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Die Shortlist - Mobile Business Best Practice Award!

Freitag, 13. Mai 2016
von Sabine Berghaus in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

 

Die Vorfreude auf das Mobile Business Forum und die Vergabe des Mobile Business Best Practice Award steigt. Kandidaten für den Award sind mobile Lösungen, die Technologie in innovativer oder kreativer Weise einsetzen, um Geschäftsprozesse zu verbessern. Die Anzahl der Einreichungen hat dieses Jahr unsere Erwartungen weit übertroffen und die Qualität aller Lösungen war hervorragend, so dass die Entscheidung der Jury nicht leicht fiel. Die folgenden Einreichungen haben es auf die Shortlist geschafft:

Der Award wird im Rahmen des St.Gallen Mobile Business Forums am 01. Juni 2016 verliehen. Wir sind gespannt, welche Lösung die Nachfolge von JLS Digital / Swisscom und der 360° LOWA App antritt und den Award mit nach Hause nehmen darf. 

Betriebliche Weiterbildung - Mehr Sicherheit mit mobilem Lernen

Freitag, 13. Mai 2016
von Bruno Zanvit in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

E-Learning-Angebote in der betrieblichen Weiterbildung finden seit Jahren in verschiedenen grossen und kleinen Unternehmen Anwendung. Gemäss einer Bitkom-Umfrage bei 504 Unternehmen nutzen 60% der Arbeitgeber mitunter digitale Lernprogramme oder online-gestützte Angebote für die Weiterbildung. Von der einfachen Compliance Befragung, über Fragen zum Nutzerverhalten und IT-Sicherheit, bis zur fachlichen Weiterbildung sind die Angebote inhaltlich breit gestreut. Dabei liegt der Fokus zumeist auf Lernformen wie webbasierten Lernprogrammen, lokalen Programmen oder Online-Seminaren – der User setzt sich vor den Desktop. Das Lernen via Smartphone oder Tablet, wie man es sich heute möglicherweise erwarten würde, findet dabei praktisch keinen Anklang – gemäss der Bitkom Umfrage nutzen nur etwa 1% der Unternehmen diese Formen. Dabei wäre die Verbindung von E-Learning mit dem mobilen Gerät, das ohnehin im Unternehmen genutzt wird, thematisch sehr sinnvoll. Mit der zunehmenden Verbreitung von mobilen Geräten haben sich diese auch zu einer der grössten und anfälligsten Sicherheitslücken im Unternehmen entwickelt. Einerseits bezüglich Nutzerverhalten –  oft liegt das Problem vor der Tastatur – andererseits aber auch bezüglich dem Umgang mit dem Gerät an sich. Gehen Geräte verloren, kann dies schnell zu ungewolltem Datenzugriff führen. Eines von fünf Unternehmen gibt an, bereits einmal Opfer von mobilem Datenmissbrauch geworden zu sein. Eine Verknüpfung von E-Learning mit dem betrieblichen Mobile wäre folglich nicht nur komfortabel für Mitarbeiter, sondern könnte auch eine weitere Sensibilisierung für den sicheren Umgang mit mobilen Geräten unterstützen. Einschränkend dazu gilt es aber auch festzuhalten, dass die Bereitstellung weiteren fachlichen, internen Wissens auf dem Mobile – und die Nutzung von Angeboten im öffentlichen Raum (z.B. beim Pendeln) – potenziell auch das Risiko von ungewolltem Datenzugriff erhöhen kann. Wir sind neugierig wie sich dieses Spannungsverhältnis zwischen mobiler Datensicherheit und mobiler Weiterbildung zur Datensicherheit künftig entwickelt und bleiben am Ball.

 

 

Bild: http://www.computerworld.com/article/3048799/mobile-wireless/one-fifth-of-it-pros-say-their-companies-had-mobile-data-breach.html

Quelle: http://www.checkpoint-elearning.de/sites/checkpoint-elearning.de/files/bitkom_Weiterbildung2016_550.png

Einblicke in die digitale Transformation bei Post CH

Freitag, 13. Mai 2016
von Sabine Berghaus in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Der diesjährige Master of Swiss Web und Gewinner des Swiss Digital Transformation Awards, die Schweizerische Post, hat ein umfassendes Transformationsprogramm lanciert. Jetzt gewährt das Unternehmen auf dieser Website einen offenen Einblick in die verschiedenen Massnahmen, die unternommen wurden. Als Grundlage wird das am Lehrstuhl von Prof. Dr. Andrea Back entwickelte Digital Maturity Model verwendet, das die verschiedenen Gestaltungsbereiche der digitalen Transformation aufzeigt. So erhalten andere Unternehmen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, einen Einblick und Inspiration, wie ein Schweizer Grosskonzern in unterschiedlichsten Massnahmen die digitale Transformation des Unternehmens anpackt. 

