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Kolumne: Jetzt hört es aber auf

Donnerstag, 16. April 2015
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 2 Kommentare

Ich möchte meinen Kaffee anonym kaufen! - antworte ich der Verkäuferin mit einem angestrengten Lächeln! Mir platzt nämlich fast der Kragen, wenn ich jedes Mal beim Bezahlen im Nespresso-Laden nach meiner Kundennummer gefragt werde. Die Zusatztransaktion stiehlt mir wertvolle Millisekunden, reisst mich aus meinem von den Röstaromen angeregten Trancezustand, und überhaupt: Wozu diese Datensammelei? Was soll MIR das bringen, wenn die meinen, dadurch über ein Profil meines Quantified-Coffee-Self zu verfügen?

 

Seufz: Der Mensch ist halt ein Jäger und Sammler. Und da Unternehmen aus Menschen bestehen, sind die das zwangsläufig auch, da muss man Verständnis haben. Es geht um tief in unserem Erbgut verankerte Triebe. Damit Sie mich richtig verstehen. Triebe kann man ausleben - und sein Hirn trotzdem eingeschaltet lassen. Ist die Kombination von beiden nicht sogar schöner? Aber die Datensammelei nimmt mehr und mehr Züge der Besinnungslosigkeit an. Die Innovations-Denker von Mattel  z.B. haben eine neue Generation von sprechender Puppe ersonnen, die "Hello Barbie". (FAZ 18.3.15, S. 13: Mir kannst du es doch erzählen). Sie kann nicht nur sprechen wie schon Puppen zu meiner Kinderzeit, sondern sie antwortet verstehend und kann sogar selbst autonom Fragen stellen. Das ist kein Aprilscherz der Technikszene, das habe ich extra abgeklärt. Ihr Puppenhirn lagert auf den Servern des Start-ups Toytalk, d.h. die hören auch mit, was ein Kind seiner Vertrauten ausserhalb der Erwachsenenwelt mitteilt und geben es freimütig an Produktverbesserungsentwickler weiter. Der innovative Serviceaspekt aus Kundenperspektive ist, dass auch die Eltern das Gesprochene mitbekommen, wenn sie der Verlockung erliegen, sich das Gespeicherte anzuhören und neugierig auf die Analytics sind. Schöne neue Kinderzimmerwelt, oder sprudeln Sie etwa vor Nutzungsideen und fühlen sich als Kunde beglückt? Also ich sage: Jetzt hört es aber mal auf. Hirn wieder einschalten - ihr wart doch auch mal Kinder und denkt mal an eure eigenen Kinder!

 

Artikelbild: http://pixabay.com/de/brainstorming-denken-verkehrszeichen-413156/

Was ein Firmenkundenbetreuer im Banking über Digital Transformation wissen sollte

Mittwoch, 15. April 2015
von Andrea Back in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

Bei einem Kundenanlass von Helbling in Zürich hatte Prof. Dr. Andrea Back Gelegenheit, für diese Zielgruppe einen Vortrag zum Thema "Digital Transformation" zu gestalten. Ihr Kollege von der ETH sprach über Industrie 4.0; er brachte als Anschauungsmaterial die Virtual-Reality-Brille zum Selberbasteln mit (man spannt darin sein Smartphone ein), die auf dem Foto zu sehen ist.

 

Die neun Dimensionen des am Lehrstuhl kürzlich entwickelten Digital Maturity Model (Dokumentation zum Download) bildeten das inhaltliche Gerüst. Die Herausforderung war, bei den Beispielen solche zu finden, mit denen sich auch KMU identifizieren können und die nicht nur von grösseren Unternehmen und Konzernen umgesetzt werden. Schauen Sie selbst, was Frau Back bisher gesammelt hat. Wenn Sie gute KMU-Beispiele kennen und weitersagen möchten, gerne: sie sind für unsere Lehre sehr willkommen. E-Mail: andrea.back@unisg.ch

 

 

 

Lehrfallstudie Zero E-Mail: Unterrichten mit Fragen macht Spass

Mittwoch, 15. April 2015
von Andrea Back in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

An führenden Business Schools werden Lehrfallstudien im Harvard-Stil unterrichtet. Das nennt sich Case Method Teaching. Während typische Lehrvorträge, die Fallstudien behandeln, Konzepte, Methoden und Lösungen für die Problemstellungen vorstellen, ist genau das bei Teaching Cases tabu. Die Studierenden sollen durch geschicktes Fragen, Kommentieren und Nachfragen zum intensiven Nachdenken angeregt werden und SELBST Lösungsmöglichkeiten erarbeiten. In einem Workshop an der Nextcc15-Konferenz hat Professorin Andrea Back diese Methode erstmals konsequent angewendet und ist davon begeistert. Die vom Unternehmen Atos lancierte “Zero eMail Initiative” ist natürlich auch ein Thema, das alle berührt und sich für streitbare Diskussionen eignet. Hier ihre Prezi-Präsentation. Der Teaching Case mit Teaching Notes sind beim Portal The CaseCentre zur Publikation eingereicht. Und noch etwas: Wenn Sie Interesse haben, als Person aus der Unternehmenspraxis Rückmeldung zu den Zwischenergebnissen unseres Technostress-Forschungsprojekts zu geben, melden Sie sich bei andrea.back@unisg.ch.

