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The Next Big Thing - Nicht in MEINEM Koffer

Montag, 16. Februar 2015
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 2 Kommentare

 

Ich packe meinen Koffer - aus. Denn seit Kurzem bin ich vom Forschungssemester zurück. Was kommt da alles zum Vorschein, wenn man viel Zeit in Honolulu verbracht hat? Natürlich was bei allen Touristen beliebt ist: Ein Aloha-Shirt, ein Shell Lei und ein Textil Lei - die verblühen nicht -, und ein Koaholzarmreif. Aber etwas enorm Beliebtes, ja "The Next Big Thing", ist nicht darunter. Ich besitze bis heute keinen Selfie-Stick. Vor allem die Besucher aus Asien waren kaum je ohne diese Halter für ihre Smartphones und Action-Cams anzutreffen. Der Sonnenuntergangsspaziergang am Strand, das Promenieren auf der Einkaufsstrasse, die Wackelübungen auf dem Surfbrett, das Stehenbleiben bei den Strassenkünstlern - jede, selbst die banalste Aktivität wird gefilmt. In Waikiki ist man es sich ja gewöhnt, auf Filmteams zu treffen - Hawaii Five-O zum Beispiel wird nach über 100 Episoden laufend weiter gedreht. Dass man nun aber jederzeit und allerorten nicht nur den ohrhörerzugestöpselten Selbstvergessenen, sondern auch den egozentrierten Selfie-Filmern aus dem Kollisionskurs gehen muss, ist sehr gewöhnungsbedürftig.

 
Das Phänomen kommt unaufhaltsam auch auf uns zu. Die FAZ schreibt in ihrem Artikel Der grosse Erfolg der Selfie-Stäbe, dass sie die Renner der Saison und vielfach ausverkauft waren. Ohne mich, sage ich. Nicht dass ich etwas gegen Handy-Selbstporträts hätte. Nur: Werden die Fotos nicht viel witziger, wenn man sich mit dem eigenen Arm als Teleskopstange fürs Selfie verrenken muss, ganz zu schweigen von der Gelegenheit, anderen Leuten richtig nahe zu kommen, wenn man für ein Selfie-Gruppenbild nahe zusammenrücken muss? Und auch die Eisbrecherfrage von anderen Touristen: "Soll ich ein Foto von Ihnen machen?" möchte ich nicht missen. Ist es nicht ein schönes Element der Völkerverständigung, wie vertrauensvoll man sein geliebtes Device einem Fremden in die Hand gibt? Und wie nett ist es, wenn sich daraus noch ein anregendes Gespräch ergibt. 

Mobile Business Best Practice Award 2015

Sonntag, 15. Februar 2015
von Sabine Berghaus in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

Sie haben ein Projekt in Ihrem Unternehmen oder für einen Ihrer Kunden umgesetzt, in dem mobile Technologien entscheidend zur Verbesserung von Prozessen und Geschäftsabläufen beitragen? Das durch exzellente strategische Umsetzung und Implementierung besticht?

 

Dann bewerben Sie sich bis zum 17. April um den Mobile Business Best Practice Award 2015! 

 

Alle Informationen und Unterlagen finden Sie hier.

 

Der Award wird im Rahmen des Mobile Business Forums am 03. Juni 2015 verliehen.

Unsere Linktipps im Februar

Freitag, 13. Februar 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Leseempfehlungen | 0 Kommentare

Auf zu neuen Ufern

Er hat seine Standford-Professur und seinen Job bei Google dafür sausen lassen. Nun will Sebastian Thrun die Unilandschaft revolutionieren. Wie er das vorhat, sagt er im Interview mit der FAZ.

 

Apple Car?

Warum interessiert sich Apple zunhemend für die Autoindustrie? Davey Alba von Wired zur Konvergenz von Automobil- und Tech-Unternehmen.

 

Facebook für Verstorbene

Was passiert wenn ein Facebook-User verstirbt? Für die US-Nutzer von Facebook gibt es nun erstmals die digitale Nachlassverwaltung.

 

Lernen mit Youtube

Freitag, 13. Februar 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Vor rund 10 Jahren nahm das Videoportal seinen Betrieb auf. Damals ahnte wohl niemand, welches Phänomen sich daraus entwickeln würde.

 

Dieser Tage findet man auf Youtube Videos zu wohl allen Lebenslagen. Mit über 300 Stunden Video, welche pro Minute hochgeladen werden ist dies auch nicht weiter schwierig.

 

Tatsächlich lässt sich Youtube auch zu Schulungszwecken immer mehr sinnvoll anwenden. Verschiedenste Sachverhalte werden da –z.T. von ausgewiesenen Fachkräften– erklärt und gratis zur Verfügung gestellt.

 

Die jüngere Generation wächst mittlerweile praktisch mit Youtube auf. So hat das Portal auch Einzug in die Schulzimmer gehalten.

Die Informationssendung „Einstein“ des schweizerischen Fernsehens zeigte deshalb jüngst in einer Spezialsendung zu Youtube, wie Schüler eines schweizerischen Gymnasiums das Medium Youtube im Unterricht nutzen.

