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Kolumne: Grand Challenges im Fokus der Forschung - Micro Challenges ungelöst

Donnerstag, 17. März 2016
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 0 Kommentare

 

Nichts ist den Forschern zu schwer. Viele Disziplinen haben sich vorgenommen, grosse Herausforderungen zu benennen und diese "Grand Challenges" anzugehen (Mertens/Barbian: Researching "Grand Challenges". BISE Nr. 6, 2015). Manche werden auch gelöst. Die Mondlandung und sichere Rückkehr der Astronauten zur Erde ist so ein Beispiel. Die Mathematik hakt immer mal wieder eines ihrer ungelösten Probleme ab. Und gerade wurde ein Jahrhunderträtsel der Physik gelöst - die Gravitationswellen sind nachgewiesen.

 

In IT-nahen Gebieten sind solche Fundamentalprobleme, z.B. Cybersecurity, und die Personalisierung von Informationssystemen für Lehren und Lernen, für die es grosse Anstrengungen bedarf, wo man sich aber innerhalb von ein oder zwei Generationen eine Lösung erwartet.

 

Das kann man ja nur gut finden, wenn Leute sich mit solchem Weitblick, hohem Anspruch und viel Geld an die Arbeit machen. Aber was ist mit den kleinen Dingen, den täglichen Ärgernissen, die uns plagen? Wer kümmert sich um die? Da fallen Ihnen doch sicher sofort welche ein.

 

Bei mir steht E-Mail ganz oben auf der Liste. Deren missbräuchliche Nutzung ist ein Zeit- und Nervenräuber. Jede versandte E-Mail müsste etwas kosten, bloss keine Flatrate, um diese Verschwendung anderer Leute Zeit einzudämmen.

Ein anderes alltägliches Problem ist, wie gerade im Arbeitskontext Fachworte benutzt werden, ohne sich um eine klare Definition und gemeinsames Verständnis zu bemühen. Wie viel da aneinander vorbei geredet wird, addiert sich auch zu beträchtlicher Wertvernichtung. Glossare, Concept Maps und andere Visualisierungen wurden zwar schon lange erfunden, es kümmert nur kaum einen.

Und dann ist da noch eine Kleinigkeit. Warum kommt es immer noch vor, dass Knöpfe abgehen und man sie wieder annähen muss, selbst bei guter Kleidung?

 

Solche Herausforderungen sind wohl nicht grandios genug, als dass sich jemand ernsthaft damit befassen würde. Aber wäre der Nutzen nicht grossartig? Im Volksmund heisst es: "Kleinvieh macht auch Mist" oder "Wer die Micro Challenges nicht ehrt, ist der Grand Challenges nicht wert".

 

Bildquelle: chinagate.com

Sind SPOCs die besseren MOOCs?

Mittwoch, 16. März 2016
von Ivan Marijanovic in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Seit einigen Jahren wird überall von MOOCs gesprochen. Auch wir haben mehrere Male bereits über das – mittlerweile etablierte – Lernsystem berichtet. Man könnte schon fast von einem regelrechten MOOC-Hype sprechen.

 

MOOCs bieten natürlich zahlreiche Vorteile. Man ist nicht abhängig von Ort und Zeit, man kann sie neben Beruf und Familie absolvieren. So bezeichnet beispielsweise Die Zeit MOOCs treffenderweise als das Fernstudium des 21. Jahrhunderts. Problematisch wird es allerdings, wenn man die Abbruchzahlen von MOOC-Nutzern anschaut. Schon beim ersten MOOC vor einigen Jahren haben nur ca. 10% der ursprünglich eingeschriebenen Online-Studenten das Abschlusszertifikat bekommen.

 

Das Problem wurde von Experten mittlerweile erkannt. So bietet die Harvard University (eine Vorreiterin in Sachen MOOCs) schon seit längerem auch sogenannte SPOCs an. Das Prinzip ist dasselbe wie bei MOOCs - grundsätzlich kostenlose Vorlesungen auf dem Niveau einer Hochschule. Allerdings sind SPOCs nicht allen zugänglich und erlauben nur eine begrenzte Anzahl Teilnehmer (daher auch der Ausdruck Small Private Online Courses). Die Studierenden werden von Dozenten und Assistenten so besser betreut und können auf einer viel intensiveren Ebene die Materie mit ihnen besprechen. Die Vorteile haben sich schnell gezeigt. Anstelle der hohen Abbruchquote bei MOOCs erwerben im Schnitt etwas 80% der ursprüglichen Teilnehmer das Abschlusszertifikat.

 

Fraglich ist dabei, wie SPOCs kostenmässig getragen werden können. Anders als bei MOOCs ist die Betreuung durch die Dozierenden viel intensiver und verlangt dementsprechend mehr Zeit. Gleichzeitig stellt sich die Frage, nach welchen Kriterien die Studierenden zum Kurs zugelassen werden - und ob dies nicht gerade dem Sinn eines offenen Online-Kurses widerspricht.

