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Aufwachen mit Neuro:On

Sonntag, 15. März 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Wer kennt es nicht? Als wäre Aufstehen an sich nicht schon mühsam genug, dröhnt der Wecker wie ein Vorschlaghammer und raubt einem dadurch die letzte Motivation, sich aus dem Bett zu zwängen.

 

Nun gut, es mag nicht jedes Mal gerade so anstrengend sein. Bekannterweise hängt es sehr von der Schlafphase ab, wie fit man sich am Morgen fühlt.

 

Seit einiger Zeit versuchen sogenannte Schlafphasenwecker dabei Abhilfe zu schaffen. Und auch die Smartphone- und Appindustrie bemüht sich mit geeigneten Apps an die Kunden zu gelangen. Mit dem Aufkommen von Wearable Technology war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten „intelligenten“ (d.h. solche die mit Smartphones kommunizieren können) Schlafphasenwecker entwickelt werden.

 

Ein Beispiel dafür ist Neuro:On. Dieser Wecker kommt in Form einer Schlafmaske daher. Mit Hilfe von Elektroden und Beschleunigungssensoren misst das Gerät Augenbewegungen und andere Körperfunktionen und bestimmt so die Schlafphase. Der Träger der Schlafmaske wird durch eine Art simulierten Sonnenaufgang geweckt. Dadurch entfällt komplett die Notwendigkeit eines eigentlichen Weckers.

 

Glaubt man Andy Boxall von DigitalTrends, scheint dies schon ganz ordentlich zu funktionieren. Das Produkt kommt im dritten Quartal 2015 auf den Markt und man darf gespannt sein, ob es sich zu behaupten weiss.

 

Artikelbild „Sleep Matters“ von Navy_NADAP, lizenziert unter CC BY-NC-ND 2.0

Unsere Linktipps im März

Sonntag, 15. März 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Leseempfehlungen | 0 Kommentare

Quo vadis?

Das selbstfahrende Auto nimmt immer mehr Gestalt an. Nun soll es sogar quer durch die USA fahren. Ganz alleine. Mehr dazu finden Sie bei Wired.

 

Die 5. Generation

Kaum ist das 4-G Netz weit verbreitet, wird schon an dessen Nachfolger geforscht. Hier können Sie genaueres dazu nachlesen.

 

Sicherheit zuerst

An Sicherheitsstandards wird ständig weiter gefeilscht. Mittlerweile wird sogar die menschliche Stimme dafür verwendet. Wie das geht, zeigt uns die FAZ.

Weiterkommen mit Digital Badges

Sonntag, 15. März 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Ein neuer Trend, der sich in letzter Zeit immer mehr zu verbreiten scheint, sind Digital Badges. Übersetzt würde man auf Deutsch wohl „Digitale Abzeichen“ sagen. Die Inspiration für solche Digital Badges oder eben Abzeichen kommt ursprünglich aus dem militärischen Bereich. Dort erhalten Angehörige Abzeichen für Fähigkeiten, militärische Ränge oder sonstige Verdienste.

 

Digital Badges tun in etwa dasselbe, nur eben virtuell. Ihren Ursprung haben sie in den Gaming- und Onlineforum Communities. Digital Badges wurden zunächst benutzt, um Benutzern oder Spielern eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen oder ihren Status innerhalb der Gemeinschaft festzuhalten. So sind in Onlineforen digitale Abzeichen schon lange gang und gäbe: z.B. erhalten Benutzerinnen und Benutzer neue Abzeichen wenn sie eine bestimmte Anzahl von Beiträgen im Forum geschrieben haben.

 

Digital Badges basieren eigentlich auf demselben Prinzip. Sie gehen jedoch viel weiter. Die Idee ist, dass Fähigkeiten auch aus der nicht-virtuellen Welt ihre Entsprechung in einem Badge finden. Das Ziel ist, ein möglichst einheitliches System zu schaffen, welches uns ermöglichen sollte, die Fähigkeiten und das Können einer Person auf den ersten Blick zu erkennen.

 

Anders als traditionelle Fertigkeiten wie z.B. Universitätsabschlüsse oder Nachdiplomstudien, gibt es heutzutage zahlreiche sog. „Micro-Credentials“. Es kann sich dabei um Weiterbildungskurse innerhalb eines Betriebs handeln oder um sonstige Zusatzausbildungen. Der springende Punkt ist, dass solche kleinen Fähigkeiten oft kaum branchen-oder betriebsübergreifend anerkannt sind. Dennoch können sie sehr viel über das Potenzial einer Person sagen. Eine Einbettung in ein Digital-Badge-System könnte dazu führen, dass solche Fertigkeiten besser und weiter anerkannt werden.

