Newsblog

Competitive Intelligence (CI) mit CID Topic Analyst - Newsmonitoring intelligent und mobil!

Montag, 8. September 2014
von Christian Ruf in der Kategorie Mobile Business | 1 Kommentar

Stundenlanges Durchforsten und Lesen von Unternehmenswebseiten, Blogeinträgen und Newsartikeln; ist das in der heutigen Zeit von „Semantic Web“ und „Big Data“ wirklich noch notwendig? Auf der Suche nach Zeiteinsparung und Effizienzsteigerungen bei solchen CI-Tätigkeiten startete das Competence Center Mobile Business zusammen mit der Partnerfirma CID ein Pilotprojekt mit Masterstudierenden der Universität St.Gallen.

Von Februar bis Juni 2014 sollte sich das Team, bestehend aus 4 Studenten, mit den aktuellen Innovationen und Entwicklungen im Bereich Banking vertraut machen. Dazu recherchierten die Studierenden im Internet nach relevanten Quellen und identifizierten einen Pool von über 100 deutsch- und englischsprachigen Newsletters, Blogs und Unternehmenswebseiten. Das Lesen von sämtlichen Artikeln während der Projektdauer hätte das ohnehin knappe Zeitbudget des Teams gesprengt. Aus diesem Grund setzten die Studierenden zusammen mit CID ein intelligentes Monitoring auf, welches die relevanten und spannenden Artikel identifiziert und thematisch aufbereitet. Dazu wurden über 100 Crawler (ähnlich wie der Crawler von Google) konfiguriert, welche Artikel auf den Webseiten einsammeln und kontinuierlich in den Datenpool übertragen. Anschliessend reduzierte das Team mit unterschiedlichen Werkzeugen, bspw. mit einer Word-Clouds (s. Bild) oder mit semantisch vordefinierten Themen, den Dokumentenpool auf ein handhabbares Mass. Zudem arbeitete das Team direkt im Topic Analyst zusammen: Artikel wurden kommentiert und getaggt (s. Bild).

 

 

Die finalen Erkenntnisse wurden schliesslich per E-Mail an den Projektbetreuer geschickt. Alles in allem identifizierte das Team relevante Trends und Beiträge, welche mit einem manuellen Prozess im Rahmen des Zeitbudgets nicht möglich gewesen wären. Seit Neustem gibt es den Topic Analyst auch in einer mobilen Version. Somit können Produktivitätssteigerungspotentiale insbesondere auch unterwegs realisiert werden. Ein echter Mehrwert für den Analyst ist bspw. das spontane Anlegen von Dashboards, mit welchen man sich eine Übersicht über das aktuelle Geschehen verschaffen kann.

 

Fazit: Es gibt also im Bereich CI interessante Tools, welche die Arbeit eines Analysten vereinfachen und auch auf mobilen Geräten verfügbar machen. Der initiale Aufwand zum Aufsetzen dieser Umgebung muss aber auf alle Fälle berücksichtigt werden. Auch die Nutzung des Topic Analyst war in unserem Test teilweise noch nicht auf dem Stand von State-of-the-Art RSS Readers (individualisierbare Schriftgrösse, schnelles Switchen zu anderen Artikeln, gelesene Artikel markieren etc.) . Doch bilden Sie sich Ihre eigene Meinung: Mit einem vordefinierten Dokumentenpool aus Tageszeitungen und Newsportalen können Sie sich einmal selber mit dem Topic Analyst auf dem iPad versuchen. Unter folgendem Link können Sie sich die mobile Version des Topic Analyst auf den iPad runterladen.

 

Unsere Linktipps im September

Freitag, 5. September 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie Leseempfehlungen | 0 Kommentare

Eine Zeitreise durchs Internet

Maria Popova über das Buch "100 Ideas That Changed the Web" - vom Mundaneum über Metadaten bis hin zu WiFi und GIFS

 

Verschwinden ins Arbeitsfrei Eine Hörempfehlung - Frank Rieger, Chaos Computer Club, und Miriam Meckel sprechen mit Jürgen Wiebicke auf der Litcologne 2014 darüber, wie Computer unser Leben verändern, ob Algorithmen demnächst unsere Jobs übernehmen, und was man noch sieht, wenn man die Google-Brille auf hat...

