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Wann werden komplexe Dienstleistungen mobilisiert?

Dienstag, 15. Juli 2014
von Christian Ruf in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

In den letzten Jahren beobachten wir, dass immer mehr Kunden mobile Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Nach Cisco machen heute bereits 33% des Internet Traffics mobile Geräte aus. Bis im Jahr 2018 wird sich dieser Anteil auf 57% vergrössern. Bei solchen mobilen Transaktionen handelt es sich aber meistens um einfache Prozesse, wie bspw. das Recherchieren und Lesen von Artikeln, das Abrufen von Kontoständen im Mobile Banking oder das Kommunizieren in Social Media.

 

 

Den nächsten Schritt sehen wir nun in der Mobilisierung von komplexen und intensiven Dienstleistungen, bspw. Beratungsprozesse im Wealth Management. Die UBS Schweiz lancierte bereits eine neue Dienstleistung für Privatkunden namens „UBS Advice“, mit der heute bereits schon über CHF 9 Milliarden von über 5‘000 Kunden betreut werden. Mit dem „UBS Portfolio Health Check“ werden jede Nacht 650‘000 Portfolios überprüft. Falls Qualitätsprobleme im Portfolio gefunden werden, bspw. Abweichungen von der gewählten Anlagestrategie, Klumpenrisiken oder Instrumente mit Verkaufsempfehlung, wird ein Anlagevorschlag erstellt. Zur Erstellung dieses individuellen Anlagevorschlags werden für ein Portfolio mehrere zehntausend Instrumente und Kombinationen evaluiert. Nach wie vor spielen Finanzexperten eine wichtige Rolle: Bevor der Kunde den Anlagevorschlag erhält, wird dieser nochmals von einem Expertenteam plausibilisiert. Heute finden diese Kundeninteraktionen klassisch per Telefon statt, sprich der Berater ruft den Kunden an und bespricht mögliche Portfolioanpassungen. Mit den neuen Wealth-Management im E-Banking, welche die UBS Schweiz im Herbst 2014 mit einer ersten Kundengruppe testet und dann im Frühjahr 2015 für Ihre UBS-Advice-Kunden ausrollen möchte, sollen die Kunden alle Informationen um den „Health Check“ direkt im E-Banking einsehen können. Zudem wird der Kunde proaktiv per SMS Alert informiert, sobald ein Qualitätsproblem im Portfolio entdeckt wurde.

 

 

Ein logischer nächster Schritt ist dann die Integration dieser Advice-Lösung im Mobile Banking. Wir denken, dass eine solche Dienstleistung für mobile Geräte geradezu prädestiniert ist: Wenn der Kunde schon ein SMS erhält, soll er doch auch gleich auf dem Tablet oder Smartphone sein Portfolio einsehen, Änderungen vornehmen bzw. seinen Berater kontaktieren können. Die Herausforderung wird dabei sein, diesen komplexen Service einfach und verständlich für mobile Geräte aufzubereiten. Zudem stellt sich für Banken und andere Unternehmen die Frage, wie ein solcher mobiler Service in die bestehende Kanalstrategie integriert werden kann. Nach aktuellen Studien wird ein solcher mobiler Service den heutigen physischen Kontakt nicht ersetzen, sondern ergänzen.

 

Ein aktuelles Forschungsprojekt am Kompetenzzentrum Mobile Business befasst sich mit dieser Fragestellung und erhebt aktuell Anforderungen für komplexe Beratungsprozesse, welche mobil stattfinden. Zurzeit werden Prototypen entwickelt und weitere Anforderungen in einem agilen Business-Engineering-Prozess ermittelt. Erste Ergebnisse werden im nächsten Newsletter vorgestellt.

Science Fiction wird unmerklich wahr

Dienstag, 15. Juli 2014
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 1 Kommentar

Neulich beim Friseur bätterte ich in Magazinen. Mehrere Anzeigen werben da für Schreibkurse, d.h. viele Leute träumen davon, im Leben nicht nur Kinder zu haben und einen Baum zu pflanzen, sondern auch ein Buch zu schreiben. Dabei ist es heute doch so leicht wie nie, eigene Texte zu publizieren. Online-Dienstleister für die Selbstpublikation machen es möglich. Oder man schreibt einfach nur ein Blog. Die Schweizerin Zora Debrunner hat es immerhin geschafft, mir ihrem Blog "Demenz für Anfänger" für den Grimme Online Award 2014, Kategorie Wissen und Bildung, nominiert zu werden; Fast hat sie diesen Internet-Oskar bekommen.

 

Viele sind sich gar nicht bewusst, wie nah die Realisierung ihrer Fantasien an der Realität ist. Das gilt sogar für Science Fiction; solche Zukunftsträume werden unmerklich wahr, und zwar teils erschreckend schnell, nur anders.

Der Kassenschlager "Avatar" hat die Sehnsucht verfilmt, in den Körper eines anderen, eines Überwesens, schlüpfen zu können. Das geht ja im Grunde heute schon. Wenn mich jemand in seine Computer-Brille einloggt, kann ich aus der Ferne mitverfolgen, wie diese Person sich bewegt und was sie sieht - ohne Bildschirm oder Leinwand dazwischen. Das fühlt sich bestimmt fast so an, als wäre ich im Körper des anderen.

 

Von der Raumschiff Enterprise Serie kennen wir die Sci-Fi-Technik, sich andernorts hinbeamen zu lassen. Spielerisch kann man das heute schon machen. Lassen Sie sich mit Geoguessr irgendwo auf der Welt aussetzen und finden Sie heraus, wo Sie sich gerade befinden. Und keine Sorge, physisch bleiben Sie da wo sie sind, und alles bleibt dran an Ihrem Körper.

