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Kolumne: Unterrichten - Kochen - Shoppen. FLIPPED geht alles besser

Dienstag, 16. Februar 2016
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 2 Kommentare

 

Von Flipped Classroom bzw. Flipped Teaching haben Sie bestimmt schon gehört. Die übliche Reihenfolge, erst Stoffvermittlung - dann Hausaufgaben, wird dabei vertauscht. Dozenten machen den Einstieg also nicht mit einer "Vorlesung". Man trifft sich, um den zu Hause - z.B. via MOOC - eigenständig erarbeiteten Stoff vertieft zu diskutieren und anzuwenden.

 

Trends sind ja oft Zeitgeist, und nicht einzelne Vorkommnisse. In letzter Zeit hatte ich nämlich den Eindruck, dass FLIPPED als Prinzip auch in anderen Lebensbereichen gilt und mir zur Handlungsmaxime werden sollte.

 

Beim Kochen probiere ich immer gerne mal etwas Neues aus. Cannelloni hatte ich noch nie gemacht. Bis zum Schritt des Füllens der Cannelloni lief alles prima. Dann scheiterte ich jedoch mit zwei Arbeitspraktiken. Die Hackfleischmasse mit dem Teelöffel reinstopfen, erwies sich als langwierig und ausschussträchtig. Die Alternative mit Spritzbeutel produzierte viel Geschirr zum Spülen, funktionierte aber auch nicht; die Füllung war zu dick und blieb stecken. Dann der rettende Gedanke: Youtube weiss doch alles! Und siehe da, 3 Sekunden dieses Videos mit dem Trick "Cannelloni füllen", reichten und das Problem war gelöst.

Die Lehre aus der Geschichte? FLIP it - Lieber gleich Youtooglen, nicht erst nachschlagen, wenn man nicht weiter kommt.

 

Dann noch diese Erfahrung. Nach meinem Seminartag, wie man Video-Abstracts zu seinem Forschungsprojekt, ohne aufwendige Ausrüstung nur mit Smartphone, erstellt, war ich bereit, mir ein Handy-Stativ zu kaufen. Ich zog Ladengeschäfte dem Online-Shopping vor, damit es auch wirklich passte. Das Ergebnis war ein ausgedehnter Stadtspaziergang: Migros Electronics, Interdiscount, Mobile Zone, Swisscom Shop. Alle hatten zwar Selfie-Stäbe, aber kein Smartphone-Stativ. Also doch Webshops, aber da war das Angebot erschlagend. Das führt bei vielen zu Kaufabstinenz. Aus der Sackgasse half mir auch da ein Klick auf "Filme suchen" weiter. Dass man sich das mit einem vorhandenen Stativ selber basteln kann, auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen. Im Schubladen-Gerümpel fand sich ein Stück Muster-Parkett, und das ist jetzt mein Smartphone-Adapter, siehe Foto. Es funktioniert prima, bin vor Freude fast ausgeflipped.

 

Mein Fazit: How-to-Videos sollte man im FLIPPED-Teaching-Modus nutzen: Nicht erst Nachschlagen, wenn man in Problemen feststeckt, sondern vorm Loslegen aufschlauen und gleich umsetzen. Haben Sie nicht auch selbsterlebte Beispiele dafür?

Neue Studie: Wie packen Unternehmen die Digitale Transformation an?

Donnerstag, 11. Februar 2016
von Elsy Zollikofer in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

 

Der erste Teil der Studie von Sabine Berghaus und Andrea Back, die in Zusammenarbeit mit T-Systems Multimedia Solutions angefertigt wurde, bietet die Möglichkeit hinter die Kulissen der Digitalisierung zu schauen. Es wurde anhand von Interviews und Fallstudien untersucht, wie Unternehmen die Strategie für ihre digitale Transformation konkret planen, welche äusseren Einflussfaktoren wichtig sind, welche Aktivitäten koordiniert werden und welche Fehler gemacht wurden. 

 

Die Studie legt den Schwerpunkt nicht auf eine Erklärung des Phänomens der digitalen Transformation oder eine Gesamtuntersuchung des Marktes, sondern bietet anhand von konkreten Erfahrungsberichten Inspiration für jeden, der für sein Unternehmen eine Transformationsstrategie ausarbeitet.

 

Hier finden Sie ein kurzes Interview zu den Studienergebnissen mit Sabine Berghaus und den Download der Studie.

Learn to Fly

Mittwoch, 10. Februar 2016
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Der langersehnte Menschheitstraum vom Fliegen scheint bald zum Greifen nahe. Dank Flugzeugen und Helikoptern kann der Mensch zwar schon lange die Lüfte erkunden. Aber alleine in oder mit einem Fluggerät zu fliegen – das ist bisher nur wenigen zugänglich.

