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Wie kann die Abbrecherquote von MOOCs reduziert werden?

Montag, 13. März 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Es ist nichts Neues, dass Massive Open Online Courses eine sehr hohe Abbrecherquote verzeichnen (dazu liest man allerhand unterschiedliche Zahlen). Fakt ist, dass die Kurse leider meistens immer noch für eine durchschnittliche Masse gestaltet sind, nicht aber auf einen einzelnen Teilnehmer angepasst werden können.

 

Harvard University und ein Lernplattform-Anbieter (TutorGen) haben vor diesem Hintergrund die MOOC Plattform (edX) mit einem intelligenten Tutoring System (SCALE) gekoppelt und so die Lernumgebung adaptiv gestaltet und gesteuert. Dabei war es ihnen möglich, im Rahmen eines experimentellen Desings (Experimentalgruppe und Kontrollgruppe, 435 Lernende), positive Erkenntnisse zur Bearbeitung von Aufgaben zu gewinnen. So zum Beispiel verzeichnete die Experimentalgruppe mit adaptiver Lernumgebung einen höheren Zuwachs an Wissen und die Quote der Kursabbrecher der Teilnehmenden mit geringem Wissen war kleiner in der Experimentalgruppe als in der Kontrollgruppe. Schlussendlich war die Experimentalgruppe auch ausdauernder im Lösen der Aufgaben (dies sehr wahrscheinlich durch die Abstimmung auf ihr aktuelles Kompetenzniveau).

 

Dies sind durchaus vielversprechende Erkenntnisse, die sich letztendlich auch positiv auf die Abbrecherquote von MOOCs auswirken dürften. Eine weitere Möglichkeit, die Teilnehmer von MOOCs zu motivieren, könnte das Peer Review System sein, welches ich im Rahmen eines Kurses zu Internet of Things von der Plattform openSAP kennen gelernt habe. Dazu stelle ich meine Erkenntnisse und Learnings auch an der SeLC-Konferenz vom 4.-5. April 2017 in Zürich vor.

 

Bildquelle: Pixabay

Marktplatz Präsentation an der SeLC 2017

Montag, 13. März 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

 

An der diesjährigen SeLC 2017 vom 4.-5. April 2017 im Holiday Inn in Zürich wird Vanessa Guggisberg in einem Erfahrungsbericht darüber sprechen, was der Lehrstuhl von Prof. Dr. Andrea Back vom Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St.Gallen (HSG) über kundenorientierte Lehre von morgen denkt. Nicht nur bei innovativen Produkten von Unternehmen steht der Nutzer im Vordergrund, sondern auch an Universitäten macht man sich Gedanken zu Inhalt und “User Experience” von Kursen für Studierende. Frontalunterricht und Lehrveranstaltungen mit Online-Inhalten kennt man gut, aber ist das denn auch wirklich noch zeitgemäss? Die Präsentation findet im "Marketplace" am 5. April 2017 von 9.20-11.50 Uhr statt (Marketplace Nummer 7). 

 

Bildquelle: SeLC

Verhältnis Digitalisierung in Deutschland vs. USA - wo sind die Unterschiede?

Montag, 13. März 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

 

Etventure hat kürzlich eine Studie zum Thema „Digitale Transformation und Zusammenarbeit mit Startups in Großunternehmen in Deutschland und den USA“ zusammen mit YouGov und der GfK durchgeführt. Hierzu wurden rund 300 Entscheider in Unternehmen mit mehr als 250 Millionen Dollar Jahresumsatz befragt. Das Resultat ist relativ ernüchternd: Während in den USA mehr als 85% sich mindestens “gut” auf die digitale Transformation vorbereitet fühlen, sind es in Deutschland nur rund 35%.

 

Es gelingt den hiesigen Unternehmen meist noch nicht, dieses Wissen auf die gesamte Kernorganisation zu übertragen und die Mitarbeitenden für die Digitalisierung zu motivieren. Mit Blick auf den Rückstand auf die USA bei der Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle ist dies ein gefährlicher Zustand“, so Philipp Depiereux, Gründer und Geschäftsführer von Etventure. Nichtsdestotrotz zeigen die Studienresultate auch, dass sich im Vergleich zu 2016 auf unserer Seite des Atlantik einiges getan hat und somit die digitale Transformation bei 50% der Grossunternehmen eines von drei Hauptzielen für 2017 ist (2016: 41%).

 

Der wohl grösste Hemmfaktor in Deutschland ist die Verteidigung bestehender Strukturen, die schlussentlich das Vorantreiben der digitalen Transformation bremsen (2017: 65%). „Dass in den USA interne Widerstände deutlich seltener als Problem gesehen werden, lässt sich teilweise damit erklären, dass mehr als jedes zweite Grossunternehmen in den USA (57%) schon heute eine digitale Geschäftseinheit besitzt“, sagt Philipp Depiereux. „In Deutschland ist es nur ein Drittel (33%)”. Der Digital Maturity & Transformation Report 2017 von Sabine Berghaus und Prof. Dr. Andrea Back, der im April 2017 veröffentlicht wird, wird einige Ansatzpunkte für Unternehmen im deutschsprachigen Europa aufzeigen, die von grossem Interesse sein dürften. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://aback.iwi.unisg.ch/kompetenz/digital-maturity-transformation/.