 

Artikelbild: BOSW

Kolumne: Lesersicht - ein Buch ist Werkstoff, nicht Werk

Freitag, 15. April 2016
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 0 Kommentare

 

Kürzlich wollte ich mir zwei aktuelle Bücher besorgen. Offliner: Die Gegenkultur der Digitalisierung und Update! Warum eine digitale Gesellschaft ein neues Betriebssystem braucht, beide im Stämpfli-Verlag erschienen. Autor ist Cachelin. Für mich ist das Fachliteratur. Deshalb hätte ich die Bücher gerne in digitaler Form gekauft, damit ich sie mit meinen digitalen Werkzeugen bearbeiten kann: Markieren, ausschneidend Passagen sammeln, einfügen in meine Texte - mit Zitat natürlich, Notizen anbringen usw. Es gibt sie aber nur gedruckt, und so entschloss ich mich, beim Verlag anzufragen (ohne mit einem Ja zu rechnen): "... Gibt es eine Möglichkeit, die Bücher in einem digital lesbaren Format zu beziehen? PDF wäre auch o.k., muss nicht ePub sein. Würde auch einen Aufpreis dafür zahlen, da ich mit digitalen Texten effektiver lesend arbeiten kann."

 

Eine sehr nette Antwort traf umgehend ein: "Leider gibt es die beiden Produkte (ganz dem Motto "Offliner" verpflichtet) nur als Printausgaben."

 

Nun, die Nachfrage war mir wirklich ein Anliegen - ich wollte nicht sticheln. Dieses Zitat sagt es ja treffend: "Ein Buch ist eine Zusammenarbeit von demjenigen, der liest, und dem, was gelesen wird". Ein Text im Arbeitsumfeld ist für mich deshalb Werkstoff, wie eine Farbpalette für einen Maler. Was ich zum Thema vorab weiss, ist in meinem Kopf wie eine Seite eines Ausmalbuchs, die ich beim Lesen ganz individuell koloriere. Aus Sicht von Autor und Verlag ist das Buch dagegen ein Werk, ein geschütztes Ganzes.

 

Hmmm, ich kam dann ins Sinnieren. Angenommen, jemand will eine Bibel kaufen; dann bekäme er die passenderweise nur als Schriftrolle. Und wer sich in die antike ägyptische Kultur einlesen möchte, darf sich vor Ort in einem Hotel einmieten, denn die Steintafeln mit den Hieroglyphen kann man sich ja schwerlich unter den Arm klemmen und mit nach Hause nehmen. Nur gut, dass sich diese Logik nicht durchgesetzt hat. Eine andere Sichtweise ist, diese digital-kritischen Bücher als Kunstprojekt zu sehen, als Statement zur Einheit von Inhalt und Form. Nur ist es dann nicht ein wenig halbherzig? Denn auf digitale Verkaufskanäle wie Amazon, Buch.de u.a. wird nicht verzichtet.

 

Jetzt bin ich also doch zum Sticheln übergegangen, aber das Buch kann ja nichts dafür. Ich will die Lektüre unvoreingenommen und frohen Mutes angehen. Deshalb habe ich mir passend zur Papieranmutung ein physisches, haptisch gewichtiges Buchzeichen gekauft. Eine Anspielung auf die Moderne musste dabei dann doch sein. Wie im Foto zu sehen, ist das Lesezeichen ein herziger humanoider Roboter; beide vertragen sich gut.

Wearable - Ein Begriff aus der Forschung für die Forschung

Donnerstag, 14. April 2016
von Bruno Zanvit in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

 

Eine Umfrage bei 1003 Personen, durchgeführt im Januar 2016 von TNS Infratest, hat ergeben, dass 86% der Befragten den Begriff „Wearables“ nicht kennen. Gerade mal 8% ist der Name bekannt, und lediglich 5% können den Begriff beschreiben. In unserem Artikel in der IT-Business haben wir den Begriff in den Kontext gesetzt. Wearables sind in erster Linie über eines definiert: Sie werden am Körper getragen. Weitere, oft im akademischen Kontext verwendete Merkmale sind; sie sind immer verbunden, erlauben eine Interaktion mit dem Gerät, ohne dass man dafür seine Hände benötigt, dienen mehreren Zwecken und fallen in der finalen Form beim Tragen nicht als Technologie auf.