 

The most wanted man on earth

Ein ausführliches Portrait über Edward Snowden ist die Titelgeschichte der Wired.

Wann werden komplexe Dienstleistungen mobilisiert?

Dienstag, 15. Juli 2014
von Christian Ruf in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

In den letzten Jahren beobachten wir, dass immer mehr Kunden mobile Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Nach Cisco machen heute bereits 33% des Internet Traffics mobile Geräte aus. Bis im Jahr 2018 wird sich dieser Anteil auf 57% vergrössern. Bei solchen mobilen Transaktionen handelt es sich aber meistens um einfache Prozesse, wie bspw. das Recherchieren und Lesen von Artikeln, das Abrufen von Kontoständen im Mobile Banking oder das Kommunizieren in Social Media.

 

 

Den nächsten Schritt sehen wir nun in der Mobilisierung von komplexen und intensiven Dienstleistungen, bspw. Beratungsprozesse im Wealth Management. Die UBS Schweiz lancierte bereits eine neue Dienstleistung für Privatkunden namens „UBS Advice“, mit der heute bereits schon über CHF 9 Milliarden von über 5‘000 Kunden betreut werden. Mit dem „UBS Portfolio Health Check“ werden jede Nacht 650‘000 Portfolios überprüft. Falls Qualitätsprobleme im Portfolio gefunden werden, bspw. Abweichungen von der gewählten Anlagestrategie, Klumpenrisiken oder Instrumente mit Verkaufsempfehlung, wird ein Anlagevorschlag erstellt. Zur Erstellung dieses individuellen Anlagevorschlags werden für ein Portfolio mehrere zehntausend Instrumente und Kombinationen evaluiert. Nach wie vor spielen Finanzexperten eine wichtige Rolle: Bevor der Kunde den Anlagevorschlag erhält, wird dieser nochmals von einem Expertenteam plausibilisiert. Heute finden diese Kundeninteraktionen klassisch per Telefon statt, sprich der Berater ruft den Kunden an und bespricht mögliche Portfolioanpassungen. Mit den neuen Wealth-Management im E-Banking, welche die UBS Schweiz im Herbst 2014 mit einer ersten Kundengruppe testet und dann im Frühjahr 2015 für Ihre UBS-Advice-Kunden ausrollen möchte, sollen die Kunden alle Informationen um den „Health Check“ direkt im E-Banking einsehen können. Zudem wird der Kunde proaktiv per SMS Alert informiert, sobald ein Qualitätsproblem im Portfolio entdeckt wurde.

 

 

Ein logischer nächster Schritt ist dann die Integration dieser Advice-Lösung im Mobile Banking. Wir denken, dass eine solche Dienstleistung für mobile Geräte geradezu prädestiniert ist: Wenn der Kunde schon ein SMS erhält, soll er doch auch gleich auf dem Tablet oder Smartphone sein Portfolio einsehen, Änderungen vornehmen bzw. seinen Berater kontaktieren können. Die Herausforderung wird dabei sein, diesen komplexen Service einfach und verständlich für mobile Geräte aufzubereiten. Zudem stellt sich für Banken und andere Unternehmen die Frage, wie ein solcher mobiler Service in die bestehende Kanalstrategie integriert werden kann. Nach aktuellen Studien wird ein solcher mobiler Service den heutigen physischen Kontakt nicht ersetzen, sondern ergänzen.

 

Ein aktuelles Forschungsprojekt am Kompetenzzentrum Mobile Business befasst sich mit dieser Fragestellung und erhebt aktuell Anforderungen für komplexe Beratungsprozesse, welche mobil stattfinden. Zurzeit werden Prototypen entwickelt und weitere Anforderungen in einem agilen Business-Engineering-Prozess ermittelt. Erste Ergebnisse werden im nächsten Newsletter vorgestellt.

Kolumne: Science Fiction wird unmerklich wahr

Dienstag, 15. Juli 2014
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 1 Kommentar

Neulich beim Friseur blätterte ich in Magazinen. Mehrere Anzeigen werben da für Schreibkurse, d.h. viele Leute träumen davon, im Leben nicht nur Kinder zu haben und einen Baum zu pflanzen, sondern auch ein Buch zu schreiben. Dabei ist es heute doch so leicht wie nie, eigene Texte zu publizieren. Online-Dienstleister für die Selbstpublikation machen es möglich. Oder man schreibt einfach nur ein Blog. Die Schweizerin Zora Debrunner hat es immerhin geschafft, mir ihrem Blog "Demenz für Anfänger" für den Grimme Online Award 2014, Kategorie Wissen und Bildung, nominiert zu werden; Fast hat sie diesen Internet-Oskar bekommen.

