Newsblog

Überraschungen beim digitalen Reifegrad - Vortrag von Andrea Back

Montag, 15. Mai 2017
von Sabine Berghaus in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

 

Am diesjährigen Information Management & Digital Transformation Forum hielt Andrea Back einen Vortrag zu den Ergebnissen der Digital Maturity & Transformation Studie. Besonderes Augenmerk richtete sie auf die Überraschungen, die sich bei den Studienergebnissen ergeben haben:


Entgegen der Vermutung, dass Manager mittlerweile von Assessments zum digitalen Reifegrad überhäuft werden und daher das Interesse an diesem Thema sinkt, nahmen dieses Jahr die Zahl der Teilnahmen noch einmal zu, vor allem auch die der Teilnehmenden aus Geschäfts- und Abteilungsleitung. Eine weitere Überraschung war, dass Industrieunternehmen, die in den vergangenen Jahren die niedrigsten Reifegrade erreicht hatten, in diesem Jahr sowohl bei den Teilnahmezahlen als auch beim Reifegrad die grössten Zuwächse zeigten. Ausserdem überraschte eine weitere Branche, die sich in den letzten Jahren eher als Spätzünderin erwiesen hatte - die Verwaltung. Mit Swisstopo gewann das Bundesamt für Landestopografie den Digital Transformation Award, da sie - trotz Regularien, kleinem Team und geringem Budget - grosse Fortschritte in der digitalen Transformation unternommen haben. 

 

Alle Ergebnisse der Digital Maturity & Transformation Studie können Sie hier herunterladen: www.crosswalk.ch/dmtr2017

Digital Twin - Was bringt eine virtuelle Vorlage am Beispiel Predictive Maintainance?

Montag, 17. April 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Eigentlich ist das Konzept eines “Digital Twin” gar kein neues: Gemäss Forbes gibt es den sogenannten virtuellen oder digitalen Zwilling schon seit 2002, aber erst durch das Aufstreben des Internet of Things bekam es eine grössere Bedeutung. Ein Digital Twin ist eine virtuelle Vorlage eines Prozesses oder Produktes, welches mit Daten (v.a. von Sensoren) gefüttert wird. So wächst das digitale Abbild mit der Produkt/Prozess-Entstehung mit. Digitale Twins erlauben, viele Szenarien innerhalb kürzester Zeit durchzuspielen, ohne dass teure Prototypen und High Fidelity Wireframes gebaut werden müssen. Das gleiche gilt auch für die Entwicklung oder das Verwerfen von Lösungsstrategien und zum Ausloten von Verbesserungsmöglichkeiten.

 

Ein wohl bekanntes Beispiel, wo ein Digital Twin sehr wertvoll ist (welches auch auf der Hannover Messe vom 24.-28. April 2017 ein Thema sein wird) ist “predicitive maintainance” - also die vorausschauende Wartung. Sensoren an Maschinen erfassen im Einsatz laufend Daten (sogenannte Kontrollwerte) und schicken diese in die dafür vorgesehene Cloud. Der Hersteller kann dadurch die Verschleisswerte, vor allem die Belastung und Verbrauchszyklen errechnen und schlussendlich Wartungen frühzeitig beauftragen, damit teure Reparaturen vermieden werden können. Aber welche Rolle spielen nun Digital Twins im Rahmen von Predictive Maintainance? Sie bringen das Verfahren auf ein neues Level, in dem die virtuellen Kopien der Maschinen ein vollumfängliches Verständnis der gesammelten Daten bringen und dadurch eine genauere Vorhersage ermöglicht wird. Digital Twins helfen also dabei, die Daten zu analysieren und zu deuten.

 

Bildquelle: Hannover Messe

 

Digital Transformation Awards 2017 verliehen

Donnerstag, 13. April 2017
von Sabine Berghaus in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Der Swiss Digital Transformation Award von Best of Swiss Web zeichnet Unternehmen aus, die besondere Fortschritte in der digitalen Transformation gemacht haben. Der Bewerbungs- und Jurierungsprozess basiert auf dem Digital Maturity Check, der am Lehrstuhl von Prof. Dr. Andrea Back entwickelt wurde. In diesem Jahr gewann Swisstopo den Award in der Kategorie "Kleine und mittlere Unternehmen" und Sunrise durfte bei den Grossunternehmen den Award entgegennehmen.