 

Auch wenn den Befragten der Studie der Begriff Wearable nicht bekannt ist, sind gemäss einer Umfrage der deutschen Versand-Apotheke Aponeo drei Viertel (76%) der Menschen in Deutschland offen für die Verwendung von Wearables. Diese auf den ersten Blick nicht aufeinander passenden Aussagen lassen sich erklären und zeigen eine zentrale Herausforderung in der praxisorientierten Forschung zu den neuesten mobilen Technologien auf. Einerseits war das Resultat der zweiten Umfrage nur dadurch möglich, dass den Befragten der Begriff „Wearables“ umschrieben wurde. Andererseits zeigt sich, dass trotz des anhaltenden Aufschwungs von Smart Watches, Smart Wristbands, Smart Glasses etc. kein einheitliches Begriffsverständnis gegeben ist. Verkäufer und Konsumenten sprechen in der Regel vom Device oder der Geräteklasse an sich, ohne das Phänomen als Ganzes zu erfassen. Das ist natürlich völlig legitim. Dennoch ist die geringe Verbreitung des Begriffs aus Forschersicht erstaunlich, sind doch die ganzen Trend- und Techie-Seiten, die man sich täglich zu Gemüte führt, "zugemüllt" mit dem Begriff Wearable. Schaut man genauer hin, zeigt sich allerdings, dass ausserhalb dieser "Nerd-Blase" der Begriff oft nur in Kombination mit einer Umschreibung verwendet wird - oder Autoren komplett andere Begriffe verwenden.

 

Im Weiteren zeichnet sich für den Unternehmenskontext ein ähnliches Bild wie im Konsumentenmarkt. Von den ganzen Technologieunternehmen, welche Wearable-Devices und -Konzepte entwickeln, mal abgesehen, finden weder der Begriff noch die Geräte an sich bisher grosse Verbreitung in Unternehmen. Bislang zeigen wenige Beispiele, was bereits heute möglich ist - und wo die Reise hinführen könnte. So ist Logcom aus Deutschland mit Picavi gemäss eigenen Aussagen das erste Unternehmen weltweit, das Pick-by-Vision, die Kommissionierung mit Datenbrillen, von einer Vision zur marktreifen Lösung für die Intralogistik entwickelt hat. Airbus arbeitet schon länger in der „Factory of the Future“ – wo verschiedene Wearables in der Produktion zum Einsatz kommen – und auch kanadische Mineure sind zum Teil schon mit Smart Watches ausgestattet. Dennoch sind viele Anwendungsfälle im Unternehmenskontext erst in der Entstehung. Google und Novartis arbeiten seit langem an einer smarten Linse für Diabetiker. Microsoft hat soeben sein "Mixed-Reality-Device" HoloLens lanciert und Intel plant mit dem Mini-Chip „Curie“ alles Denkbare und Undenkbare mit Intelligenz auszustatten. Umgesetzte Anwendungsbeispiele von Wearables sind bislang jedoch in erster Linie im Bereich Gesundheit und Fitness zu finden. Intelligente Armbänder beurteilen auf Grundlage von verschiedenen Biofaktoren (z.B. Schweissanalyse, Herzschlag) den Gesundheitszustand des Users, Fussballer laufen mit smarten Westen auf den Platz und Hobbysportler "professionalisieren" ihr Training mithilfe der neuesten smarten Self-Tracker.

 

Wie sich solche Anwendungen auf den Unternehmenskontext übertragen lassen, muss sich erst noch zeigen. Aus diesem Zusammenhang erschliessen sich für unsere Forschung zwei Potenziale: Einerseits gilt es ein einheitliches Begriffsverständnis zu Wearables zu finden. Die Herausforderung hierin dürfte in der begriffsscharfen Abgrenzung zu anderen Geräten liegen - Ist beispielsweise die Body Cam, welche Zürcher Stadtpolizisten schon bald pilotweise am Körper tragen sollen ein Wearable? Andererseits ist das Potenzial von Wearables im Unternehmen weiter zu eruieren und Herausforderungen in der Umsetzung innovativer Wearable & Mobile Business Solutions sind zu identifizieren. Mit unserer laufenden Studie zu „Mobile Connectivity im Unternehmen“ (u.a. auf Grund des oben aufgezeigten Konflikts nicht „Wearables im Unternehmen“) machen wir einen Schritt in diese Richtung. Die ersten Resultate werden im Rahmen unserer Forschungskeynote am 5. St.Gallen Mobile Business Forum vorgestellt (01. Juni 2016, Hotel Einstein). Bis Wearables aber tatsächlich ihren Platz im Unternehmen gefunden haben, gibt es für alle Stakeholder noch einiges zu tun.

 

Bild: Egoperspektive mit der Datenbrille von Picavi (www.picavi.com)

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Prof. Dr. Andrea Back

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