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Mobile BusinessReader Q4/2014

Dienstag, 10. Februar 2015
von Sabine Berghaus in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Ein bisschen zu spät, aber hier folgt der Mobile Business Reader Q4/2014 mit ausgewählten neuen Publikationen aus dem Bereich Mobile Business. 

 

Mobile Enterprise

 

Chung, S.; Lee, K.Y.; Kim, K. (2014)
Job performance through mobile enterprise systems: The role of organizational agility, location independence, and task characteristics
Information & Management Vol.51, Iss. 6, pp.605-617
 

Diese Studie untersucht wie Arbeiter ihre selbstempfundene Arbeitsleistung durch den Einsatz von Mobile Enterprise Systems (MES) verbessert haben. Die Ergebnisse  deuten darauf hin, dass Arbeiter in einem sehr agilen Umfeld, positiv auf MES reagieren und eher dazu neigen, diese gewohnheitsmässig zu benutzen.

 

 

Fischer, Nikolaus; Smolnik, Stefan (2014)
Blessing or Curse ? Towards an Integrated Framework of the Net Effect of Mobile IS / IT Use in Organizations
Proceedings of the 35th International Conference on Information Systems (ICIS 2014)
 

Diese „Research-in-Progress“ Studie untersucht die positiven und negativen Effekte die in Unternehmen durch den Einsatz von mobilen Technologien entstehen. Zu den positiven Effekten gehören z.B. die Verfügbarkeit von Informationen oder die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Als negative Effekte werden u.a. Stress und Information Overload genannt.

 

 

Picoto, Winnie Ng; Bélanger, France; Palma-dos-Reis, António (2014)
An organizational perspective on m-business: usage factors and value determination
European Journal of Information Systems, Vol. 23, Issue 5
 

Die Autoren untersuchen den Einfluss von mobilen Technologien auf Unternehmen, vor allem in welchen Bereichen mobile Technologien nach der Einführung entscheidend zur Wertschöpfung beigetragen haben, z.B. Marketing und Sales, interne Betriebsabläufe und Beschaffungswesen.

 

 

BYOD

 

French, Aaron M; Guo, Chengqi; Shim, J.P. (2014)
Current Status, Issues, and Future of Bring Your Own Device (BYOD)
Communications of the Association for Information Systems, Vol. 35, Art. 10
 

Dieses Paper fasst die Ergebnisse einer Paneldiskussion mit Professoren von amerikanischen Universitäten  zu den Vorteilen, Status Quo und Herausforderungen von BYOD zusammen. Dabei wird ein Augenmerk auf bestehende Policies geworfen und verschiedene Punkte herausgearbeitet, die Firmen bei der Einführung beachten sollten.

 

 

Koch, Hope; Zhang, Sixuan; Giddens, Laurie; et al. (2014)
Consumerization and IT Department Conflict
Proceedings of the 35th International Conference on Information Systems (ICIS 2014)
 

Die Autoren untersuchen den Umgang mit Consumer-Geräten und –Anwendungen mit Hilfe von Case Studies in drei Unternehmen aus Sicht der IT Abteilung. Dabei identifizieren sie verschiedene Stadien der Integration und typische Konflikte, die im Zusammenhang der Consumerization mit  IT-Abteilungen auftreten. 

 

 

Mobile Business Intelligence

 

Tona, Olgerta; Carlsson, Sven A. (2014)
The Mindfulness and Mindlessness in Mobile Business Intelligence Adoption
23rd International Conference on Information Systems Development (pp.23.30)
 

Diese Studie untersucht die Motivatoren für die Einführung von mobilen Business Intelligence Lösungen. Dabei spielen sowohl externe Faktoren, wie das Vorhandensein einer Vision, als auch interne Faktoren, wie die Begeisterung von Führungspersonen und Nutzern eine wichtige Rolle. 

 

 

Neue Veröffentlichungen auf der HICSS 2015

Dienstag, 10. Februar 2015
von Sabine Berghaus in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

 

Im Rahmen der Hawaiian International Conference of System Sciences wurden im Januar 2015 neue Forschungsergebnisse von  unserem Lehrstuhl publiziert. In der Publikation von Christian Ruf und Andrea Back wurden Design-Requirements für Mobile Financial Advisory Services erarbeitet. Sabine Berghaus und Andrea Back untersuchten in ihrer Forschungsarbeit Anforderungen für den Einsatz von Wearable Technology in Fahrzeugen. Dieses Paper war ausserdem im Track "Decision Analytics" für den Best Paper Award nominiert. 

Kolumne: Die Webdienstgeister, die ich rief...