 

Bildquelle: Pixabay

 

 

Unsere Linktips im März

Freitag, 10. März 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Leseempfehlungen | 0 Kommentare

Touchscreens, überall Touchscreens

Trends wie IoT und Augmented Reality sind nicht alleinstehend - zusammen mit einer neuen Beamertechnologie (interaktive Projektoren) können sie eine noch viel grössere Bandbreite an möglichen Use Cases bringen. Jochen Siegle geht in der NZZ auf die Zukunft der Beamer ein.

 

Wann kommen die ersten fliegenden Autos?

Erwarten wir das nicht schon, seit wir Jules Vernes "in 80 Tagen um die Welt" gelesen haben? Immerhin hat Airbus jetzt einen Plan, in 7 Jahren soll es so weit sein. Ein Artikel in Digital Trends dazu hier

 

Design in Tech Report 2017

Der diesjährige Design in Tech Report ist nun veröffentlicht, in Video-, Audio- und Schriftformat. Der Report zeigt neue Patterns für Kreativität und Geschäftsmodelle. 

Kolumne: Konferenzticker - mit Nichtgetwittertem

Mittwoch, 15. Februar 2017
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 0 Kommentare

Heute endet meine vor einem Jahr begonnene Aufgabe als Social Media Chair der Wirtschaftsinformatik-Tagung #wi2017. Drei Beobachtungen von drei Tagen Konferenz in St.Gallen haben nicht in einen 140-Zeichen-Tweet @wi_2017 gepasst. Sie finden sich deshalb hier in der Kolumne.

 

1. Tag - Eröffnung. Fast 800 Teilnehmende werden es am Ende sein. Davon sind erstaunlich viele schon zur Eröffnung da. Mein Blick schweift umher und für einen Moment blitzt der Gedanke auf: Ob das eine Versammlung der „Grauen Herren“ aus Michael Endes Buch wird? Die Szene ist nämlich von Schwarz, Grau und Dunkelblau bestimmt, obwohl mit Studierenden und Doktoranden so viele junge Leute dabei sind. Aber die fröhlichen Gesichter und die aufgeweckte Stimmung wischen diesen Eindruck weg. Trotzdem, am nächsten Tag vorm Kleiderschrank greife ich entschlossen zur strahlend roten Bluse. 

2. Tag – Zusammenfassung des Vortages: Wenn Wirtschaftsinformatiker eine Konferenz veranstalten, dann werden digitaltechnisch alle Register gezogen. Während die Papiermenge auf nahezu null reduziert war, fällt die Menge von Bit&Bytes für Bildmaterial geradezu gigantisch aus. Zudem werden sich TV-Professionals, wenn sie sich auf dem Youtube Kanal mit der Konferenzdokumentation umschauen, erstaunt die Augen reiben, was das Amateur- Mediateam da geleistet hat. Das designierte Filmteam nutzte Top-Tech-Videoausrüstung; die Konferenzbesucher Alltagstech-Kameras. Einer hat sein Smartphone auch zum Filmen und Video-Twittern eingesetzt, z.B. hat er die Keynote des SAP-CEO Thomas Saueressig festgehalten:

Das geht mit periscope.tv, auch für mich eine Neuentdeckung – Danke! Diesem Lighthouse User.

Nun, in welche dieser Videos habe ich während der Konferenztage reingeschaut? In diese „Enduser-generated low-tech“-Videos habe ich genauso oft reingesehen wie in die aufwendigen Hochglanz-Videos. Ist doch bemerkenswertes Nutzerverhalten: Die Autoritätsdistanz zwischen dem Perfekten und dem, was sich aus dem Handgelenk machen lässt, scheint es in dem Kontext nicht zu geben, sprich auch mit wenig Mitteln ist Nützliches machbar. 

 

2. und 3. Tag: Vollbetrieb. Obwohl die Teilnehmenden fleissig gepostet und so das Online-Gespräch übernommen haben, wollte ich als Social Media Chair auch weiter rege beitragen. Aber während der Veranstaltung zuhören, schauen, netzwerken und gleichzeitig darüber twittern - geht denn das? Ich zumindest beherrsche dieses Multitasking nicht. Ähnlich einer Biopause musste ich austreten (mental jedenfalls), während ich einen Beitrag verfasste. Die Tweets erschienen dann vor den Räumen auf grossen Infobildschirmen - auch deren Gestaltung eine technische Top-Leistung. Ein Screen war wie vier Screens, davon drei mit bewegten Inhalten: Video-Fenster, Tweet-Stream und aktuelles Programm.

 

 

Diese Bewegung zieht unweigerlich die Aufmerksamkeit auf sich, und so hatte ich noch eine weitere mentale Biopause. Natürlich ist so ein Infoscreen nützlich, das zeigten die vielen, die davor stehen blieben. Aber es zeigt auch, wie unsere Wahrnehmung mit immer mehr Informationen in Beschlag genommen wird. Ein sehenswertes Extremszenario, wohin das führen kann, veranschaulicht der Künstler Matsuda im Kurzfilm „Hyperreality“. Da wohl kein User das so will, bin ich beruhigt: Wir werden noch lange Konferenzen mit Menschen zum Anfassen und unverstellt in die Augen schauen haben. Super schön war die Tagung – gerade auch das Nicht-Digitale. 

Bloggerin

 

 

Prof. Dr. Andrea Back

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