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Work around the Clock: Möglichkeiten und Grenzen

Dienstag, 13. Oktober 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Schon in früheren Beiträgen unseres Blogs haben wir über alternative Arbeitszeitmodelle berichtet. Heutzutage sind sie nicht mehr wegzugedenken – denn viele Menschen wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten als den klassischen 9-to-5-Job.

Gerade das Homeoffice wird immer beliebter. Dank Skype, Facetime, GoogleDocs und ähnlichen Applikationen lässt sich das glücklicherweise auch gut bewerkstelligen, sodass die Nachteile möglichst klein gehalten werden.

 

Doch auch wer nicht im Homeoffice betreibt, wird häufig auch nach der eigentlichen Arbeit im Büro noch etwas für erledigen: sei es noch kurz eine Mail an den Kunden oder eine rasche Abklärung für das Meeting am nächsten Morgen. Und auch Arbeitgeber wünschen sich immer häufiger den ständig erreichbaren Mitarbeiter. So ist es mittlerweile nicht nur für Mitarbeitende in leitenden Positionen üblich, von ihrem Chef ausserhalb der regulären Arbeitszeiten angerufen zu werden. Dabei spielt auch die Informatik eine immer grössere Rolle. Unter dem Stichwort Mobile Workforce Management wird die gesamte Personaleinsatzplanung der immer mobileren Mitarbeiter über eine Software gemanaged. Und interne Kommunikationsapps in Unternehmen gehören auch je länger je mehr zum Standard. Dies ist an und für sich zu begrüssen.

 

Doch gerade wenn neue Technologien zum Einsatz kommen, scheint es wichtig auch die Grenzen klar zu definieren. Durch sie und die immer höhere Verbreitung von mobilen Endgeräten im Unternehmensbereich verschwimmt stets die Grenze zwischen Freizeit und Arbeitzeit. Es ist nicht der Sinn solcher Applikationen, einen 24/7-Arbeitnehmer zur Verfügung zu haben.

 

Obwohl der Arbeitnehmerschutz in vielen Ländern Ruhezeiten, Pausen und Freizeit vorschreibt, ist eine Kontrolle ob diese auch wirklich eingehalten werden, schwierig. Es liegt aber auch im Interesse des Unternehmers, die Mitarbeitenden nicht zu sehr ausserhalb der normalen Arbeitszeiten zu belasten. Eine solche Dauerbelastung kann im Extremfall genau den gegenteiligen Effekt haben: Anstatt motivierte, ausgeruhte Arbeitnehmer erhält man müde und unmotivierte Mitarbeitende.

 

Am Institut für Wirtschaftsinformatik forscht Frau Barbara Josef zu diesem Thema. Folgender Artikel von ihr liefert die besten Q&As zum mobilen Workforce Management und ist sehr zu empfehlen.

 

Quelle: Pexels.com, lizenziert unter CC0 1.0.

Kolumne: Das Buch in Zukunft - es schlägt zurück

Dienstag, 15. September 2015
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 2 Kommentare

 

 

Mit einem Lehrbuch in der Hand, sitze ich am Schreibtisch. Meine Gedanken beginnen zu wandern. Was ich von ihnen vernehme, klingt wie der Beginn einer Märchenstunde:
Es war einmal ein Buch. Das rühmte sich, ein Lehrbuch an der Uni zu sein. Es war voller Buchstaben und stolz auf sein Papiergewicht. Und es war belesen. Die Digitale Revolution, davon hatte es schon gehört, ja darüber war sogar in ihm selbst zu lesen. Einkaufsbummel, Socializing, Taxis und Unterkünfte buchen, nichts war mehr wie es mal war. Das Lehrbuch aber hatte keine Angst. Es war auch nicht einsam, denn viele Hände berührten es. Dennoch spürte es tief drinnen eine Unruhe. Es erinnerte sich an die Begebenheit, als es sah, wie junge Studierende mit gebannten Mienen auf ihre leuchtenden Tablets schauten und diese frohen Mutes anfassten, ja regelrecht streichelten. Das Lehrbuch wurde eifersüchtig. Zur Selbstvergewisserung schaute es in den Spiegel und was es sah, stimmte es traurig: Keine Farbe, kein Foto, kein Spass. Ihm ward zumute, als wäre es gar nicht recht am Leben. Wie gerne hätte es den #Aufschrei getwittert: WARUM vernachlässigt ihr mich so? Und wenn es nicht gestorben ist, dann lebt es auch noch morgen.


NEIN! Bitte nicht. 
Es ist übrigens gar kein Märchen. Diese Geschichte ist realitätsnah. Was ich in der Hand halte, ist so ein Lehrbuch. Brandaktuell, renommiert - die 10. Auflage hat es schon weit hinter sich gelassen. Und BWL-Bücher dieser Art gibt es viele. (U.a. solche von mir - aber nicht mehr in Zukunft, versprochen.). Auch von Autoren, die in ihrer Forschung die Produkte und Geschäftsmodelle der Digitalen Revolution beschwören, und nicht daran zu denken scheinen, das Buch als innovatives, digitales Produkt oder Service neu zu gestalten.

 
Lassen Sie mich nun zu unserem Märchen-Buch zurückkommen. Als Schluss würde mir ein anderes Happy-End gefallen: Das Buch träumt sich in die Tablet-Zukunft und noch weiter in die 3D-Welt. Und wie die Animation des Illustrators Christoph Niemann zeigt: Dann schlägt es zurück, mitten ins Gesicht des Autors. Wake-up-Call: Jetzt nimm endlich deinen Zauberstab und verwandle mich. Nicht in eine Taube - ein Paradiesvogel will ich sein! So geschah es dann auch - am Ende ward alles gut.

