Newsblog

Sind MOOCs tot? Oder nicht?

Montag, 6. Oktober 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Bild Study von Kevin McShane lizenziert unter CC BY-NC-2.0

 

In den letzten Jahren drehte sich alles um MOOCs und was man mit ihnen erreichen kann. Jetzt scheint es - ist die Zeit gekommen, Bilanz zu ziehen und zu überprüfen, ob MOOCs so funktionieren wie gedacht oder ob das Konzept geändert werden soll. 

 

Sebastian Thrun ist Gründer der erfolgreichen Plattform Udacity mit 1,6 Mio Nutzern. Dennoch sagte er vor kurzem: "I was realizing, we don't educate people as others wished, or as I wished. we have a lousy product." In Fastcompany erschien ein ausführliches Interview mit ihm, das die Motivation und die Massnahmen von Udacity aufzeigt und die Faszination von MOOCs erklärt. 

 

Hinter MOOCs steckt der Wunsch, dass moderne digitale Technologien dabei helfen, Lernen und Wissensvermittlung besser zu gestalten, Eigenmotivation der Lerner besser zu nutzen, Wissen durch die Digitalisierung von Lernmaterialien allgemein verfügbar zu machen. Allerdings stellte man schnell fest, dass die meisten MOOCs hohe Abbruchraten haben und man daher nicht wirklich von einer Revolution im Bildungsmarkt sprechen kann. 

 

Dennoch sehen viele Professoren in MOOCs weiterhin die Zukunft, wie in diesem Artikel der Wired zu lesen ist. Der Artikel nennt einige Anwendungsszenarien für MOOCs, die anfänglich nicht so konzipiert waren, aber aus der Nutzung entstanden sind. Ein Beispiel dafür ist die Anwendung von MOOCs im Rahmen von Studiengängen angewendet, um den Frontalunterricht auszulagern und die Präsenzzeit für praktische Aufgaben zu nutzen. 

 

Die Schlussfolgerung kann also nicht sein, dass MOOCs grundsätzlich nicht funktionieren, nur weil viele Studenten die Kurse abbrechen. Die Frage liegt vielmehr darin, in welchem Kontext MOOCs geschickt angewendet werden können, um in Kombination mit traditionellen Unterrichtsmethoden ihre Wirkung zu entfalten. 

 

Unsere Linktipps im Oktober

Freitag, 3. Oktober 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie Leseempfehlungen | 0 Kommentare
Lernort Hochschule: Abgelenkt, aufgeschoben, abgehakt - Wo ist der Wille beim Lernen mit digitalen Medien
 
Top 100 Tools for Learning 2014
 
Jetzt revolutioniert das Internet die Arbeit

Kolumne: Nichts geht mehr ohne Video

Dienstag, 16. September 2014
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 0 Kommentare

Schon lange bin ich Fan von Online-Videos. Erklärvideos haben es mir besonders angetan. Oft schaue ich mir Tipps an, wie man mit Tools und Vorgehensweisen seine Arbeitsproduktivität verbessert. Hier zum Beispiel ein user-generated Video mit einem genialen Trick für alle, die auch die Küche zu ihren Arbeitsplätzen zählen: Hunderte Tomaten in 2 Sekunden schneiden.

Aber nun zu meinen Ferienbeobachtungen in Waikiki über den Umgang der Leute mit Video. Es war augenscheinlich, dass Video - über verschiedene Nationen und Altersklassen hinweg - ein ganz grosses Ding ist. Ich verstehe die Begeisterung, mit der Surfer, Taucher, Stand-up-Paddler und andere Freizeitsportler eine Action-Kamera mit allen erdenklichen Vorrichtungen am Körper oder an ihren Sportgeräten montieren, um die Momente ihres grossen Wagemuts festzuhalten. Worüber ich allerdings mehr verwundert als bewundernd staunen musste ist, wie viele Touristen ihre Smartphones an speziell dafür gebaute lange Stäbe stecken und zum Filmen vor sich hertragen wie eine Fahnenstange. Vor allem Japaner scheinen das zu mögen: Beim Spaziergang am Strand, beim Einkaufsbummel, bei der Fahrt im Trolleybus. Ja selbst beim Besuch einer Messe in der Kirche ragte so ein Kameraauge in die Luft. Klar, ein Gottesdienst in Hawai'i ist schon etwas Besonderes, aber beim genauer Hinschauen bemerkte ich meinen Irrtum: Die Linse ging nach hinten los: Da entstand ein Video-Selfie, mit Glasmosaikfenster als Hintergrund. Wenn Video-Selfies so populär werden wie die mit Fotos, dann müssen die Wearables-Designer wohl nochmal über die Bücher; mit einer Google-Glass-Brille z.B. kann man keine machen.