 

 

Jetzt Anmelden: Mobile Business Forum und Award

Dienstag, 14. April 2015
von Sabine Berghaus in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

 

Am 03. Juni werden die Themen Mobile Business und Digital Transformation auf dem Mobile Business Forum diskutiert. Bis zum 30. April können Sie noch von unserem Frühbucherrabatt profitieren! Ausserdem werden Einreichungen für den Mobile Business Best Practice Award noch bis 22. April entgegen genommen. 

 

Folgende Highlights erwarten Sie auf dem Forum ausserdem: 

  • Anwender-Keynotes von Andreas Fitze, CIO der RUAG, und Patrick Warnking, Country Director von Google Schweiz. 
  • Keynote von Prof. Dr. Andrea Back und Sabine Berghaus zu den neuesten Forschungsergebnissen aus dem Kompetenzzentrum Mobile Business. 
  • Interaktive Breakout-Sessions von unseren Partnerunternehmen ipt, Namics und HP
  • Paneldiskussion mit Vertretern von Swisscom, Helbling Business Advisors, Ex Libris, SBB, Credit Suisse und Microsoft. 
  • Mobile-Business-Innovationen mit den Themen Enterprise Wearables (Vandrico), App-Analytics (Priori Data) und iBeacon Case (MONS Consulting). 
  • Am Vorabend des Forums am 02.Juni erwartet Sie ein Kamingespräch und ein interaktives Event zum Thema "Connected Bike" mit Stromer. 
  • Verleihung des Mobile Business Best Practice Awards. 

Alle Informationen zum Forum und zum Award finden Sie auf www.mbforum.ch. 

 

Digital Living

Montag, 13. April 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Die digitale Revolution erfasst mittlerweile nahezu jeden einzelnen unserer Lebensbereiche. Auch unsere eigenen vier Wände sind davon nicht verschont geblieben. Die Zeiten, in denen uns digital vernetzte Häuser und von Computer gesteuerte Wohnungen als Science-Fiction vorkamen, sind definitiv vorbei.

 

Das digitale Haus begrüsst heutzutage seinen Bewohner schon an der Eingangstüre mit einem Gruss aus dem 21. Jahrhundert. Anstatt einen mechanischen Schlüssel in ein Schloss zu stecken, lässt sich „Home-Sweet-Home“ heutzutage mittels App oder noch besser mit dem Fingerabdruck entriegeln. 

Einmal eingetreten, geniesst man die angenehme Temperatur, welche durch ein digitales Thermostat wie z.B. Nest schon im Vorherein eingestellt wurde und nebenbei natürlich durch eine intelligente Zeitschaltuhr einiges an Energiekosten spart.

 

Doch damit nicht genug. Auch die Beleuchtung im digitalen Haus lässt sich nicht nur mittels Lichtschalter bedienen. Ein Beispiel dafür sind die Produkte von Phillips (Hue), welche auch unsere Lampen und Glühbirnen in das 21. Jahrhundert katapultieren.

 

Für angenehme Erfrischung und Verpflegung sorgt im Zeitalter des Internets der intelligente Kühlschrank, der dank Touchscreen, Wi-Fi und Bluetooth schon vor einem selber weiss, worauf man Lust hat oder welche Nahrungsmittel die besten Nährwerte enthalten.

 

Doch Halt! Auch Entspannung funktioniert 2015 auf Knopfdruck. So lässt sich beispielsweise die Badewanne bereits aus dem Büro oder vom Arbeitsweg aus füllen und auf die gewünschte Temperatur bringen.

 

Es ist schon erstaunlich, wie viel dieser Tage auch in unseren Wohn-, Schlaf- und Badezimmern möglich ist. Manche mögen es lieben, andere als unnötige Technologie-Überflutung ablehnen. Die Wahrheit liegt wie so häufig wohl irgendwo zwischendrin. Was aber weder die Technologiepessimisten noch die Optimisten bestreiten können ist: Die Zukunft ist schon lange da!

 

Artikelbild "Photo of a Nest Thermostat in the Bond Building" von Amanitamano, lizenziert unter CC BY-SA 3.0

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Prof. Dr. Andrea Back

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