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Kolumne: Drohnen und Big Data statt Kuhglocken und Big Sounds

Donnerstag, 15. Oktober 2015
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 0 Kommentare

 

In St.Gallen ist gerade OLMA, unser Oktoberfest. Die Abkürzung stammt von der früheren Bezeichnung Ostschweizerische Land- und Milchwirtschaftliche Ausstellung. Auf dem jährlich wechselnden OLMA-Plakat ist in den meisten Fällen eine Kuh, fast immer mit Kuhglocke, zu sehen. Dieses Jahr nicht, das Sujet ist ein Bund Rüebli. Hat das vielleicht mit der Diskussion um Tierquälerei durch Dezibel und das Gewicht von Kuhglocken zu tun? Will man verhindern, dass die wieder aufflammt? Dazu erhitzten sich nämlich im Sommer die Gemüter sowohl in Bayern "Streit um die Kuhglocke" als auch hierzulande "IG Stiller will Kühe von Glocken befreien". Was man seit gefühlten Ewigkeiten praktiziert und unhinterfragte Tradition ist, wird plötzlich als entbehrlich betrachtet. Einfach so? Oder vielleicht weil sich plötzlich technische Alternativen abzeichnen?

 

Nein, die waren in dem Fall nicht direkt der Auslöser, sondern eine ETH-Studie zum Fressverhalten von Kühen mit und ohne Glocke. Die technischen Innovationen könnten aber sehr wohl der Anstoss sein. Denn die Glocken sind als Ortungshilfe gedacht, um Kühe auf den weitläufigen, manchmal nebel- oder wolkenverhangenen Alpweiden zu finden. Ortung, mit Tracking, geht digital heute ja anders, mit GPS-Halsbändern zum Beispiel. Ein innovativer Bio-Bauer setzt diese schon ein und bietet den Kunden seiner Kuh-Investments sogar an, jederzeit zu verfolgen, wo ihre Lotti gerade wiederkäut. Noch sind diese Halsbänder gar nicht richtig erprobt, da kommt schon die nächste Generation digitaler Lösungen. Der Artikel "Can Drones Play a Vital Role in Hawaii's Future" hat mir die Augen dafür geöffnet, dass diese Flugroboter auch in der Land- und Viehwirtschaft (precision agriculture) nützlich sein können. Voll Neugierde habe ich deshalb das OLMA-Programmheft studiert. Es war aber weder ein Hinweis auf die Kuhglocken-Diskussion noch auf digitale Innovationen zu finden. Ich würde aber wetten, dass sich das bald ändert. Die Digitale Transformation macht auch vor Traditionen nicht halt. Die Tierschützer werden wegen des Glockenthemas nicht ruhen, gerade weil es andere Möglichkeiten gibt. Und ausserdem bieten die digitalen Technologien auch Lösungen für neue Probleme, welche der Tierschutz erst schafft. So gibt es bekanntlich wieder Wölfe in der Schweiz. Die haben sich vor ein paar Tagen erstmals an Vieh herangewagt und ein frisch geborenes Kalb gefressen (Tagblatt Online vom 08.10.). Ein GPS-Halsband würde da wenig helfen, aber eine auf Hütehund programmierte Drohne könnte die Wölfe bestimmt verscheuchen, besser als das Bimmeln einer Kuhglocke.

Empfehlung HR Zertifikatskurs in 4 Modulen

Mittwoch, 14. Oktober 2015
von Andrea Back in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

Der CAS in HR Value Creation wird vom Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St.Gallen, unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Antoinette Weibel, durchgeführt. Dieser dauert 12 Tage und findet in 4 Modulen (plus Methodencoaching) am Weiterbildungszentrum der Universität St.Gallen statt. Dabei lernen Sie: 

  1. wie Human Resource Management entscheidend zur Wertschöpfung in modernen Unternehmen beiträgt;

  2. wie Sie Investitionsprojekte in der Sprache der obersten Unternehmensführung kommunizieren und verkaufen können;

  3. wie Sie durch HR-Evidence «harte Fakten und Zahlen» produzieren und wie Sie mit diesen Zahlen die HR-relevante Seite des Unternehmens greifbar machen;

  4. wie moderne Führungskompetenzen Personalmanagement ergänzen und unterstützen.

Das Seminar richtet sich an Führungskräfte mit mehrjähriger Erfahrung, die sich mit Personal- und Führungsfragen auf strategischer Ebene beschäftigen. Als erweiterter Teilnehmerkreis werden auch Fachkräfte in der Rolle des Strategic und Business Partners, des Change Agents, im Bereich HR Analytics und Gesundheitsmanagement angesprochen.