Es geht noch weiter mit den Beobachtungen. Freitags strömen viele Touristen zum Feuerwerk des Hilton-Hotels am Strand. Einen rot-grünen Leuchtkörper, den ich spontan für eine Fehlzündung hielt, identifizierte mein Sohn sofort: Schau mal, eine Drohne! Diese sehen Sie auf dem oben stehenden Foto - damit hat ein junges Paar das Feuerwerk aus der Luft gefilmt; die Bedienung scheint einfacher zu sein als einen Drachen steigen zu lassen, und man kriegt dieses Spielzeug ohne Probleme durch die Sicherheitskontrolle am Flughafen. Last, not least: Nach der Himmels-Show meldete sich dann der Hunger.

Das Restaurant Cheeseburger in Paradise wirkte sehr beliebt und einladend auf uns. Neben den vielen Gästen waren allerdings auch viele Bildschirme um uns herum; deren Gesellschaft scheinen die Amerikaner zu mögen. Raten Sie mal, wieviele Bildschirme? Ganze 21 Stück - am laufenden Meter. Überhaupt, man findet kaum noch bewegtbildfreie öffentliche Orte. Wenn die Wände nicht mit Flachbildschirmen tapeziert sind, dann halten sich die Leute das mobile Äquivalent vor die Augen. Let's face it: Nichts geht mehr ohne Video. Machen wir was draus!

Inputvortrag am Microsoft Modern Business Forum

Montag, 15. September 2014
von Christian Ruf in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

Christian Ruf, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kompetenzzentrum von Mobile Business, hielt am Donnerstag, 11. September einen Inputvortrag zum Thema "Die dritte Generation von Mobile Business oder ob sich Wearableas auch am Arbeitsplatz durchsetzen werden?" am Modern Business Forum. Anbei einen Auszug aus der Pressemitteilung von Microsoft.

 

KMU im Spannungsfeld: Einsatz neuer Technologien als Differenzierungsfaktor

Im Rahmen des ersten Modern Business Forum stellten Transa, Acommit und Microsoft am Donnerstag am Beispiel  von Transa, grösster Reise- und Outdoor-Händler der Schweiz, die gelungene Neuausrichtung der IT-Infrastruktur vor. Mit der Eröffnung des Flagship Stores Europaallee im September 2012 unternahm Transa einen wichtigen Schritt in die Zukunft und investierte in eine moderne IT-Infrastruktur. Transa verfügte bis zur Neuausrichtung über eine teilweise veraltete IT-Infrastruktur die komplett on-premises betrieben wurde und zunehmend an ihre Grenzen stiess: Die Anforderungen in Bezug auf die Verfügbarkeit von Waren, die Flexibilität und die Anzahl der zu verwaltenden Filialen sowie die laufend wachsende Sortimentsbreite und Mitarbeiteranzahl erhöhten die Komplexität und die Leistungsanforderungen an die IT-Infrastruktur.

Die neue IT-Infrastruktur sollte folgende Kriterien erfüllen: Eine optimale Unterstützung der Benutzer bei ihrer Arbeit gewährleisten und eine kostengünstige und flexible Betreibung sicherstellen. Der Unterhalt und der Betrieb der IT-Infrastruktur sollte durch Acommit als Komplettanbieter von ERP-Systemen, Kassenlösungen und IT-Infrastruktur übernommen werden mit dem Ziel, die Transa IT-Organisation zu entlasten.

Die Neuausrichtung der IT führte auch zu einer Optimierung interner Abläufe. Zu beanstandende Wareneingänge von Transa waren beispielsweise durch eine komplizierte Logistik, bedingt durch eine Verteilung des Lagers über drei Stockwerke, zu einem zeitkritischen Prozess geworden. Mithilfe von Lync Online und Microsoft Surface Pro 3 konnte dieser Arbeitsschritt optimiert werden. „Dank dem Einsatz von Lync Online konnte die Durchlaufzeit bei diesem einzelnen Prozess `Qualitätskontrolle Wareneingang` von 15 Minuten auf unter eine Minute reduziert werden“,  erläutert Michael Meier, Leiter IT Transa.