Montag, 15. Dezember 2014
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 1 Kommentar

... wie werde ich sie bloss wieder los? In meinem Forschungssemester hat sich zwar die Anzahl der Arbeits-Mails reduziert, aber dafür macht sich eine neue Spezies in meinem Eingangsordner breit. Diese Mails stammen von den vielen für meine Reisen und Aufenthalte hilfreichen Webdiensten. Da kommt ganz schön was zusammen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zum Beispiel die Fluggesellschaften mit ihren Meilenbonusprogrammen, Autovermietungs- und Hotelbuchungsportale, Webdienste für die private Wohnungsvermietung ebenso wie die von gewerblichen Wohnungsmaklern, Online-Einkaufszentren und Bewertungsportale. Und die alle sind ganz schön geschwätzig. Andauernd machen sie mir Angebote, die ganz und gar nicht meine Bedürfnisse widerspiegeln, erzählen mir, was andere bei ihnen für Schnäppchen gemacht haben, oder weisen mich darauf hin, dass jemand auf meine Social-Media-Äusserung reagiert hat.
 
Man fühlt sich regelrecht verfolgt, aber hat dem ja durch die Weitergabe der E-Mail Tür und Tor geöffnet. Sogar wenn man in einem ganz normalen physischen Laden einkauft oder wie beim Telekom-Anbieter am Selbstbedienungsautomaten sein Prepaid-Telefon auflädt, wird man gefragt: wollen Sie den Kassenzettel per Mail zugesandt haben? Dann bitte hier die E-Mail eingeben. NEIN - will ich nicht!
Natürlich hätte ich mir für all das eine eigene E-Mail-Identität zulegen können, für die ich dann einfach den Ausknopf hätte klicken können, aber wer hätte gedacht, dass es so viele Webdienste werden würden? Mein Tipp: Machen Sie es besser. Es ist nämlich ziemlich aufwendig, in jedem einzelnen Dienst erst mal die Preferences oder die Möglichkeit fürs Löschen des Accounts zu finden oder zumindest bei den E-Mail-Abonnements, wo es geht, NEIN anzukreuzen.Trotz der Nerven, die mich die Segnungen des modernen Web gekostet haben, bin ich insgesamt natürlich enorm dankbar dafür, wie einfach man so seine Anliegen organisieren kann. In einer Aus- oder besser Anderszeit kann man sich von vielem abnabeln, aber definitiv nicht vom Internet, ist jedenfalls mein Fazit.
 
Ich habe hier in den USA auch die Erfahrung gemacht, dass man sich auf leistungsfähigen Internetzugang und WLAN-Verfügbarkeit absolut verlassen kann. Das kann man selbst von guten Unterkünften in Zentraleuropa nicht behaupten. Selbst im Baumhaus, an der abgelegenen Nordküste von Oahu, hat man Internet. Und im  Volcano Nationalpark, wo eine Holzhaussiedlung keinen Anschluss an zentrale Wasserversorgung hat und man das Regenwasser auffängt, sind schnelles Internet und WLAN selbstverständlich. Das wünsche ich mir auch hierzulande. Und dann habe ich noch einen Weihnachtswunsch an die Technik: Bitte endlich ein Gerät, auf dem man Websites - nicht nur Buchseiten - auch im Tageslicht der freien Natur lesen kann. 
 
Artikelbild von William Beutler, lizenziert unter CC BY 2.0

Online Self-Assessments an Universitäten

Freitag, 12. Dezember 2014
von Ivan Marijanovic in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Die schweizerischen Universitäten ächzen unter den steigenden Studentenzahlen. Jedes Jahr melden sich mehr neue junge Leute voller Hoffnung an einer der zwölf Bildungsanstalten an. Viele merken allerdings ziemlich schnell, dass sie nicht ganz die richtige Studienwahl getroffen haben und nicht wenige brechen das einst so toll erscheinende Studium nach den ersten Semestern wieder ab.

 

Die schweizerische Bildungslandschaft kennt ausser der Maturität keine Zulassungsvoraussetzungen, so ist die oben genannte Entwicklung kaum erstaunlich. Dass die Studierenden, die sich in der Studienwahl irren, die Infrastruktur und die Finanzen der Hochschulen belasten, ist dabei eine logische Folge.

 

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben in letzter Zeit einige Universitäten begonnen, auf sogenannte Online-Self Assessments zu setzen. Es handelt sich dabei um eigens für die Evaluation der kognitiven und persönlichen Fähigkeiten entwickelte Fragebögen, die den Studieninteressierten helfen sollen, die richtige Entscheidung zu treffen.