 

Swistopo (Bundesamt für Landestopographie)

 

 

Die Begründung der Jury lautete: "Wie die mehrjährigen Daten zu Reifegraden der Uni St.Gallen zeigen, glänzen Behörden nicht wirklich mit ihren digitalen Entwicklungen. Ganz anders Swisstopo: Auf einer professionellen strategischen Grundlage hat das Bundesamt für Landestopografie mit klarer Zielorientierung die digitale Maturität der Organisation «Digital» konsequent auf- und ausgebaut.

Die Einführung der vollautomatisch erstellten digitalen Landeskarte 1:10’000 auf Basis eines zentralen Datenmodells, deren Integration in die Frontend-Anwendungen map.geo.admin.ch oder Swiss Map Mobile sowie umfassende OpenData Initiativen stehen exemplarisch für den gesteigerten digitalen Kundennutzen. Auch gegen Innen hat Swisstopo zum Beispiel mit einer Adaption des HERMES-Standards und der konsequenten Anwendung von agilem Projektmanagement sowie fortschrittlich eingesetzten Kollaborationstools deutliche Zeichen gesetzt.

Auch wenn sich die Benutzungszahlen der Swisstopo-Services in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt haben, konnten Betriebskosten dank der Anwendung von Cloud-Architekturen kontinuierlich gesenkt werden, was uns alle als Steuerzahler freut.

Mit ihrer Entwicklung und dem erreichten Digitalisierungsgrad hat es das Bundesamt geschafft, sich mit den besten Dossiers des diesjährigen Awards in der Kategorie «Kleine und mittlere Organisationen» mehr als messen zu können. Die diesjährige Verleihung des SDTA an Swisstopo soll den übrigen Bundesämter denn auch an Ansporn sein."

 

Des Weiteren wurden in dieser Kategorie die Hypothekarsbank Lenzburg mit Silber und Ex Libris mit Bronze ausgezeichnet.

 

Sunrise

 

 

Die Begründung der Jury lautete: "Sunrise geht die Herausforderung der Digitalisierung sehr breit und konsequent an. Die verschiedenen Ebenen Vision, Strategie und handlungsorientierte Roadmaps sind sehr gut aufeinander abgestimmt.

Für die Operationalisierung der integrierten und klar auf „digital first“ ausgerichteten strategischen Rahmenbedingungen wurde ein Top-down Approach mit Digitalisierungs-Board und CDO gewählt. Diese Struktur gewährleistet, dass über die gesamte Organisation und über verschiedene Kundenzugangspunkte hinweg integrierte, kundenzentrierte Lösungen erarbeitet werden. Dabei kommt der Customer Journey Factory eine besondere Bedeutung zu.

Auf der Umsetzungsebene sind modernste Tools im Einsatz. Neben der Arbeit an laufend effizienteren technologischen Voraussetzungen kommen auch die weiteren Dimensionen des St.Galler Digital Maturity Modells zur Geltung. Auch auf den Ebenen Kultur und Collaboration, Prozessdigitalisierung und Transformationsmanagement wird intensiv gearbeitet.

Basierend auf einem BSC-Framework, welches einen starken Fokus auf den NPS-Ansatz legt, werden die Entwicklungen monatlich gemessen und operative Handlungsfelder abgeleitet. Diese Schritte zeigen Wirkung. Bereits können auf verschiedenen Ebenen klar messbare und betriebswirtschaftlich positive Ergebnisse belegt werden.

Damit hat Sunrise eine enorme digitale Transformationsleistung erbracht und ist als Sieger des diesjährigen «Swiss Digital Transformation» Awards für Grossunternehmen würdiger Nachfolger der Post."

 

In dieser Kategorie wurde die AXA Winterthur mit Silber und Weisse Arena mit Bronze ausgezeichnet.