 

Viele sind sich gar nicht bewusst, wie nah die Realisierung ihrer Fantasien an der Realität ist. Das gilt sogar für Science Fiction; solche Zukunftsträume werden unmerklich wahr, und zwar teils erschreckend schnell, nur anders.

Der Kassenschlager "Avatar" hat die Sehnsucht verfilmt, in den Körper eines anderen, eines Überwesens, schlüpfen zu können. Das geht ja im Grunde heute schon. Wenn mich jemand in seine Computer-Brille einloggt, kann ich aus der Ferne mitverfolgen, wie diese Person sich bewegt und was sie sieht - ohne Bildschirm oder Leinwand dazwischen. Das fühlt sich bestimmt fast so an, als wäre ich im Körper des anderen.

 

Von der Raumschiff Enterprise Serie kennen wir die Sci-Fi-Technik, sich andernorts hinbeamen zu lassen. Spielerisch kann man das heute schon machen. Lassen Sie sich mit Geoguessr irgendwo auf der Welt aussetzen und finden Sie heraus, wo Sie sich gerade befinden. Und keine Sorge, physisch bleiben Sie da wo sie sind, und alles bleibt dran an Ihrem Körper.

 

Mir fallen dazu noch zwei weitere Beispiele ein: ein Menschheitstraum und ein ganz persönlicher.

 

Wir haben uns doch alle schon mal richtig wütend gefühlt auf jemanden. Wer denkt da nicht an die Vodoo-Puppen und Nadeln, die es ermöglichen, das Wutobjekt zu plagen? Jetzt wo sich Video-Drohnen auch bei Privatleuten zu Verkaufsschlagern entwickeln, braucht es diese Schwarze Magie nicht mehr, um andere rachevoll zu belästigen, nur etwas Fantasie.

 

Und mein ganz privater Traum? Der Gipfel des Luxus, den ich fast täglich sehr geniessen würde, wäre ein Privatchauffeur. Nun, so unerreichbar weit weg scheint mir dieser Wunsch nicht mehr. Das selbstfahrende Auto parkt ja schon um die Ecke.

 

Das also fällt mir zum Thema ein. Und welche Ihrer Sci-Fi-Träume sind im Grunde schon fast Realität?

 

Artikelbild "The Final Frontier" von wbeem, lizenziert unter CC BY-NC 2.0

Sascha Lobo „Über Überwachung“

Mittwoch, 9. Juli 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

 

Auf dem letzten Creative Morning in Berlin hat Sascha Lobo einen sehr hörenswerten Vortrag „Über Überwachung“ gehalten. Dabei geht er der Frage nach dem Grund der Überwachung nach und analysiert die zugrundeliegende Mechanik von Überwachungsmechanismen. Lobo spannt dabei den Bogen vom zweiten Weltkrieg, über die Begründung der Kybernetik hin zu Vannevar Bush, Douglas Engelbart und der Digitalen Gesellschaft.

 

Vor allem seine Erläuterungen und Beispiele zur „Verdatung“ der Welt und zu Methoden wie Patterns-of-Life-Analysis und „Activity Based Intelligence“ sind absolut empfehlenswert. Das Video des Vortrags ist eine Stunde gut investierte Zeit für jeden, der die Hintergründe der Überwachung besser verstehen möchte. Den kompletten Vortrag im Wortlaut gibt es auch hier auf dem Fontblog zu lesen, und wer nicht soviel Zeit investieren möchte findet auf Spiegel Online einen Artikel von Sascha Lobo über die kybernetische Steuerung der Gesellschaft.

Bloggerin

 

 

Prof. Dr. Andrea Back

Newsletter

 

Erscheinungsweise: monatlich, bis auf Juli, August und Januar (neunmal im Jahr)

 

Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular für unseren Newsletter.

 

Hier gelangen Sie zu den Mediadaten des Newsletters mit Anzeigenpreisen.

Social Media

 

Publikationen