 

Die Universitäten Freiburg und Zürich gehören hier zu den Vorreitern. Potenzielle Mediziner und Psychologen können hier noch, bevor sie einen Fuss in die Universität gesetzt haben, herausfinden, ob sie das notwendige Rüstzeug für ein solches Studium mitbringen. Getestet werden beispielsweise bei den Medizinern auch die emotionale Stabilität und das Durchhaltevermögen bzw. Organisationsfähigkeit eines Kandidaten.

 

Die Verantwortlichen erhoffen sich so, die überfüllten Hörsäle ein wenig entlasten zu können. Dies ist ein wunderbares Beispiel, wie mit modernen Evaluationstools ein konkretes Problem im Alltag gelöst werden kann. Dass Online Self-Assessments kein Allheilmittel sind und keineswegs die klassischen Entscheidungshilfen ersetzen können ist aber auch klar, handelt es sich dabei doch nicht um eine grundlegende psychologische Analyse, sondern eben um eine Art erste Hilfe.

 

Zumindest aber diejenigen, die im ins Auge gefassten Studium ganz fehl am Platz wären, werden dadurch möglicherweise aussortiert, so dass mehr Ressourcen für die motivierten und engagierten Erstsemestler/-innen zur Verfügung stehen.

 

Artikelbild "Hanover Institute Inorganic Chemisty Lecture Hall" von ChristianSchd, lizenziert unter CC BY-SA 3.0.

ApplePay: Durchbruch für NFC?

Freitag, 12. Dezember 2014
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Schon früher dieses Jahr berichteten wir über Mobile Payment. Seither hat sich in diesem Bereich einiges getan. Als eine der wichtigsten Entwicklungen ist sicherlich die Vorstellung von Apples neuem Bezahlsystem Apple Pay letzten September anzusehen.

 

Dabei geht es um die langersehnte Nachrüstung der NFC-Funktion bei der letzten Version von Apples Smartphone. Apple hat dabei die drei grössten Kreditkartenanbieter (Visa, MasterCard und American Express) mit an Land gezogen. Das Besondere an Apples neuer Bezahlfunktion scheint in typischer Apple-Manier die Bedienungsfreundlichkeit zu sein. Die Nutzerinnen und Nutzer können ihre Kreditkarten ganz einfach abfotografieren und so in das Passbook-App aufnehmen.

 

Die berechtigte Frage hierbei ist die Sicherheit: Wo werden die Kreditkartendaten gespeichert? Kann das Unternehmen so auf das Kaufverhalten ihrer Kunden schliessen? Henning Steier von der NZZ beruhigt uns, denn Apple verspricht, dass die Daten lediglich auf dem Gerät selber und nicht in ihrem iCloud-Service gespeichert werden. Eine bloss lokale Speicherung verhindert oder erschwert zumindest den unautorisierten Zugriff bedeutend. Die Sicherheit wird durch den Fingerabdruck-Scanner noch weiter verstärkt, kann eine Bezahlung doch nur ausgelöst werden, solange der richtige Finger am Gerät ist.

 

Dies ist gegenüber konventionellen NFC-Chips, welche sich heutzutage nahezu auf allen Kreditkarten befinden, sogar ein Vorteil. Das Bezahlsystem soll sich zudem auch für Online-Einkäufe nutzen lassen. Damit wird klar, dass Apple langfristig das iPhone als Portemonnaie-Ersatz sieht. Damit dies funktioniert, muss ApplePay aber als Zahlungsmittel überall eingesetzt werden können. Dabei könnte Apple Schützenhilfe von ihrem Partner MasterCard erhalten, welcher bis 2020 alle Terminals in Europa, die MasterCard und Maestro unterstützen, mit ApplePay-fähigen NFC-Empfängern ausrüsten will. Dies könnte – zusammen mit Apples hohem Marktanteil hierzulande – dazu führen, dass sich das neue Bezahlsystem in der Schweiz rasch verbreitet.

 

Die Vorteile eines solchen Systems dürfte auch für die hiesigen Detailhändler erkennbar sein, würde sich dadurch der Bezahlvorgang gegenüber der klassischen Pin-Eingabe doch beschleunigen. Die Entwicklung in den USA, wo ApplePay bereits eingesetzt wird, kann dann ein Fingerzeig für die Situation in Europa und der Schweiz sein  ob da Apple der Durchbruch gelingt, wird sich zeigen.

 

Artikelbild "Mobile payment 01" von HLundgaard, lizenziert unter CC BY-SA 3.0.

 

 

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Prof. Dr. Andrea Back

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