 

 

Mobile Business-Lösungen bestimmen die Zukunft

Christian Ruf, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St.Gallen, zeigte in seinem Referat auf, wo Praxis und Forschung zum Thema Mobile Business stehen. Dabei wird deutlich, dass dem Mobile Business drei Prinzipien zugrunde liegen: Die Geräte müssen intuitiv zu bedienen sein, intelligente Inhalte liefern und allgegenwärtig einsetzbar sein, ob privat oder im Business. Es ist zu beobachten, dass eine „Consumerization von IT-Technologien“ stattfindet. In der Vergangenheit entstanden mobile Technologien in Grosskonzernen und traten dann ihren Siegeszug bei Privatanwendern an – heute ist es umgekehrt. Anwender – sei es als Kunde oder Mitarbeiter – fordern Innovation und neue Prozesse ein; auf diese Realität müssen auch KMU reagieren.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes evaluierte das Competence Center Mobile Business am Lehrstuhl von Prof. Dr. Andrea Back die Potentiale der nächsten Generation von Mobile Devices, sogenannter Wearables. Dabei wurden über 200 solcher Geräte identifiziert, welche es bereits heute auf dem Markt zu kaufen gibt. Die Analyse offenbarte zwei neue Potentiale für Mobile-Business-Anwendungen: Zukünftige Lösungen müssen nicht nur intuitiv zu bedienen sein und intelligente Inhalte zur Verfügung stellen, sondern den Kunden oder Mitarbeiter möglichst automatisch und unscheinbar unterstützen. Sowohl heutige Glasses-, als auch Smartwatch-Lösungen erfüllen diese Kriterien aber erst teilweise: Obschon die Brillen-Anwendungen durch Augmented-Reality-Funktionen speziell in Montage- und Logistikprozessen automatisch und intelligent den Mitarbeiter unterstützen, gibt es aber noch gewisse Fragezeichen, wie intuitiv diese Lösungen aus Mitarbeitersicht zu bedienen sind. Auch Smartwatches bieten Potentiale für unscheinbare und automatische Bezahlprozesse in Geschäften. Doch ob sich Kunden an den aufdringlichen Benachrichtigungen auf dem Handgelenk nicht eher stören als erfreuen, bleibt abzuwarten. Es wird sich zeigen, ob diese Glasses- und Smartwatch-Lösungen Nischenprodukte bleiben oder sich am Markt durchsetzen werden.

 

Die Folien des Vortrages sind auf SlideShare zu finden:

Erfolgreiche Social-Business-Beispiele aus Deutschland

Montag, 15. September 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie Enterprise 2.0 | 0 Kommentare

Christoph Schmaltz hat für das Blog der Ripple Effect Group einen spannenden Artikel über erfolgreiche Social Business Cases in Deutschland verfasst. Viele Erfolgsbeispiele für Social Enterprise, die als Best Practice zitiert werden, kommen aus dem amerikanischen Raum, und nur wenige sehr bekannte Fallbeispiele finden sich in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Gewiss hat hier auch die Kultur einen Einfluss, wie Christoph in seinem Artikel schreibt:

"Taking what you know about Germans, you are forgiven to think that the characteristics of a social business must be at odds with German values and traits. Germans tend to value (may I say love?) structure and control. Hierarchies and processes provide just that. German data privacy laws are among the strictest in the world. Germans are usually hype-resistant, as they think with their head and not with their heart. And yet, in the past years there have been efforts by many German companies to introduce social technlogies."

Als Best Practices nennt Christoph zum einen das Programm GUIDE von Continental, die Social-Business-Initiative "Bosch Connect" von Robert Bosch GmbH und das Intranet der adidas Group. Was diese Beispiele genau auszeichnet und was sie zu Best Practices macht, liest man im Detail in Christophs Blogbeitrag.

 

Bloggerin

 

 

Prof. Dr. Andrea Back

Newsletter

 

Erscheinungsweise: monatlich, bis auf Januar, Juli und August (neunmal im Jahr)

 

Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular für unseren Newsletter.

 

Hier gelangen Sie zu den Mediadaten des Newsletters mit Anzeigenpreisen.

Social Media

 

Publikationen