 

Bildquelle: linkedin.com

Aufstieg und Fall von Chats im Arbeitsumfeld

Mittwoch, 16. März 2016
von Ivan Marijanovic in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Wer erinnert sich noch an die Anfänge von Chats? Damals wurden die Programme oft noch als Chat-„Räume“ bezeichnet, in denen man sich online mit Menschen über gemeinsame Interessen unterhalten konnte.

 

Damals hätte wohl kaum jemand gedacht, dass Chats eines Tages auch in der Arbeitswelt zum Einsatz kommen. Natürlich, Chats sind noch lange nicht so alltäglich wie E-Mails, aber trotzdem werden sie in fast jedem Unternehmen in irgendeiner Form eingesetzt.

 

Chats im Arbeitsumfeld haben noch nicht ihren Höhepunkt erreicht und schon beginnen sich bei Nutzern gewisse Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Die Nachteile von Chats liegen auf der Hand: sind mehr als eine Hand voll Mitarbeitende dabei, wird es sehr schnell unübersichtlich. Was ausserdem oft geschieht: Chat-Nutzer sprechen aneinander vorbei, was die Konzentration stört und Gespräche schwierig macht. So vielseitig die Tools wie  bspw. Slack sind, sind erst einmal zu viele Menschen beteiligt, wird’s schnell chaotisch.

 

Stowe Boyd nennt dies den Anti-Chat Hype. Sein Artikel und derjenige von Lee Bryant analysieren die Problematik sehr gut und zeigen ausführlich, wie es um den Chat bzw. Anti-Chat Hype steht.

 

Dabei sind insbesondere Bryant's Schlussfolgerungen sehr interessant. Er beschwört dem Chat weder ein vorzeitiges Ende herbei, noch bezeichnet er ihn als Hype. Die Erfahrung in der Praxis zeigt, dass für Chats im Unternehmenskontext viel Potenzial besteht, wir uns aber erst am Anfang der Entwicklung befinden, so Bryant. Wichtig scheint aber bereits jetzt die Einsicht, dass Chats – wenn überhaupt – nur in kleinen, übersichtlichen Gruppen so funktionieren. Eigentlich wie bei einem "realen" Raum, sollten auch die heutigen "Chaträume" nicht übervoll sein.

 

Bildquelle: pixbay.com

 

Breakthrough Technologies 2016

Mittwoch, 16. März 2016
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Man kann sich heutzutage oft fragen, welcher Bereich unseres Lebens nicht oder noch nicht von den neuen Technologien des 21. Jahrhunderts erfasst wurde.

 

Neue Technologien werden unser Leben auch in Zukunft immer mehr vereinfachen – so zumindest die Hoffnung. Von diesem Gedanken angetrieben, dringen Wissenschaftler in immer mehr Gebiete vor und erschliessen sie auf einer technologischen Ebene.

 

Beispielsweise werden gerade im Bereich der Krankheitsprävention und der Früherkennung in den nächsten Jahren einige Durchbrüche erwartet. So könnten genetisch modifizierte Immunzellen Krebspatienten das Leben retten. Auch die revolutionäre Idee eines “DNA-App Stores”, womit es einfacher gemacht werden soll, alles über persönliche Risiken und Prädispositionen zu lernen. Die Technologie könnte Leben retten.

 

Doch auch in anderen, vielleicht etwas weniger vitalen Lebensbereichen zeigt der technolgische Fortschritt keinerlei Ermüdungserscheinungen – es geht trotz der rasanten Entwicklung in den letzten Jahren und Jahrzehnten noch immer steil bergauf. So wird beispielsweise auch an Systemen von Wireless-Strom geforscht. Dies könnte gerade für die Mobile-Branche aber auch für Wearbles oder das Internet of Things von äusserster Bedeutung sein.

 

Man darf auf jeden Fall mehr als gespannt auf das Jahr 2016 blicken. Wer schon einmal mehr über weitere „Breakthrough Technologies“ erfahren möchte, dem sei die Zusammenstellung des MIT in seiner Technology Review wärmstens empfohlen.

 

Bildquelle: technologyreview.com

Unsere Linktipps im März

Mittwoch, 16. März 2016
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Leseempfehlungen | 0 Kommentare

Auszeit-Arbeiten wo andere Urlaub machen

Ein Berggebiet kämpft gegen die Abwanderung von Arbeitskräften - und das mit einer innovativen Idee. Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag von RTR.

 

Integration von Migranten durch Roboter

Wie ein Roboter Migranten-Kindern die Deutsche Sprache beibringen kann, können Sie in diesem Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers nachlesen.

 

Knigge für digitale Nomaden
Für alle die in öffentlichen Räumen arbeiten, ist dieser Bericht ein Must-Read.

 

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Prof. Dr. Andrea Back

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