 

Zum einen eignen sie sich Sachverhalte, welche sie im Unterricht behandeln, über das Portal an. Zum anderen produzieren sie auch selbst Tutorials und laden sie hoch – so z.B. eine Anleitung zum Sezieren eines Schweineherzens.

Die Interviews, welche im unten angehängten Video in voller Länge zu sehen sind, zeigen aber auch, dass die Schülerinnen und Schüler einen durchaus kritischen Zugang zum Lernen mit Youtube haben.

 

So wird die mangelnde Tiefgründigkeit verschiedener Lehrvideos genannt, welche dazu führt, dass viele Videos lediglich zum ersten Einstieg in ein Thema nutzbar sind. Andererseits wird bei der „aktiven“ Nutzung (d.h. der Erstellung eigener Videos) von den Schülerinnen und Schülern angemerkt, dass der Lerneffekt nicht unbedingt beim Inhalt des Videos der Grösste ist. Vielmehr –so ein Schüler des gefilmten Zuger Gymnasiums– lerne man vor allem im Bereich der Videobearbeitung am Meisten. Es sind also vor allem die technischen Fertigkeiten, welche von der eigenen Gestaltung eines Videos profitieren.

 

Es ist deshalb wichtig, falls Youtube als Lernmedium eingesetzt wird ein hohes Mass an kritischer Reflexion dabei stets im Hinterkopf zu behalten.

 

Artikelbild "Youtube" von Rego Korosi, lizenziert unter CC BY-SA 2.0.

 

Verbreitung von mobilen Bezahlsystemen

Donnerstag, 12. Februar 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Mobile Business | 1 Kommentar

In der letzten Ausgabe berichteten wir unter anderem über ApplePay. Die Frage nach der möglichen zukünftigen Verbreitung von ApplePay und ähnlichen Bezahlsystemen (Mobile Payment Systems, M-Payment-Systeme) haben wir da aber offen gelassen.

 

Nun bringt eine Bachelor-Arbeit an unserem Institut und betreut durch Prof. Dr. A. Back neue Erkenntnisse darüber. Michael Müller erforscht in seiner Untersuchung die Ursachen und Gründe wie sich mobile Bezahlsysteme (Mobile Payment Systems) verbreiten.

 

Unter anderem kommt er in seiner Studie zum Schluss, dass vor allem die sog. Kompatibilität (compatibility) eine relevante erklärende Variable für die Bereitschaft ein mobiles Bezahlsystem zu benutzen entscheidend ist. Mit dem Begriff „Kompatibilität“ meint er dabei das Ausmass, in welchem das mobile Bezahlsystem mit der Lebensart und  der Art des Einkaufens des Benutzers übereinstimmt. Weiterhin scheint das rezipierte Risiko einen negativen Effekt auf die Bereitschaft ein solches System zu nutzen zu haben. Interessanterweise kommt es auf die Bedienungsfreundlichkeit und die Nützlichkeit eines M-Payment-Systems kaum an – Müller findet dazu in seiner Studie keine signifikanten Ergebnisse.

 

Die vom Benutzer wahrgenommene Verbreitung eines bestimmten Mobile Payment Systems hat anscheinend auch einen Einfluss auf die Bereitschaft ein solches zu benutzen. Der Zusammenhang ist gemäss Müller allerdings nicht direkt sondern indirekt, indem die Verbreitung auf die Variable der Kompatibilität einwirkt. Oder anders gesagt: wird ein M-Payment-System mehr genutzt, so wird es Teil der Lebensart der potenziellen Benutzer, was wiederum ihre Bereitschaft erhöht solche Systeme in Gebrauch zu nehmen. Ebenso beeinflusst die Verbreitung von mobilen Bezahlsystemen die vom Benutzer wahrgenommene Nützlichkeit und die wahrgenommene Benutzungsfreundlichkeit.

Aus diesen Ergebnissen lassen sich durchaus praxisrelevante Erkenntnisse für den Einsatz von M-Payment-Systemen gewinnen, welche Müller ebenfalls in seiner Arbeit formuliert.

 

Anbieter und Hersteller von M-Payment-Systemen sollten bei der Entwicklung und Verbreitung auf die Lebensart, d.h. den sozialen Kontext der potenziellen Kunden achten und ihn in die Entscheidungen mit einbeziehen. Weiterhin, so Müller, sollte auch immer im Hinterkopf behalten werden, dass die Verbreitung einen Einfluss auf die wahrgenommene Benutzungsfreundlichkeit hat.

 

Michael Müllers Studie lässt für die Verbreitung von Paymentsystemen meiner Meinung nach eine wichtigen Schluss zu: Da de Kompatibilität einen grossen Einfluss auf die Verbreitung bzw. die Bereitschaft zur Nutzung hat, wird sich die Verbeitung in verschiedenen Ländern unterschiedlich entwickeln - ähnlich zu der Verbreitung von Kreditkartentransaktionen, bei welchen z.B. Schweden seit längerem schon die Nase vorne hat.

 

Artikelbild "Mobile Payment" von Besugo, lizenziert unter CC BY-SA 3.0. 

 

Bloggerin

 

Prof. Dr. Andrea Back

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