 

Start ist 12. November 2015. Detaillierte Informationen und Anmeldung finden Sie hier.

 

Unsere Linktipps im Oktober

Mittwoch, 14. Oktober 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Leseempfehlungen | 0 Kommentare

Ein bisschen Datenschutz

Was geschieht eigentlich, wenn die Technik dem Datenschutz einen Strich in die Rechnung macht? Dazu hier mehr.

 

Zurück in die Zukunft

Wie haben sich Menschen vor über 100 Jahren unsere Welt vorgestellt? Die Washington Post hat dazu eine interessante Zusammenstellung gemacht.

 

Überforderung durch Smartphones

Ältere Nutzer sind häufig mit dem Bedienen mit Smartphones überfordert. Wie man dies beim App-Design vermeiden kann, können Sie hier nachlesen.

 

Herumstolpern im Internet

Dienstag, 13. Oktober 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Wir geben es nicht gerne zu, aber es gibt sie trotzdem: Momente in denen wir uns langweilen. Egal wie sehr man bei der Arbeit ausgelastet ist oder wie intensiv die eigenen Hobbies sind – zwischendurch packt jeden Mal die Langeweile.

 

Zugegeben: seit es das Internet gibt, haben sich die Mittel dagegen vervielfacht. Dennoch finden wir uns immer wieder vor denselben Webseiten, auf den gleichen Newsportalen und in den gleichen sozialen Netzen.

 

Dies verhindern kann stumbleupon. Stumbleupon ist eine Art vereinfachte Suchmaschine. Anstatt nach spezifischen Begriffen zu suchen, kann die Nutzerin zunächst ihre Interessen angeben. Dies geschieht mittels einfacher Kategorien wie Psychologie, Sport oder Bücher. Ein Klick auf den Stumble-Button und die Suchmaschine greift sich eine interessante Seite aus dem ganzen Universum des Internets. Man erhält dadurch Zugriff auf etwas, worauf man sonst kaum gekommen wäre. Und anstatt die Zeit mit sinnlosen Youtube-Videos und langweiligen Facebook-Posts zu verbringen kann man genau so gut im Internet "herumstolpern."

Quelle: Pixbay.com, lizenziert unter CC0 1.0.

Industrie 4.0 - (R)Evolution?

Dienstag, 13. Oktober 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Die industrielle Revolution ist schon weit über hundert Jahre her. Die Ereignisse zu dieser Zeit haben massgeblich unsere Wirtschaft, Gesellschaft und Politik geprägt. Die Industrie brachte der sogenannten westlichen Welt – den Industrienationen eben – ihren heutigen Wohlstand.

 

Als Motor unserer Volkswirtschaften stehen auch Industriebetriebe vor grossen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung.

Die Bezeichnung Industrie 4.0 oder „die vierte Revolution“ bezeichnet die zunehmende Verschmelzung von Informatik und traditionellen Industrieprozessen wie der Fertigungstechnik oder Logistik.

 

Längst sind wir uns gewohnt, dass viele Prozesse und Arbeiten von Robotern und Maschinen und nicht von Menschen ausgeführt werden. Vielfach können diese Roboter – auf einer mechanischen Ebene – kaum noch perfektioniert werden. Was aber verbessert werden kann, ist z.B. die Kommunikation zwischen den einzelnen Robotern und Maschinen – Stichwort Internet der Dinge.

Doch nicht nur bei den Maschinen selber schreitet die Informatisierung der Industrie voran.

 

Denn es gibt nach wie vor Bereiche, in denen der Mensch (noch) nicht ersetzbar ist. Dies bedeutet aber nicht, dass hier keine Neuerungen möglich wären. Auch der Faktor Mensch arbeitet im Industriebereich immer mehr mit der Informatik zusammen, so beispielsweise mit Hilfe von Wearables. Ein gutes Beispiel dafür ist ProGlove, ein Handschuh, der z.B. Logistikmitarbeitenden das Scannen von Paketen abnimmt. Ebenfalls ist dank Sensoren die Aufzeichnung von Arbeitsabläufen möglich – so können Fehler zurückverfolgt oder gar vermieden werden.

Einen ersten Eindruck, was sogar mit einem so einfachen Gadget wie einem „intelligenten“ Handschuh möglich ist, können Sie in diesem Video erfahren.

 

Quelle: Wikipedia.org, lizenziert unter CC BY SA 3.0

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Prof. Dr. Andrea Back

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