 

(Bild: Christoph Niemann: The Story of my App)

Augmented Learning

Montag, 14. September 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Bereits in früheren Beiträgen haben wir über Augmented Reality (AR) berichtet. AR hat auch im E-Learning-Bereich konkrete Anwendungsgebiete. Dieser Bereich wird Augmented Learning (AL) gennant.

 

Augmented Learning ist eigentlich Lernen mit Hilfe von Augmented Reality. Der Lerner nutzt somit die AR-Technologie, wie z.B. eine Hologrambrille als Instrument zur Aneignung von Wissen. Der wichtigste Punkt ist dabei, dass das Lernen nicht abstrakt auf einem Computer oder mobilen Endgerät stattfindet, sondern die konkrete Situation und die tatsächliche Umgebung mitberücksichtigt  und in das Lernen miteinbezogen wird.

 

Im Prinzip ist AL eine Weiterentwicklung des klassischen Audioguide, wie man ihn schon seit Jahrzehnten aus Museen kennt. Der Unterschied ist, dass nicht nur über das Gehör etwas wahrgenommen wird, sondern eben auch über die Augen oder sogar den Tastsinn.

 

Natürlich benötigt AL zur vollständigen Entfaltung des Potentials High-Tech-Endgeräte wie Hologrambrillen oder Ähnliches, was es heute noch zu einer kostenintensiven Angelegenheit macht. Doch schon Geräte wie Smartphones oder Tablets können dank Kameras und hochauflösenden Displays ein erster Schritt sein.

 

Wer heute schon ein wenig AL ausprobieren möchte, dem sei das App Zooburst empfohlen.

 

Artikelbild "Augmented reality at Museu de Mataró", von Kippleboy., lizenziert unter CC BY ShareAlike 3.0.

P2P Payment-Apps

Montag, 14. September 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Ob im Restaurant, Kino oder Museum: kaum geht es um das Bezahlen einer Rechnung oder Eintrittskarten für mehrere Personen wird es häufig kompliziert. Oft bezahlt in solchen Situationen jemand für alle und muss im Anschluss das Geld „eintreiben“.

 

Da fängt die Quälerei auch schon an: Man hat nicht genug Bargeld oder nicht den exakten Betrag und ein Bankomat ist auch nicht in Sicht. Können hier neue Technologien (namentlich Mobile Payment) Abhilfe leisten?

 

Die Antwort lautet erfreulicherweise: ja. Dies geschieht am einfachsten über sog. Peer-to-Peer-Bezahl-Apps (P2P-Apps). Am besten lassen sich solche Apps als vereinfachtes E-Banking bezeichnen. Meist reicht – nebst der App selbst – die Telefonnummer des Zahlungsempfängers, um Transaktionen zwischen Privatpersonen auszuführen. Geld hin- und herschicken wird somit sehr einfach.

 

Die Apps funktionieren auf bereits existierenden Technologien, namentlich über das mobile Internet. Sie benötigen keine zusätzliche Infrastruktur wie NFC-Chips oder entsprechende Terminals, um genutzt zu werden. Dies macht P2P-Apps besonders attraktiv – gerade auch in Regionen, in denen die Infrastruktur nicht oder nur schwach ausgebaut ist.

 

Aber auch in Gegenden, in denen Infrastruktur kein grosses Problem ist, finden die Apps Anklang. In der Schweiz z.B. haben kürzlich die UBS, ZKB und der SIX-Payment Systems eine gemeinsame P2P-App namens Paymit lanciert. Ebenson haben die Migros-Bank und auch die PostFinance seit längeren P2P-Apps für ihre Kunden im Angebot. Und auch die Credit Suisse bietet in Zusammenarbeit mit der ZKB eine Bezahlapp via QR-Codes an.

 

Die Wirkungen und Nutzen von P2P-Apps hat Business Insider in einem Report umfassend untersucht. Eine lesenswerte Zusammenfassung findet sich hier.

 

Artikelbild "Pile of Cash", von 401 (K) 2012, lizenziert unter CC BY 2.0.

Digital Health dank Watson

Montag, 14. September 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Stellen Sie sich vor, Sie könnten Ihr Smartphone fragen, wie weit sie heute joggen sollen, um ihr Diet-Ziel zu erreichen. Oder Sie informieren sich bei Ihrem Tablett darüber, ob Sie als Diabetiker eine gewisse Mahlzeit einnehmen dürfen oder nicht. Und das Beste: die Geräte geben Ihnen Antwort.

 

Was schon sehr nach Science-Fiction tönt, könnte bald alltäglich sein – und zwar dank dem Supercomputer  IBM-Watson und der App OME von Pathway Genomics. Die Künstliche Intelligenz von Watson wird dazu genutzt, um dem Benutzer der App konkrete Informationen über seinen Gesundheitszustand zu liefern.

 

Das Produkt befindet sich noch einer relativ frühen Phase. Die genaue Funktionsweise ist hier in diesem PDF nachlesbar.

Wer gerne auf dem Laufenden bleiben möchte, kann sich hier in die Interessenliste eintragen.

 

Artikelbild "Doctor", von NEC America, lizenziert unter CC BY 2.0.

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Prof. Dr. Andrea Back

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