Newsblog

Fokusthema Chatbots - Beispiel Flüchtlingshilfe: Ein Anwalt für Flüchtige

Dienstag, 14. März 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

 

Die vielen Nachrichten über Flüchtige und deren Geschichten bedrücken die ganze Welt. Und es scheint, als würden die zuständigen Behörden mit der Masse an Dokumenten nicht nachkommen bzw. die Verständigung und Services für die Flüchtigen sind nicht für alle verständlich. London hat dafür einen neuen Mitarbeiter eingestellt: Der Asyl-Chatbot. Erst hat er seinen Dienst im Bereich Strafzettel ausgeführt: Der DoNotPay-Chatbot hatte im vergangenen Jahr rund 160'000 Strafzettel in London annuliert, nun hat er seinen Tätigkeitsbereich, nicht aber seinen Sinn der Aufgaben gewechselt. Er hilft Menschen auf der Flucht, sich im Behördendschungel zurecht zu finden. Der Gründer, ein Stanford-Student Josua Browder, der schon den DoNotPay-Chatbot erfunden hat, möchte jedem einen Anwalt bieten können, unabhängig davon, ob die Person sich einen Anwalt leisten kann. 

 

So können nun Flüchtige in Grossbritanien, USA und Kanada per Facebook Chat-Fragen zum Asylverfahren, ihren Rechten und auszufüllenden Dokumente stellen - unkompliziert und gratis. Eine grosse Herausforderung war laut Futurezone, die richtige Sprache zu verwenden. Würde der Chatbot lediglich die Anwaltsfloskeln bzw. Gesetzesartikel 1:1 als Nachricht verwenden, wäre den Nutzenden nicht geholfen. Auf der anderen Seite ist fraglich, wie Chatbots die Sprache der Nutzenden verändern wird (positiv/negativ?) - wird ihnen bewusst, dass sie es mit einem Roboter zu tun haben, wird sicherlich so wie bei der Sprachsteuerung von Google Home oder Alexa der Befehlston kurz und knapp ausfallen (lesen Sie dazu auch die Kolumne von Prof. Dr. Andrea Back in diesem Newsletter). Wenn sich der Chat jedoch menschlich anfühlt, könnte dies anders ausfallen. Erfahrungswerte werden es zeigen, aber auf jeden Fall spannend, mehr davon zu lesen. 

 

Fazit Chatbots

Sowohl das Beispiel der Versicherung als auch dieses zeigen, dass Chatbots eine gute Sache sind. Vorausgesetzt, eine gewisse Masse an Nutzenden ist vorhanden, welche den Chatbot mit Daten füttern, von denen er kontinuierlich lernt, und andererseits die Mehrheit der Fälle übertragbar und somit wiederkehrend sind. Nichtsdestotrotz zeigt sich auch, dass die Inbetriebnahme von Chatbots das Geschäftsmodell meist disruptiv verändert und es somit nicht gelingt, einen traditionellen Prozess einfach neu mittels Chatbots abzuwickeln - nein, es gehört mehr dazu. Es sind auch strategische und prozessorientierte Fragen, die gestellt werden müssen. Dies macht Chatbots zu einem Thema, das nicht einfach mal nebenher umgesetzt werden kann, es verlangt eine grössere Aufmerksamkeit.

 

Bildquelle: Max Pixel

 

Fokusthema Chatbots - Beispiel Versicherungsbranche: Dein neuer kleiner Helfer oder Automatisierung für Services?

