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Augmented Worker - Reparatur einer Wärmepumpe mit der Hololens

Montag, 17. April 2017
von Vanessa Guggisberg in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Am Stand von Swisscom am diesjährigen Start Summit, Konferenz für Studierende, Gründer und Investoren für Tech-Startups, durften wir selber in die Schuhe eines Fieldworkers treten und eine Wärmepumpe mithilfe einer Microsoft Hololens reparieren. Während wir untersuchen, wie Technologien in der, ja man könnte schon fast sagen "Post-App Era", zur Unterstützung von Mitarbeitenden genutzt werden können, kam die "hands on" Übung am Swisscom Stand genau richtig.

 

Spannend war, wie mittels Augenfokus mit der Hololens Brille interagiert werden kann. So kann der Fieldworker beispielsweise ein Handbuch-Menü öffnen, welches einem bei den Schritten zum Check bzw. Reparatur einer Wärmepumpe hilft. Unter anderem könnte man auch über die Brille Kontakt zu einem Experten aufnehmen, falls das digitale Handbuch nicht weiterhilft. Tricky war aber, den Steuerungspunkt mit den Augen so zu setzen, damit die Brille unser Vorhaben richtig interpretiert - so wie auch der Umgang mit dem Trackpad eines Laptops oder dem Touchsreen eines Smartphones gelernt sein will. Dennoch sehen wir dies als eine Art von Unterstützung für Fieldworker, die in Zukunft verstärkt zum Einsatz kommen dürfte: der "Augmented Worker", unterstützt durch moderne Technologien, Daten, Wearables oder mobilen Geräten und zukünftig auch maschinellem Lernen.

 

Der diesjährige Start-Summit fand am 24./25. März in St.Gallen unter dem Thema "be where innovation happens" statt. Die Konferenz wird jährlich von Studierenden der Universität St.Gallen (HSG) organisiert und hat zum Ziel, Studierende, Gründer und Investoren zusammenzubringen. Mit über 2'000 Teilnehmenden ist die Konferenz seit 1997 zu einer relevanten Veranstaltung in der Schweiz herangewachsen und hat mit START Global inzwischen europaweite Ableger.

Digitalisierung von Schulen mit der Schul-Cloud

Donnerstag, 13. April 2017
von Sabine Berghaus in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Die digitale Transformation ist nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Bildungseinrichtungen ein dringendes und relevantes Thema. Bei der Digitalisierung in der Schule hapert es allerdings noch an vielen Stellen, beispielsweise in der Ausstattung der Schulen mit geeigneten Geräten, was verschiedene Studien bereits belegen. Ein Forschungsprojekt, das dem Abhilfe schaffen möchte, ist das Projekt "Schul-Cloud" des Hasso Plattner Instituts.

 

Mit Hilfe der Schul-Cloud werden Lernangebote zentral gebündelt und den Schulen via Cloud-Technologie zugänglich gemacht. Diese Anwendungen können nicht nur im Rahmen des regulären Schulunterrichts, sondern auch von den Schülern individuell genutzt werden. Ein sehr ehrgeiziges Projekt, denn es entlastet zwar potenziell die Schulen bei der Bereitstellung der Services, aber die Qualität der digitalen Lernangebote bestimmt die Nutzungsintensität und damit auch den Erfolg zu einem grossen Teil. 

 

Digital Transformation Awards 2017 verliehen

Donnerstag, 13. April 2017
von Sabine Berghaus in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Der Swiss Digital Transformation Award von Best of Swiss Web zeichnet Unternehmen aus, die besondere Fortschritte in der digitalen Transformation gemacht haben. Der Bewerbungs- und Jurierungsprozess basiert auf dem Digital Maturity Check, der am Lehrstuhl von Prof. Dr. Andrea Back entwickelt wurde. In diesem Jahr gewann Swisstopo den Award in der Kategorie "Kleine und mittlere Unternehmen" und Sunrise durfte bei den Grossunternehmen den Award entgegennehmen.

