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Bessermeckern von Besserwissern

Mittwoch, 17. Juni 2015
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 1 Kommentar

Einer aktuellen Umfrage in Deutschland nach sind mehr Leute dafür, dass in der Schule Benimm-Unterricht eingeführt wird als das Fach Wirtschaft. Mein erster Impuls - vorm Kopfschütteln - ist: Verständnis. Wer sich als Eltern bemüht, seinen Kindern Benimm-Regeln beizubringen, erntet ja keine Begeisterung. Gerade Teenager beschweren sich zurecht, man würde immer nur an ihnen herummeckern. Das Resultat ist meiner Erfahrung nach oft provokatives Jetzt-erst-Recht-Verhalten oder gelangweiltes Mama-Ignorieren.

Inspirierend finde ich deshalb, dass es mehr und mehr Beispiele gibt, wie sich die Besserwisserei zu anständidgem Verhalten mit Humor vermitteln lässt.  

 

Wie etwa bringt man den Leuten bei, dass sie ihren Abfall nicht einfach vor ihre Füssen auf die Strasse fallen lassen? In USA gibt es abschreckend hohe Littering Fines, in Singapur drohen drastische Strafen, wenn man einen Kaugummi auf die Strasse spuckt. Die Berliner aber machen das anders und haben das Bessermeckern erfunden. Ein Abfalleimer-Roboter dreht den Spiess um, vom Bring- zum Hol-Prinzip. Er betätigt sich als Butler, geht plaudernd auf die Leute zu und lässt sich den Müll auf das Silbertablett servieren. Am besten zu sehen in diesem Video. Übrigens köstlich für alle, die Berlinerisch verstehen. 

 

 

Ein weiteres Beispiel ist die Herausforderung, die Leute im Flugzeug aus ihrer Lethargie oder Andersbeschäftigung zu reissen, um sie mit den Sicherheitsvorkehrungen vertraut zu machen. Delta Airlines hat sich für ihr neues In-Flight Safety Video etwas für die Digital Natives ausgedacht. Selten habe ich meinen Sohn so anhaltend lachen hören. Die Belehrung ist für alle sehenswert, die sich mit Viralem im Internet auskennen.

 

 

Und, als drittes und letzes Beispiel für diese Kolumne: In Wien schauen die Leute nun bestimmt öfter vom Smartphone auf und genauer hin, was die Fussgängerampel signalisiert. Bisher kannten wir nur den kultigen DDR-Ampelmann, der das bei Berlin-Besuchern schaffte. Wien hat jetzt homo- und heterosexuelle Ampel-Pärchen, welche die Compliance der Fussgänger erhöhen, und sie dürfen bleiben, und machen Schule. Weitere Beispiele sind willkommen, schreiben Sie mir.

Neue Publikationen an der Digital-Economy-Konferenz in Bled, Slowenien

Montag, 15. Juni 2015
von Christian Ruf in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

An der diesjährigen Konferenz zu "Digital Economy" veröffentlichte das Competence Center Mobile Business 2 neue Publikationen. Beide Papers wurden von Projektleiter Christian Ruf vorgestellt. 

Christian Ruf an der diesjährigen Bled Conference in Slowenien. 

 

In der Eröffnungskeynote von Alen Kobilica erfuhren die Teilnehmenden der Konferenz, wie Smartphone und Apps das Leben einer sehbeinderten Person vereinfachen und selbstständiger machen. Das eigentliche Geheimnis hinter dem Erfolg des Paratriathleten verortete Alen aber nicht in der Technologie, sondern in drei Werten: Mut, Vertrauen und Kooperation. 

 

Alen Kobilica, Paratriathlet demonstriert die Nützlichkeit von Smartphones und Apps für Sehbehinderte. 

 

 

 

Keynote: Digital Transformation, Mobile Business & Banjos

Freitag, 12. Juni 2015
von Sabine Berghaus in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

 

In Ihrer Keynote für das Mobile Business Forum stellten Andrea Back und Sabine Berghaus die Ergebnisse des Digital Transformation Reports vor. Sie interpretierten die Ergebnisse teilweise auf neue Art und Weise und zeigten wichtige Fragestellungen für zukünftige Forschungsarbeiten auf. Die Keynote wurde inspiriert von einer Transformation in der Musikwelt - Mumford & Sons verzichten komplett auf ihr Markenzeichen, das Banjo, und steigen auf E-Gitarren um. Die Folien zur Präsentation sind auf Slideshare zu finden. 

 

Schwarmdummheit - Vortrag von Gunther Dueck auf der re:publica

Freitag, 12. Juni 2015
von Sabine Berghaus in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Die Theorie "Wisdom of the Crowds" ist hinreichend bekannt und belegt - Wikipedia erreicht die Qualiät einer redaktionell betreuten Enzyklopädie und wäre ohne die Mitarbeit von tausenden Editoren nicht möglich. Diese arbeiten freiwillig motiviert gemeinsam an einem Thema und erzielen so bessere Resultate, als Einzelne. 

 

Gunter Dueck stellt dagegen in seinem Vortrag auf der diesjährigen re:publica Konferenz die Idee der Schwarmdummheit vor. 

Diese entsteht vor allem, wenn man nur auf die Maximierung von Einzelprojekten anstatt auf das grosse Ganze blickt. Schwarmdummheit ist der Akt anderen zu schaden, ohne dass es einem selbst nützt und zeigt sich laut Gunter Dueck in langen Meetings und Konferenzen, wenn intelligente Menschen zusammensitzen, aber zu keinem kreativen und produktiven Ergebnis kommen.

 

Aus der Programmbeschreibung: "Unternehmen, Teams oder Parteifraktionen sind ein grosses System von Menschen, die man ja bei der Einstellung oder Wahl für richtig gut hielt. Wie kommt es dann, dass sich diese vielen intelligenten Menschen aus rasendem Alltagsstress heraus in Meetings begeben und dort ineffektiv tonnenvoll Zeit verschwenden, so dass viele Menschen alles rund um Zusammenarbeit, Abstimmungen und Teamarbeit als ausgesprochen quälend erfahren?"

 

Der sehr sehenswerte Vortrag ist in voller Länge auf Youtube zu finden:

Paneldiskussion Digital Transformation an der Magnolia Konferenz

Freitag, 12. Juni 2015
von Sabine Berghaus in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

 

Auf der diesjährigen Magnolia Konferenz in Basel diskutierte Sabine Berghaus, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl und Autorin des Digital Transformation Report 2015, zusammen mit Josh Valman und Mark Halvorsson die Veränderungen für Unternehmen und Gesellschaft in der neuen digitalen Realität. Moderiert wurde das Panel von Daniel Hinderink. Eine ausführliche Zusammenfassung der Diskussion findet sich in einem Artikel der Tageswoche. 

 

Bild: Isabelle Dubach / Magnolia. 

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Prof. Dr. Andrea Back

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