Der Tisch als Zentrum in der Zukunftswohnung

Dienstag, 14. März 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

 

Ein grosses Learning, wenn man in eine Grossstadt zieht: Der Quadratmeter Wohnung kostet! So werden auch Wohnungen immer kleiner - ein Beispiel wäre hier sicherlich chinesische Grossstädte, in denen sogenannte “Micro Apartments” Alltag sind. Aber wo findet sich in einem so kleinen Apartment noch Platz für eine voll ausgestattete Küche? Wohl nirgends…

 

So gibt es bereits einzelne Haushaltsgeräte, wie ein Mixer, die wireless (also ohne Kabelverbindung) bedient werden können. Aber nicht nur das, sondern im Zeitalter von Internet of Things, wo Dinge mit dem Internet verbunden werden, bringt auch die neue Beamertechnik von Bosch viele neue Ideen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Tisch, an dem nicht nur gegessen und diskutiert wird, sondern auf dem gekocht und warm gestellt, gespielt und gezeichnet wird? In diesem Zusammenhang hat auch Ikea mit IDEO ihr Küchenkonzept 2025 vorgestellt: Der Tisch als Zentrum einer Wohnung! Über ein wireless betriebenes Kochfeld kann gekocht, anschliessend der Tee warmgehalten werden, und mit der Projektionstechnologie von Bosch wird jede Oberfläche, also auch unser Tisch, zum virtuellen Eingabegerät. Was wir hier sehen, ist, dass sowohl der Trend von IoT als auch neue Beamer nicht mehr als einzelne Trends interessant sind, sondern viel eher die Kombinationsmöglichkeiten der Neuheiten. Ich freue mich aufs Ausprobieren!

 

Bildquelle: Dailymail.uk

 

Verhältnis Digitalisierung in Deutschland vs. USA - wo sind die Unterschiede?

Montag, 13. März 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

 

Etventure hat kürzlich eine Studie zum Thema „Digitale Transformation und Zusammenarbeit mit Startups in Großunternehmen in Deutschland und den USA“ zusammen mit YouGov und der GfK durchgeführt. Hierzu wurden rund 300 Entscheider in Unternehmen mit mehr als 250 Millionen Dollar Jahresumsatz befragt. Das Resultat ist relativ ernüchternd: Während in den USA mehr als 85% sich mindestens “gut” auf die digitale Transformation vorbereitet fühlen, sind es in Deutschland nur rund 35%.

 

Es gelingt den hiesigen Unternehmen meist noch nicht, dieses Wissen auf die gesamte Kernorganisation zu übertragen und die Mitarbeitenden für die Digitalisierung zu motivieren. Mit Blick auf den Rückstand auf die USA bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle ist dies ein gefährlicher Zustand“, so Philipp Depiereux, Gründer und Geschäftsführer von Etventure. Nichtsdestotrotz zeigen die Studienresultate auch, dass sich im Vergleich zu 2016 auf unserer Seite des Atlantik einiges getan hat und somit die digitale Transformation bei 50% der Grossunternehmen eines von drei Hauptzielen für 2017 ist (2016: 41%).

 

Der wohl grösste Hemmfaktor in Deutschland ist die Verteidigung bestehender Strukturen, die schlussentlich das Vorantreiben der digitalen Transformation bremsen (2017: 65%). „Dass in den USA interne Widerstände deutlich seltener als Problem gesehen werden, lässt sich teilweise damit erklären, dass mehr als jedes zweite Grossunternehmen in den USA (57%) schon heute eine digitale Geschäftseinheit besitzt“, sagt Philipp Depiereux. „In Deutschland ist es nur ein Drittel (33%)”. Der Digital Maturity & Transformation Report 2017 von Sabine Berghaus und Prof. Dr. Andrea Back, der im April 2017 veröffentlicht wird, wird einige Ansatzpunkte für Unternehmen im deutschsprachigen Europa aufzeigen, die von grossem Interesse sein dürften. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://aback.iwi.unisg.ch/kompetenz/digital-maturity-transformation/.

 

Bildquelle: Pixabay

 

 

1 2 3 4 5 6 7 8 Nächste

Bloggerin

 

 

Prof. Dr. Andrea Back

Newsletter

 

Erscheinungsweise: monatlich, bis auf Januar, Juli und August (neunmal im Jahr)

 

Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular für unseren Newsletter.

 

Hier gelangen Sie zu den Mediadaten des Newsletters mit Anzeigenpreisen.

Social Media

 

Publikationen