 

Swistopo (Bundesamt für Landestopographie)

 

 

Die Begründung der Jury lautete: "Wie die mehrjährigen Daten zu Reifegraden der Uni St.Gallen zeigen, glänzen Behörden nicht wirklich mit ihren digitalen Entwicklungen. Ganz anders Swisstopo: Auf einer professionellen strategischen Grundlage hat das Bundesamt für Landestopografie mit klarer Zielorientierung die digitale Maturität der Organisation «Digital» konsequent auf- und ausgebaut.

Die Einführung der vollautomatisch erstellten digitalen Landeskarte 1:10’000 auf Basis eines zentralen Datenmodells, deren Integration in die Frontend-Anwendungen map.geo.admin.ch oder Swiss Map Mobile sowie umfassende OpenData Initiativen stehen exemplarisch für den gesteigerten digitalen Kundennutzen. Auch gegen Innen hat Swisstopo zum Beispiel mit einer Adaption des HERMES-Standards und der konsequenten Anwendung von agilem Projektmanagement sowie fortschrittlich eingesetzten Kollaborationstools deutliche Zeichen gesetzt.

Auch wenn sich die Benutzungszahlen der Swisstopo-Services in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt haben, konnten Betriebskosten dank der Anwendung von Cloud-Architekturen kontinuierlich gesenkt werden, was uns alle als Steuerzahler freut.

Mit ihrer Entwicklung und dem erreichten Digitalisierungsgrad hat es das Bundesamt geschafft, sich mit den besten Dossiers des diesjährigen Awards in der Kategorie «Kleine und mittlere Organisationen» mehr als messen zu können. Die diesjährige Verleihung des SDTA an Swisstopo soll den übrigen Bundesämter denn auch an Ansporn sein."

 

Des Weiteren wurden in dieser Kategorie die Hypothekarsbank Lenzburg mit Silber und Ex Libris mit Bronze ausgezeichnet.

 

Sunrise

 

 

Die Begründung der Jury lautete: "Sunrise geht die Herausforderung der Digitalisierung sehr breit und konsequent an. Die verschiedenen Ebenen Vision, Strategie und handlungsorientierte Roadmaps sind sehr gut aufeinander abgestimmt.

Für die Operationalisierung der integrierten und klar auf „digital first“ ausgerichteten strategischen Rahmenbedingungen wurde ein Top-down Approach mit Digitalisierungs-Board und CDO gewählt. Diese Struktur gewährleistet, dass über die gesamte Organisation und über verschiedene Kundenzugangspunkte hinweg integrierte, kundenzentrierte Lösungen erarbeitet werden. Dabei kommt der Customer Journey Factory eine besondere Bedeutung zu.

Auf der Umsetzungsebene sind modernste Tools im Einsatz. Neben der Arbeit an laufend effizienteren technologischen Voraussetzungen kommen auch die weiteren Dimensionen des St.Galler Digital Maturity Modells zur Geltung. Auch auf den Ebenen Kultur und Collaboration, Prozessdigitalisierung und Transformationsmanagement wird intensiv gearbeitet.

Basierend auf einem BSC-Framework, welches einen starken Fokus auf den NPS-Ansatz legt, werden die Entwicklungen monatlich gemessen und operative Handlungsfelder abgeleitet. Diese Schritte zeigen Wirkung. Bereits können auf verschiedenen Ebenen klar messbare und betriebswirtschaftlich positive Ergebnisse belegt werden.

Damit hat Sunrise eine enorme digitale Transformationsleistung erbracht und ist als Sieger des diesjährigen «Swiss Digital Transformation» Awards für Grossunternehmen würdiger Nachfolger der Post."

 

In dieser Kategorie wurde die AXA Winterthur mit Silber und Weisse Arena mit Bronze ausgezeichnet.

Unsere Linktipps im April

Donnerstag, 13. April 2017
von Sabine Berghaus in der Kategorie Leseempfehlungen | 0 Kommentare
"Wie lange ist zu lange?"
Ist es wirklich schädlich, wenn Kinder zu lange am Smartphone hängen? Die FAZ hat dazu ein Interview mit dem Psychologen Andrew Przybylski geführt.
 