Dienstag, 14. März 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

 

Bekanntlich geht die Versicherungsbranche gerade durch einen starken Wirbelwind von Digitalisierungsvorhaben; der neuste Trend: Die Integration von Chatbots. So zum Beispiel das New Yorker Startup Lemonade, welches sich nicht als Versicherungsstartup sondern viel eher als "Tech Startup" bezeichnet, will den Versicherungsmarkt für Wohnungsmieter und -besitzer revolutionieren. Sie setzen bei der Incentivierung an: "Insurance, the founders reasoned, suffers from misaligned incentives. Every dollar paid out comes from insurers’ pockets, encouraging poor behaviour", sagen die Gründer Daniel Schreiber und Shai Wininger in einem Economist Bericht. Dieses "schlechte Verhalten" wollen sie ändern, in dem sie einen Teil der Versicherungsgelder nach einer gewissen Zeit an die Versicherten bei gutem Verhalten zurückzahlen bzw. in einer von den Versicherten gewünschten Charity spenden. Dies gibt nicht nur gute Publicity, sondern setzt auch direkt beim Kundenerlebnis an. Dies geht aber noch weiter - bei Lemonade verwalten nicht sogenannte Underwriters die Versicherungspolicen und die Schadensfälle, sondern dies übernehmen Algorithmen. Des Weiteren setzt Lemonade keine teuren Versicherungsberater oder Broker ein, sondern das Startup nutzt Chatbots.

 

Auf den ersten Blick funktioniert ein Chatbot wie ein normaler Chat - aber eben nicht von Mensch zu Mensch, sondern von Mensch zu Roboter (Algorithmus). Der Roboter hat Zugriff auf verschiedene Systeme und kann so spezifische Daten in Sekundenschnelle abrufen, verfügt über künstliche Intelligenz und ist selbstlernend. 

 

Doch dienen diese Helferchens nun dem Kunden oder ist dies einfach eine neue Art, das Backend eines Unternehmens effizienter zu machen? Wie so oft, lautet die Antwort wohl: It depends... Einerseits bringt es einen Komfortgewinn für die Kunden, die anytime, anywhere eine Versicherung abschliessen oder Änderungen vornehmen können, ohne dabei abhängig von den Öffnungszeiten der Versicherung zu sein. Schliesslich dient der Chatbot dem Dialog, welchen die Menschen bei Kundenservicetelefonie und Chats so sehr mögen, andererseits vermag der Roboter ihn auch zu automatisieren. Und da kommen auch die effizienteren Prozesse im Unternehmensinnern zum Zuge: Während momentan die schwieriegen Fälle von den Robotern an den Mitarbeitenden weitergereicht werden, ist das Ziel, rund 90% aller Fälle durch den Chatbot-Roboter abarbeiten zu können - schlussendlich sind die meisten Fälle doch wiederkehrend und daher Strukturen erlernbar. 

 

Bildquelle: The next web

 

Erfahrungsbericht Social Media an der #wi2017 an der Universität St. Gallen (HSG)

Dienstag, 14. Februar 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

 

Vom 12.-15. Februar 2017 fand die Internationale Tagung Wirtschaftsinformatik (WI 2017) erstmals an der Universität St.Gallen (HSG) statt. Gastgeber war unser Institut - der Lehrstuhl von Prof. Dr. Andrea Back übernahm das Social Media. Für uns hiess das, uns noch mehr als ein "normaler" Nutzer mit Facebook und Twitter vertraut zu machen, Videos zu schneiden, kreative Posts zu überlegen und natürlich dem Account ein Gesicht zu geben. 

 

Während den Vorbereitungen zur #wi2017 (leider denke ich gerade nur noch in Häshtägs) haben wir erst realisiert, wie wichtig es ist, dem Account @wi_2017 (meine zwei neuen Lieblings-Tastenkombinationen @#@#) ein Gesicht zu geben. Als Einzelperson passiert dies ja von alleine, aber wenn man plötzlich im Sinne einer gesamten Konferenz twittert und postet, dann ist es umso wichtiger, der Konferenz Emotionen und Charisma zu verleihen - sonst könnte dieser Job schon heute ein Roboter übernehmen, oder? 

 

So machten wir in unseren Posts nicht nur auf das abwechslungsreiche Programm und die spannenden Sessions in 14 verschiedenen Tracks aufmerksam, sondern gaben auch Inputs zu unseren Lieblingsorten in St.Gallen, filmten den Weg vom Bahnhof St.Gallen zum Tagungsgelände an der Uni, ausgestattet mit Go-Pro und Drohne und probten unsere Rekorde im Luft-Anhalten bei einer #MannequinChallenge.