 

Mir fallen dazu noch zwei weitere Beispiele ein: ein Menschheitstraum und ein ganz persönlicher.

 

Wir haben uns doch alle schon mal richtig wütend gefühlt auf jemanden. Wer denkt da nicht an die Vodoo-Puppen und Nadeln, die es ermöglichen, das Wutobjekt zu plagen? Jetzt wo sich Video-Drohnen auch bei Privatleuten zu Verkaufsschlagern entwickeln, braucht es diese Schwarze Magie nicht mehr, um andere rachevoll zu belästigen, nur etwas Fantasie.

 

Und mein ganz privater Traum? Der Gipfel des Luxus, den ich fast täglich sehr geniessen würde, wäre ein Privatchauffeur. Nun, so unerreichbar weit weg scheint mir dieser Wunsch nicht mehr. Das selbstfahrende Auto parkt ja schon um die Ecke.

 

Das also fällt mir zum Thema ein. Und welche Ihrer Sci-Fi-Träume sind im Grunde schon fast Realität?

 

Artikelbild "The Final Frontier" von wbeem, lizenziert unter CC BY-NC 2.0

Sascha Lobo „Über Überwachung“

Mittwoch, 9. Juli 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

 

Auf dem letzten Creative Morning in Berlin hat Sascha Lobo einen sehr hörenswerten Vortrag „Über Überwachung“ gehalten. Dabei geht er der Frage nach dem Grund der Überwachung nach und analysiert die zugrundeliegende Mechanik von Überwachungsmechanismen. Lobo spannt dabei den Bogen vom zweiten Weltkrieg, über die Begründung der Kybernetik hin zu Vannevar Bush, Douglas Engelbart und der Digitalen Gesellschaft.

 

Vor allem seine Erläuterungen und Beispiele zur „Verdatung“ der Welt und zu Methoden wie Patterns-of-Life-Analysis und „Activity Based Intelligence“ sind absolut empfehlenswert. Das Video des Vortrags ist eine Stunde gut investierte Zeit für jeden, der die Hintergründe der Überwachung besser verstehen möchte. Den kompletten Vortrag im Wortlaut gibt es auch hier auf dem Fontblog zu lesen, und wer nicht soviel Zeit investieren möchte findet auf Spiegel Online einen Artikel von Sascha Lobo über die kybernetische Steuerung der Gesellschaft.

Was könnte der nächste Job sein? Xing lanciert FutureMe

Dienstag, 8. Juli 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Mit FutureMe hat Xing vor kurzem einen Service veröffentlicht, der die gesammelten Daten aus der Plattform auf eine neue Art und Weise aggregiert. Ziel ist es, die Nutzer neue Berufe und Karrierepfade entdecken zu lassen. So gibt es für die gängigen Berufe ein Profil, das sich in etwa so liest:

 

„Der/die typische E-Learning Spezialist auf XING ist zwischen 38 und 43 Jahre alt, arbeitet in der E-learning-Branche und hat ein Jahresgehalt von etwa 53500 EUR. Er/sie lebt in Zürich, hat Psychologie, Verwaltung oder Wirtschaftswissenschaft studiert und beschreibt seine/ihre Qualifikationen mit E-Learning, LMS und Blended learning.“

 

Die Informationen sind dabei in interaktiven Grafiken aufbereitet. Neben den typischen Qualifikationen und der Gehaltsspanne werden die Positionen angezeigt, die Stelleninhaber vor und nach dem gewählten Beruf angegeben haben. Nutzer können Berufe abonnieren, um Veranstaltungshinweise, Artikel, Jobangebote oder andere Neuigkeiten angezeigt zu bekommen.

 

 

Vor allem für Studierende und für Nutzer, die ihren Beruf wechseln möchten, kann die Plattform hilfreich sein, um geläufige Berufsbezeichnungen und verwandte Berufe zu recherchieren. FutureMe ist damit ein umfassender Berufskatalog und hat dank der reichhaltigen Datensätze aus Xing auch Zugriff auf viele Detailinformationen.

Von Simplicity und Körpersprache – 100 gute Tipps zum Präsentieren

Dienstag, 8. Juli 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

 

Auch wenn man nicht als Keynote Speaker auf der Ted-Bühne steht, so kommt man dennoch im Berufsalltag mehr oder weniger häufig in Präsentationssituationen. Egal ob man dabei vor 2000, 20 oder 2 Personen steht – es lohnt sich, den eigenen Präsentationsstil zu reflektieren und zu verbessern. Dabei ist diese Linksammlung von Prezi eine kleine Goldgrube. Die Liste umfasst dabei Artikel, Videos und Bücher zu unterschiedlichen Themen wie Rhetorik, Präsentationsaufbau und Storytelling.

 

Bei der Erstellung der Präsentationsunterlagen lohnt sich ein Vergleich von Prezi und PowerPoint. Verglichen mit PowerPoint kommt Prezi auf den ersten Blick etwas lebendiger daher, vor allem durch die Verwendung von Zoom-Animationen. Allerdings gelten hier dieselben Regeln wie bei PowerPoint. Wer es mit Animationen übertreibt und zuviel Text auf eine Folie packt, ermüdet seine Zuhörer. Aber ein spürbarer Unterschied besteht trotzdem – auf dieser Seite sieht man die gleiche Präsentation einmal in PowerPoint und einmal als Prezi.

 

Ein interessanter Vergleich, denn hier zeigt sich, dass die Zoom-Animation gut geeignet ist, zuerst einen Überblick zu geben und dann in Details hereinzugehen. Ein Allerheilmittel ist Prezi mit Sicherheit nicht, aber eine gute Alternative zu PowerPoint allemal.

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Prof. Dr. Andrea Back

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