringt es einen Komfortgewinn für die Kunden, die anytime, anywhere eine Versicherung abschliessen oder Änderungen vornehmen können, ohne dabei abhängig von den Öffnungszeiten der Versicherung zu sein. Schliesslich dient der Chatbot dem Dialog, welchen die Menschen bei Kundenservicetelefonie und Chats so sehr mögen, andererseits vermag der Roboter ihn auch zu automatisieren. Und da kommen auch die effizienteren Prozesse im Unternehmensinnern zum Zuge: Während momentan die schwieriegen Fälle von den Robotern an den Mitarbeitenden weitergereicht werden, ist das Ziel, rund 90% aller Fälle durch den Chatbot-Roboter abarbeiten zu können - schlussendlich sind die meisten Fälle doch wiederkehrend und daher Strukturen erlernbar. 

 

Bildquelle: The next web

 

Fokusthema Chatbots - Beispiel Flüchtlingshilfe: Ein Anwalt für Flüchtige

Dienstag, 14. März 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

 

Die vielen Nachrichten über Flüchtige und deren Geschichten bedrücken die ganze Welt. Und es scheint, als würden die zuständigen Behörden mit der Masse an Dokumenten nicht nachkommen bzw. die Verständigung und Services für die Flüchtigen sind nicht für alle verständlich. London hat dafür einen neuen Mitarbeiter eingestellt: Der Asyl-Chatbot. Erst hat er seinen Dienst im Bereich Strafzettel ausgeführt: Der DoNotPay-Chatbot hatte im vergangenen Jahr rund 160'000 Strafzettel in London annuliert, nun hat er seinen Tätigkeitsbereich, nicht aber seinen Sinn der Aufgaben gewechselt. Er hilft Menschen auf der Flucht, sich im Behördendschungel zurecht zu finden. Der Gründer, ein Stanford-Student Josua Browder, der schon den DoNotPay-Chatbot erfunden hat, möchte jedem einen Anwalt bieten können, unabhängig davon, ob die Person sich einen Anwalt leisten kann. 

 

So können nun Flüchtige in Grossbritanien, USA und Kanada per Facebook Chat-Fragen zum Asylverfahren, ihren Rechten und auszufüllenden Dokumente stellen - unkompliziert und gratis. Eine grosse Herausforderung war laut Futurezone, die richtige Sprache zu verwenden. Würde der Chatbot lediglich die Anwaltsfloskeln bzw. Gesetzesartikel 1:1 als Nachricht verwenden, wäre den Nutzenden nicht geholfen. Auf der anderen Seite ist fraglich, wie Chatbots die Sprache der Nutzenden verändern wird (positiv/negativ?) - wird ihnen bewusst, dass sie es mit einem Roboter zu tun haben, wird sicherlich so wie bei der Sprachsteuerung von Google Home oder Alexa der Befehlston kurz und knapp ausfallen (lesen Sie dazu auch die Kolumne von Prof. Dr. Andrea Back in diesem Newsletter). Wenn sich der Chat jedoch menschlich anfühlt, könnte dies anders ausfallen. Erfahrungswerte werden es zeigen, aber auf jeden Fall spannend, mehr davon zu lesen. 

 

Fazit Chatbots

Sowohl das Beispiel der Versicherung als auch dieses zeigen, dass Chatbots eine gute Sache sind. Vorausgesetzt, eine gewisse Masse an Nutzenden ist vorhanden, welche den Chatbot mit Daten füttern, von denen er kontinuierlich lernt, und andererseits die Mehrheit der Fälle übertragbar und somit wiederkehrend sind. Nichtsdestotrotz zeigt sich auch, dass die Inbetriebnahme von Chatbots das Geschäftsmodell meist disruptiv verändert und es somit nicht gelingt, einen traditionellen Prozess einfach neu mittels Chatbots abzuwickeln - nein, es gehört mehr dazu. Es sind auch strategische und prozessorientierte Fragen, die gestellt werden müssen. Dies macht Chatbots zu einem Thema, das nicht einfach mal nebenher umgesetzt werden kann, es verlangt eine grössere Aufmerksamkeit.

 

Bildquelle: Max Pixel

 

Bloggerin

 

 

Prof. Dr. Andrea Back

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