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Codecademy: Schlüssel zu mehr Erfolg?

Freitag, 12. Dezember 2014
von Ivan Marijanovic in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Digitales scheint heutzutage alles zu durchdringen: unsere Kalender und Agenden hat es verdrängt, ebenso unsere Notizblöcke und Diktiergeräte – von digitalen Verzeichnissen, Datenbanken, elektronischen Bibliotheken und vielem anderen mehr. Da verwundert es nicht, dass der Umgang mit der digitalen Welt in der heutigen Arbeitswelt nicht nur gefragt, sondern geradezu erwartet und als selbstverständlich vorausgesetzt wird. 

 

Doch nicht nur das blosse Bedienen von Tools und Gadgets ist gewünscht. Immer mehr ist es so, dass auch vertiefte Kenntnisse im Bereich Programmieren gefragt sind. Vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, und seien sie fachlich noch so qualifiziert, läuft es bei diesem Gedanken kalt den Rücken hinunter. Doch auch ihre unmittelbaren Nachkommen – die sogenannten Digital Natives – weisen in der Regel kaum vertiefte Kenntnisse im Programmieren auf.

 

Glaubt man den Machern von Codecademy, soll es äusserst einfach sein, sich grundlegende Fertigkeiten im Programmieren anzueignen. Dabei wird ein strikter Leaning-by-doing-Ansatz verfolgt: der Nutzer kann zuerst mit dem Erstellen einer Website auf der Basis von HTML und CSS anfangen. Das garantiert einen grossen „Wow-Effekt“ und wirkt motivierend.

 

Danach lassen sich diese Grundlagen systematisch vertiefen. Verschiedene Programmiersprachen lassen sich in mehreren Kursen erlernen und so die Kenntnisse festigen. Das Angebot kann sich in der Tat sehen lassen: von HTML & CSS über Javascript bis hin zu Python oder PHP wird so einiges zur Verfügung gestellt.

 

Dies klingt zwar toll und überzeugt auch in der Praxis mit guter Handhabung und angemessenem Lernerfolg. Zwei Probleme bleiben dabei aber. Erstens ist ein hohes Mass an Selbstdisziplin und Zeit gefragt, denn schon alleine der erste Basiskurs in HTML & CSS dauert mindestens drei Stunden. Zweitens liegt das Problem in der Anerkennung der mit Codecadamy erlernten Fähigkeiten.

 

Während das Tool in der Internet-Community doch ein gewisses Ansehen besitzt, ist fraglich, inwieweit es in der „realen“ Arbeitswelt bekannt ist und vor allem auch anerkannt wird. Allein, weil jemand einen Codecademy-Kurs gemacht hat, wird er womöglich nicht eingestellt, kann aber sicherlich einen Mehrwert bieten – sei es auch nur als Gesprächsthema während eines Interviews.

 

 

Unsere Linktipps im Dezember

Freitag, 5. Dezember 2014
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Leseempfehlungen | 0 Kommentare

Unser E-Waste Problem

Die Weihnachtszeit naht und unter dem Baum werden sich sicherlich auch elektronische Geräte wiederfinden. Doch was geschieht mit den alten? Christina Bonnigton erklärt.

 

Google will Captchas ablösen

Der Internetgigant sagt diesem Urgestein des Internets den Kampf an. Könnten wir uns das Häckechen bei "Ich bin kein Roboter"  also bald ersparen? Mehr dazu hier.

 

Belästigungen in Social Media

Wie geht man mit beleidigenden und verletzenden Aussagen in sozialen Medien um? Die NYT hilft da weiter.