 

Gleich zwei Produkte haben in den letzten Wochen für Aufmerksamkeit gesorgt. So ermöglicht JetPack Aviation ein James Bond gleiches Rumschwirren mit einem Jet Pack, einer Art fliegendem Rucksack. Vergnügen ist dabei vorprogrammiert, wie man im Video unten unschwer erkennen kann.

 

Der Chinesische Dronenhersteller Ehang geht da einen anderen Weg. Ziel ist es, mit einer Drohne einen Menschen von A nach B transportieren zu können und das ohne sein Zutun. Es wäre eine Art Lufttaxi, welches aber ohne Pilot und nur Dank Computersteuerung fliegt. Zudem soll es mit Hilfe leistungstarker Batterien und elektrischem Antrieb auch besonders umweltverträglich sein. Ob ein funktionierender Prototyp vorhanden ist und inwiefern die Ehang-Maschine überhaupt realisierbar ist, ist nach wie vor fraglich, wie The Verge berichtet.

 

Ein kleiner Vorgeschmack sind die untenstehenden Videos dennoch.

 

 

 

 

Mobile Productivity Umfrage - Täglich mehr als 1 Std. Handy-Arbeit so nebenbei

Mittwoch, 10. Februar 2016
von Andrea Back in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

 

Die meisten Leute haben eine überaus glückliche Liaison mit ihrem Mobiltelefon. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter rund 850 Handy-Nutzern, die Wrike, ein Anbieter von Online-Projektmanagement-Software, durchgeführt hat. In der kurzen Slideshare Präsentation "Are You Married to Mobile" erfahren wir in sechs Einblicken, wie es mit dem Beziehungsglück steht. Mit den Aussagen 1-5 stimme ich voll überein, bei Nr. 6: "Life is better with our mobiles",  muss ich länger, ja immer noch, nachdenken. Dafür kann ich das Fazit der Befragung mit einer Empfehlung sofort abnicken: "As long as we limit our gaming apps and unplug during dinner time, we and our mobiles can live happily ever after". Mir jedenfalls fällt dieses Verhalten gar nicht schwer.

 

Bildnachweis: https://pixabay.com/de/liebe-zuneigung-vorliebe-romantik-163851/

Teilnahmebericht zum Seminar Video Abstracts drehen

Mittwoch, 10. Februar 2016
von Andrea Back in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

 

Auf so ein Seminar hatte ich gewartet. In nur einem Tag lernt man, ein Video-Abstract über sein wissenschaftliches Projekt zu produzieren. Und das ohne kostspielige Ausrüstung, sondern mit dem Smartphone, das unsereiner ohnehin hat. Aber das Beste daran ist, dass ein gelungenes Werk - wie ein Journal-Artikel - von der Bibliothek rechtssicher publiziert und mit einem eindeutigen Zitierlink (DOI) versehen wird. Das bietet das TIB AV-Portal.


Wenn jemand nach nur drei persönlichen Learnings fragen sollte, die ich aus dem Seminar mitgenommen habe und weitersagen möchte, dann diese: 

  • Der Löwenanteil der Zeit und Übungen fliesst, sehr zurecht, in das Feilen am Text. Wie bei einem "Elevator-Pitch" muss es gelingen, mit deutlich weniger als 200 Worten auszukommen.
  • Gruppenarbeit mit jemand Fachfremden ist sehr empfehlenswert. Das ist die Nagelprobe, ob die Video-Botschaft allgemeinverständlich ist. Der Clip ist nicht die Bewegtbebilderung des Text-Abstracts zum Zeitschriftenartikel.
  • An Ausrüstung, Content und Tools wird kein Video-Abstract-Vorhaben scheitern müssen. Bei Ausrüstung hilft Selbstgemachtes, z.B. ein mit Lego selbst gebauter Untersatz auf Rädern für Kamerfahrten. Frei nutzbaren Sound findet man z.B. auf incompetech.com, und Video-Footage z.B. auf arkive.org. Und wer kein PC-Schnittprogramm nutzen mag, kann es gleich unterwegs mit der App PowerDirector versuchen. Fast all das in einem bietet der Youtube Video Manager.

Wer noch mehr Eindrücke haben möchte, wie das Seminar sich gestaltete: Ausschnitte aus Teilnehmerproduktionen gibt es hier (unser Wearables-Clip kommt auch vor). Snapshots von #PopSci2016 als Fotoserie hier.

Bloggerin

 

 

Prof. Dr. Andrea Back

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