 

Eine gute technische Plattform dazu bietet Mozilla Open Badges. Zusammen mit der MacArthur Foundation und anderen betreiben sie die sog. Badge Alliance, um die Verbreitung und Akzeptanz dieses Assessment-Tools voranzutreiben. Sie streben eine breite Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Universitäten, Schulen und anderen Bildungsinstitutionen an, um dies zu erreichen.

Digital Badges können eine Bereicherung für jeden Lebenslauf sein, indem man durch diese seine Fähigkeiten aufzeigen kann, die sonst wohl kaum Platz finden würden.
Ein kleines Problem bleibt jedoch bestehen: da es sich um eine relativ offene Plattform handelt, gibt es auch unzählige Varianten von Digital Badges. Damit sie aber wirklich ihr Versprechen halten können, muss sich ein gewisser Standard etablieren – was jedoch seine Zeit braucht.

 

Artikelbild "Open Badges" von Anyashy, lizenziert unter CC BY 2.0.

Aktuelles aus der Arbeit von Prof. Back - Für die Öffentlichen Vorlesungen darf es ein Prezi sein

Freitag, 13. März 2015
von Elsy Zollikofer in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

Letzte Woche gab Prof. Dr. Andrea Back im Öffentlichen Vorlesungsprogramm Einblick in ihre aktuelle Forschung. Der Vortrag ist Teil der Reihe "Verstehen des digitalen Zeitalters". Das Thema war ihr Ansporn, es wieder einmal mit Prezi, statt Powerpoint, anzupacken. Diese Präsentation können auch Sie sich ansehen. Nur mit Redetext ist sie aussagekräftig; deshalb, wer Interesse am Vortragstext hat, diesen bitte E-Mail an andrea.back@unisg.ch anfragen.

 

 

Kolumne: The Next Big Thing - Nicht in MEINEM Koffer

Montag, 16. Februar 2015
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 2 Kommentare

 

Ich packe meinen Koffer - aus. Denn seit Kurzem bin ich vom Forschungssemester zurück. Was kommt da alles zum Vorschein, wenn man viel Zeit in Honolulu verbracht hat? Natürlich was bei allen Touristen beliebt ist: Ein Aloha-Shirt, ein Shell Lei und ein Textil Lei - die verblühen nicht -, und ein Koaholzarmreif. Aber etwas enorm Beliebtes, ja "The Next Big Thing", ist nicht darunter. Ich besitze bis heute keinen Selfie-Stick. Vor allem die Besucher aus Asien waren kaum je ohne diese Halter für ihre Smartphones und Action-Cams anzutreffen. Der Sonnenuntergangsspaziergang am Strand, das Promenieren auf der Einkaufsstrasse, die Wackelübungen auf dem Surfbrett, das Stehenbleiben bei den Strassenkünstlern - jede, selbst die banalste Aktivität wird gefilmt. In Waikiki ist man es sich ja gewöhnt, auf Filmteams zu treffen - Hawaii Five-O zum Beispiel wird nach über 100 Episoden laufend weiter gedreht. Dass man nun aber jederzeit und allerorten nicht nur den ohrhörerzugestöpselten Selbstvergessenen, sondern auch den egozentrierten Selfie-Filmern aus dem Kollisionskurs gehen muss, ist sehr gewöhnungsbedürftig.

 
Das Phänomen kommt unaufhaltsam auch auf uns zu. Die FAZ vom 15.01.2015 schreibt in ihrem Artikel "Der grosse Erfolg der Selfie-Stäbe", dass sie die Renner der Saison und vielfach ausverkauft waren. Ohne mich, sage ich. Nicht dass ich etwas gegen Handy-Selbstporträts hätte. Nur: Werden die Fotos nicht viel witziger, wenn man sich mit dem eigenen Arm als Teleskopstange fürs Selfie verrenken muss, ganz zu schweigen von der Gelegenheit, anderen Leuten richtig nahe zu kommen, wenn man für ein Selfie-Gruppenbild nahe zusammenrücken muss? Und auch die Eisbrecherfrage von anderen Touristen: "Soll ich ein Foto von Ihnen machen?" möchte ich nicht missen. Ist es nicht ein schönes Element der Völkerverständigung, wie vertrauensvoll man sein geliebtes Device einem Fremden in die Hand gibt? Und wie nett ist es, wenn sich daraus noch ein anregendes Gespräch ergibt. 

Bloggerin

 

 

Prof. Dr. Andrea Back

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