 

Während der #wi2017 war der Twitter-Feed stehts sehr gut gefüllt - vor allem bei den spannenden Keynote Sessions wurde fleissig getwittert und das Essen schien auch zu schmecken, ganz nach dem Motto: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte (deshalb hat es in Twitter ja auch nur 140 Zeichen...). Die #social events schlussendlich schienen mitunter ein Highlight der diesjährigen Wirtschaftsinformatik-Konferenz zu sein und dies alles vor unserer Haustüre in St.Gallen. 

 

Falls Sie dabei waren, wie hat es Ihnen gefallen? Für alle gibt es hier auf unserem Youtube Channel ein paar Eindrücke und Erinnerungen an die #wi2017. 

 

 

Bildquelle: Wikimedia

Mobile Apps im Gesundheitsbereich

Dienstag, 14. Februar 2017
von Sabine Berghaus in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare
 
Von der Quantified Self App, die es einem erlaubt, verschiedenste personenbezogene Werte wie Bewegung, Ernährung oder Schmerzen nachzuverfolgen, bis hin zur App für die Kommunikation zwischen Arzt und Patient, die bei der Diagnose unterstützt - Mobile Apps spielen auch im Healthcare Bereich eine wichtige Rolle. 
 
Dieser Artikel, der im vergangenen Herbst im Magazin brand eins erschien, gibt einen hervorragenden und informativen Überblick über die verschiedenen Arten von Apps, die im Gesundheitswesen existieren und stellt auch die Probleme und Herausforderungen dar. Inwiefern müssen beispielsweise Apps, die in der Diagnose einsetzt werden, als Medizinprodukte gekennzeichnet werden und welche Regelungen gelten dafür? 
 
Dabei sind Mobile Apps nur ein Baustein in einem Gefüge aus digitalen Lösungen, aber auch der regulären Arztbehandlung. Ein Beispiel dafür - den Reflux Tracker als mobile Unterstützung - haben wir im vergangenen Jahr mit dem Mobile Business Best Practice Award ausgezeichnet. Auch die Studie "CHARISMHA" der Medizinischen Hochschule Hannover bestätigt, dass Apps beispielsweise einen einfachen Zugang zu gesundheitsfördernden Massnahmen bieten und so zur Versorgungsqualität beitragen können. 
 
 

Das Smartphone als wichtigstes Verkehrsmittel?

Dienstag, 13. Dezember 2016
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Schon heute benutzen viele ihr Smartphone, um in der Stadt zu navigieren - sei es zu Fuss, auf dem Velo oder im Auto. Dabei werden vor allem die Faktoren Zeit und direktester Weg beachtet. Der neuste Trend geht aber noch weiter, der das Smartphone zum wichtigsten Verkehrsmittel macht: wieso nicht Informationen zu Zeitbedarf, Kostenaufwand, Regenwetter (wenn man gerade keinen Schirm bei sich hat), Rush-Hour-Routen, Fahrräder, Car Sharing etc. bei der Routendefinition berücksichtigen? Es gibt schon einige Städte, die ihre Daten öffentlich verfügbar machen. Auch in der Schweiz sind seit Anfang Dezember die Real-Time Abfahrts- und Ankunftszeiten der SBB öffentlich. 

 

Ein Fallbeispiel, welches ich bestimmt in näherer Zukunft gerne ausprobieren möchte: Finde mir den kürzesten Weg vom Institut zum Bahnhof St.Gallen, ohne nass zu werden (Annahme hier: Es regnet, ich habe keinen Regenschirm dabei). Dieses und viele weitere Beispiele werden schon bald auf neuen Apps zu finden sein. 

 

Bildquelle: Pexels

Bloggerin

 

 

Prof. Dr. Andrea Back

Newsletter

 

Erscheinungsweise: monatlich, bis auf Juli, August und Januar (neunmal im Jahr)

 

Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular für unseren Newsletter.

 

Hier gelangen Sie zu den Mediadaten des Newsletters mit Anzeigenpreisen.

Social Media

 

Publikationen