Kolumne: Social Business - (M)Ein Baum mit RFID-Chip

Montag, 17. November 2014
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 0 Kommentare

Frisch gepflanzter Koa-Legacy-Tree, GPS: N19'' 57.421360W155'' 21.984673 

 

Auf meinen Reisen in den letzten Monaten bin ich mit vielen Fehlern konfrontiert worden, die der Mensch so gemeinhin macht. An den Wäldern der hawaiischen Inseln wurde Raubbau ohne Grenzen getrieben. Sandelholz- und Koa-Bäume sind heute Mangelware. Auch wenn sich die Menschheit in und gegenüber der Natur als Räuber gebärdet, so zeichnet sie doch aus, dass sie aus den Konsequenzen ihrer Handlungen lernt und auch mal aus Fehlern klug wird. Wo Lichtblicke dieser Art zu entdecken sind, darf man Hoffnung schöpfen - und tatkräftig mithelfen. 

 

Ein schönes Beispiel für solche Lichtblicke ist mir im Zusammenhang mit Wim Wenders aktuellem Dokumentarfilm "Das Salz der Erde" begegnet. Wie es am Schluss des Interviews mit ihm heisst, soll der brasilianische Fotograf Salgado in seiner Verzweiflung über die Regenwald-Zerstörung durch die Wiederaufforstungsidee seiner Frau wieder Hoffnung und Schaffenskraft geschöpft haben.

 

Kürzlich bin ich selbst mit einem Wiederaufforstungsprojekt in Berührung gekommen. Hawaiian Legacy Hardwoods entwickeln sehr originelle Social Business Geschäftsmodell-Ideen. Für die Gestaltung einer Tour, bei der man persönlich einen Koa-Baum pflanzt, haben sie dieses Jahr einen Ökotourismus-Award gewonnen. Samstag vor einer Woche war es dann soweit: Ich habe (m)einen Koa-Baum gepflanzt (siehe Foto): Er hat einen RFID Chip (EPC 39900) und seine GPS-Koordinaten sind N19'' 57.421360W155'' 21.984673. Ich kann ihn also jederzeit virtuell besuchen. Zu Beginn der Tour erhält man ein Tablet und gibt ein, auf wessen Name das Sponsoren-Zertifikat ausgestellt sein soll und zu Ehren von wem sowie mit welcher Widmung man den Baum pflanzt. Dieser sogenannte Legacy-Tree wird nicht zur wirtschaftlichen Verwertung geerntet. Aber ein Return-on-Investment bekommt man trotzdem: Wie die Umwelt und Gesellschaft profitiert, wird wie folgt beschrieben: "Over a 50-year lifetime, a tree generates $31.250 worth of oxygen, provides $62.000 worth of air pollution control, recycles $37.500 worth of water, and controls $31.250 worth of soil erosion". 

 

Wir fanden das eine sehr einprägsame Erfahrung, allein schon die Fahrt durch das weite Gelände der Ranch und das Pflanzritual ohne Eile. Und mit der modernen Technik, Tablet - RFID - GPS und Mapping-/Satellitenbild-Applikationen, kommt noch ein Farbtupfer Spass obendrauf. Man kann diesem Aus-Fehlern-wird-man-klug-Beispiel nur wünschen, dass es virale Ansteckungskraft entwickelt. Denn für das Lernen aus Fehlern ist es nie zu spät, analog zum dem Motto, das sich Hawaiian Legacy Hardwoods auf die Fahnen geschrieben hat (Chinesisches Sprichwort): The best time to plant a tree is 20 years ago. The second best time is now.

Ist eine App wirklich besser als E-Mail? Ein Experiment mit der App von additiv.

Donnerstag, 13. November 2014
von Christian Ruf in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Jedes Unternehmen braucht sofort, jetzt und am besten noch heute eine App, um mit den Kunden zu kommunizieren, um Geschäftsprozesse zu unterstützen oder um mit sonstigen Stakeholdern zu interagieren.

 

Braucht es das wirklich? In welchen Situationen bietet eine App echte Mehrwerte gegenüber bewährten Praktiken? Wir erlauben es uns, diese etwas ketzerische Frage zu stellen und untersuchten in einem Experiment, inwiefern die Studienteilnehmenden die App gegenüber E-Mail bevorzugten.