Inspiration aus dem Theater für gutes Design 
Welche Prinzipien Designer aus dem Theater adaptieren können, um das Storytelling rund um ihre Lösungen zu verbessern, steht in diesem Blogartikel der Designberatung IDEO. 
 
Einsatz von künstlicher Intelligenz in Unternehmen 
Im Rahmen einer Studie der Unternehmensberatung Sopra Steria Consulting wurden Manager zu ihrer Bereitschaft zum Einsatz von künstlicher Intelligenz in ihrem Unternehmen befragt

Digital Maturity & Transformation Report 2017

Dienstag, 11. April 2017
von Sabine Berghaus in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

Firmen mit einem hohen digitalen Reifegrad gehen die digitale Transformation experimentierfreudig oder mit einer klaren Strategie an, während Unternehmen mit niedrigem Reifegrad zunächst an ihre IT denken. Zu diesem Ergebnis kommt der Digital Maturity Check 2017, welcher am Lehrstuhl von Prof. Dr. Andrea Back am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St.Gallen zusammen mit der Managementberatung Crosswalk AG durchgeführt wurde. 662 Personen in der Schweiz, Deutschland und Österreich nahmen an der Studie teil.

 

Digital reife Unternehmen sind innovationsfreudiger

 

«Das Ergebnis, dass Unternehmen mit hohem Reifegrad eine komplett andere Herangehensweise an die Digitalisierung wählen als Unternehmen mit niedriger digitaler Reife, war eine Überraschung», sagt Sabine Berghaus, Projektleiterin der Studie. «Dies weist darauf hin, dass digital reife Firmen den Veränderungen im Zeitalter der digitalen Transformation offen und experimentierfreudig entgegentreten.» Dagegen ergab die Studie, dass Unternehmen mit niedrigem digitalem Reifegrad eher bottom-up bestehende Initiativen zusammenführen oder sich zunächst auf die Erneuerung ihrer IT-Systeme konzentrieren, bevor neue Geschäftsmodelle oder Innovationen vorangetrieben werden.

 

Industrie holt auf, Handel lässt nach


Insgesamt stieg der durchschnittliche Reifegrad im Vergleich zum Vorjahr an. Bei Grosskonzernen (mehr als 10‘000 Mitarbeitende) zeigten sich die höchsten Reifegrade. Kleine Unternehmen liessen im Vergleich zum vergangenen Jahr nach und wiesen die geringsten Werte auf.
Positiv beurteilen die Expertinnen Andrea Back und Sabine Berghaus die Entwicklung in der Industrie, die den höchsten Anstieg sowohl bei der Zahl der Teilnehmer an der Studie wie auch im Reifegrad zeigten. Dagegen wurden bei Unternehmen aus dem Handel und der Konsumgüterwirtschaft die insgesamt niedrigsten Reifegrade beobachtet.
«Als Grund für die niedrigen Reifegrade sehen wir vor allem das fehlende (Spezial-)Wissen, wie man mit den Veränderungen – die die Digitalisierung gebracht hat und noch bringen wird – umgehen soll. Denn Erfahrung und Fachwissen, die diese Unternehmen bisher erfolgreich gemacht haben, reichen heute und erst recht für eine erfolgreiche Zukunft nicht mehr aus», sagt Axel Kehl von Crosswalk.


Reifer = zufriedener und innovativer

 

Wie bereits im vergangenen Jahr bewerten digital reife Unternehmen ihren Erfolg vor allem in den Zielen Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit positiver. Auch die Zielerreichung in den Kriterien Innovationsführerschaft und die Erschliessung neuer Geschäftsfelder werden deutlich besser bewertet als in Unternehmen mit einem niedrigen digitalen Reifegrad.


Die dritte Auflage des Digital Maturity & Transformation Reports mit Informationen zum Modell, den Resultaten der Befragung inklusive branchenspezifischen Auswertungen und Handlungsempfehlungen kann kostenlos unter www.crosswalk.ch/dmtr2017 bestellt werden.

Bloggerin

 

 

Prof. Dr. Andrea Back

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