 

Die App wurde uns von additiv zur Verfügung gestellt. Bei der Gestaltung und der Nutzerführung orientierte sich additiv an gängigen Erfolgsbeispielen aus der Branche und legte insbesondere auch grossen Wert auf Einfachheit und Sicherheit. Die 34 Experimentteilnehmenden durchliefen Teile eines Vermögensberatungsprozesses. Die Teilnehmenden wurden in 2 Gruppen aufgeteilt und erhielten jeweils in umgekehrter Reihenfolge identische Informationen einmal klassisch per E-Mail und das andere mal per App ausgeliefert. 

 

 

Die Befragungen zeigen dabei gemischte Resultate. Während die Teilnehmenden mit der App wesentlich zufriedener waren als mit der E-Mail, konnte aber mit der mobilen Version das Vertrauen in die Dienstleistung und auch die zukünftige Nutzungsabsicht nicht merklich positiv beeinflusst werden. 

 

Einschränkend ist inbesondere der Faktor, dass es sich bei den Teilnehmenden um Studierende der Universität Zürich und der Universität St.Gallen handelte und somit nicht repräsentativ ist. Trotzdem veranlassen die Resultate dazu, sich genauer Gedanken zu machen, in welchen Anwendungsszenarien eine App effektive Mehrwerte schaffen kann. Einfache Bedienung, schöne User Experience und ein sicheres Login alleine reichen wohl nicht aus, um die Verbreitung von mobilen Applikationen voranzutreiben. 

E-Mails vom Arbeitsplatz verbannen

Donnerstag, 13. November 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Jedem ist klar, dass E-Mails Produktivitätsvernichter sind und wir täglich mit viel zu vielen überflüssigen Mails in unserem Posteingang konfrontiert sind. Das Problem ist alt und Lösungen gibt es zuhauf – wie z.B. das E-Mail-Programm nur zweimal täglich ein zu schalten – aber wirklich nachhaltig hat sich nichts bewährt.

 

Die Beratungsfirma Atos Consulting hat daher 2011 das Ziel herausgegeben eine „zero e-mail company“ zu werden. Eine Methode war z.B. Projektkommunikation auf Kollaborationsplattformen, wie z.B. Jive, auslagern. Nach ihrer Umfrage können digitale Technologien wie Social Media und Cloud-basierte Lösungen dabei helfen, mit nötigen Informationen auf dem neuesten Stand zu bleiben und neue Informationen zu finden. Wobei aber auch bedacht werden muss, dass sich nicht jede technologische Lösung für jedes Problem eignet. Wichtig ist daher, das richtige Tool für die jeweilige Aufgabe zu finden. Und genau das ist die Herausforderung. Denn nur weil sich E-Mail etabliert hat, heisst es nicht, dass es die beste Lösung ist. Das Whitepaper zu diesem Thema ist hier nachzulesen.  

 

Auch diese Ansätze sind nicht neu und auch hier stellt sich die Frage, wie ein solcher Kulturwandel nachhaltig implementiert werden kann. Denn die genaue Umsetzung und Erfahrungswerte fehlen in dem Bericht. Aber es zeigt auf jeden Fall auf, dass das Ziel, E-Mails vom Arbeitsplatz zu verbannen nicht nur mit der Einführung einer neuen Plattform erreicht werden kann, sondern als ein grösser angelegtes Transformationsprojekt begriffen werden muss. Vor allem mit dem Eintritt von mehr und mehr Digital Natives in Unternehmen werden neue Wege der Kommunikation und Kollaboration Einzug halten. Veränderte Verhaltensweisen von Digital Natives und ihren Einfluss auf Organisationen haben Robert M. Mason, Karine Barzilai-Nahon und Nancy Lou in einer explorativen Studie untersucht.

 

Artikelbild "Today's Workplace" von Johan Brook, lizenziert unter CC BY-SA 2.0

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Prof. Dr. Andrea Back

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