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Kolumne: Gut gibt es Ideenklau

Dienstag, 19. Mai 2015
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 0 Kommentare

 

Wie schön! Da hat jemand eine von mir lang gehegte Idee bereits umgesetzt, Erich Bohli aus St.Gallen. Wenn man darauf stösst, zuckt man erst einmal zusammen, weil es sich anfühlt wie Ideenklau. Das ist es natürlich nicht. Wenn ein Bedürfnis und die Möglichkeit zu seiner Erfüllung in der Luft liegen, dann ist auch die Umsetzung nicht weit. Ich jedenfalls war hocherfreut, unter der Schlagzeile "Rendez-vous mit meinem Leben" (St.Galler Tagblatt, 9. April 2015) von der Website "Meet my Life" zu erfahren. Sie unterstützt beim Schreiben der Autobiographie und speichert sie im Netz - öffentlich einsehbar oder eben auch nicht.

 

Ich wünschte, meine Eltern würden für uns Kinder und ihre Enkelkinder etwas von ihrem Leben aufschreiben, insbesondere wie es in ihrer frühen Jugend so war. Irgendwo auf einer Diskette schlummert eine Textdatei, in der ich vor Jahrzehnten einige Erzählungen meiner Grossmutter festgehalten habe. Vermutlich ist die Datei unauffindbar, wenn ich danach suche, oder nicht mehr lesbar zu decodieren. Heutzutage kann man das anders anpacken. Meet My Life verspricht sichere Speicherung für eine halbe Ewigkeit, und überhaupt kann man auch ohne Enkelhilfe aktiv werden. 500 Fragen, quasi ein ausführliches Selbst-Interview, regen zum Schreiben an. Meine Eltern könnten selbst die Orte ihrer Kindheit besuchen, Fotos und Videos aufzeichnen und dazu erzählen. 

 

Bevor ich diesen Vorschlag unterbreite, dachte ich, besuche ich doch als Probelauf erst selbst einmal den Ort, wo ich aufgewachsen bin. Gedacht und am 1. Mai getan und viele Fotos gemacht. Die Erinnerungen sind nun wieder wach. Nur fehlen leider die fotographischen Illustrationen dazu, denn zu Hause stellte ich fest, dass keine Speicherkarte in der Kamera war. Na so etwas, Freud'sche Panne: Das soll mir wohl sagen, dass es für meine Autobiographie definitiv noch zu früh ist.

Unsere Linktipps im Mai

Sonntag, 17. Mai 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Leseempfehlungen | 0 Kommentare

Neue Medien

Facebook wird immer mehr zur Newssite - und die Medienhäuser ziehen mit. Weiters dazu finden Sie hier.

 

Einmaliger Schutz

Was bringen Einmalpasswörter? Sind sie sicher(er)? Dazu mehr bei der FAZ.

 

Social Media Impact

Daniel Miller hat in seiner Studie neue Erkenntis zum Einfluss von Social Media gefunden. Seine anthropologische Sichtweise auf die Thematik, können sie hier nachlesen.

 

 

Project Ara

Sonntag, 17. Mai 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Schon vor einer Weile hat Google mit Project Ara ein sogenanntes modulares Mobiltelefon aufs Tapet gebracht. Die Idee dahinter ist simpel und könnte noch mehr Innovation auf den Smartphonemarkt bringen.

 

Die Idee hinter Project Ara ist, dass sich Nutzerinnen und Nutzer ein Smartphone nach ihren Wünschen zusammenstellen können. So braucht jemand vielleicht eine hochauflösende Kamera, ein anderer viel Speicher und wiederum ein anderer legt besonderen Wert auf lange Akkulaufzeit. Dabei soll das Gerät nicht mühsam zusammenbastelt werden müssen. Die einzelnen Komponenten lassen sich ganz einfach auf einer Art Mainboard anstecken und installieren.

 

Die individuellen Teile werden jedoch nicht alle von Google selber produziert. Die Vorstellung ist, dass viele unterschiedliche Unternehmen diese herstellen. So könnte man beispielsweise ein Display von Samsung mit einem Akku von HTC kombinieren. Dies wird insbesondere Interessant, wenn man in Betracht zieht, dass auch hochspezialisierte Unternehmen aus ganz spezifischen Segmenten Komponenten für Project Ara herstellen könnten. So wäre es z.B. durchaus denkbar, dass Hersteller von Fotokameras wie Canon oder Nikkon hochauflösende Kameras für Project Ara produzieren. Google erhofft sich durch diese – zu Recht – mehr Innovation.

 

Vor Kurzem liess das Unternehmen verlauten, dass nun ein Pilotprojekt aufgegleist wird, um die Praxistauglichkeit von Project Ara zu testen – man darf also gespannt sein wie es weitergeht.

 

Artikelbild "Project Ara", von HNGN, lizenziert unter CC BY-NC 2.0

 

M- vs. E-Commerce

Sonntag, 17. Mai 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Es ist noch nicht so lange her, da hatte noch nicht jeder Detailhändler eine Website, geschweige denn einen Online-Shop. Für viele war die Umstellung (bzw. die Ergänzung des eigenen Angebots dadurch) auf E-Commerce schon genug und oft auch für das Budget belastend.

Nun droht aber eine weitere Entwicklung dem eben erst etablierte E-Commerce-System den Rang abzulaufen: M-Commerce. Wie zu vermuten ist, steht das M in M-Commerce für Mobile, d.h. den elektronischen Handel über mobile Endgeräte, wie Smartphones oder Tablets.

 

Eine besonders wichtige Rolle spielt dabei die rasant gestiegene Verbreitung von Internetfähigen Mobilgeräten. Dadurch, dass man ständig Zugriff auf das Internet hat, ist die Idee naheliegend, dass man auch gewisse Einkäufe darauf tätigen möchte. Gerade die jüngere Generation hat kaum Hemmungen, Einkäufe über das Smartphone zu tätigen. Zudem werden die Technologien, welche die Sicherheit solcher Transaktionen gewähren sollen, immer ausgefeilter und besser.

 

Gegenüber E-Commerce hat M-Commerce den Vorteil, dass es jederzeit und überall einsetzbar ist. Laptops und vor allem fixe Desktopcomputer haben immer noch den Nachteil, dass sie nicht sofort einsatzbereit sind. Will eine Kundin spontan etwas kaufen kann sie dies mit M-Commerce tun und muss nicht erst warten, bis sie zu Hause ist.

 

M-Commerce eröffnet v.a. für Detailhändler viele Möglichkeiten. So können beispielsweise auf Plakaten QR-Codes mit Rabatten oder neuen Produkten angebracht werden, welche die Kunden direkt nutzen können. Somit werden Potenziale besser genutzt. Detailhändler können so ihre Produkte schneller und gezielter an den Kunden bringen.

 

M-Commerce wird sicherlich auch in Zukunft eine grosse Rolle spielen. Über die Auswirkungen von M-Commerce auf die Retailsparte wird im Übrigen auch am Mobile Business Forum 2015 diskutiert.

 

Artikelbild "Shopping with iPhone", von Jason Howie, lizenziert unter CC BY-NC 2.0

 

 

Social Video Learning

Sonntag, 17. Mai 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Den grössten Teil unserer Umwelt nehmen wir über unsere Augen wahr. Der fast schon abgedroschene Spruch „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ ist nicht so ganz falsch. Genau so ist es mit dem Lernen. Ein Studierender hat heutzutage die meisten seiner Unterlagen in Schriftform vor sich. Und je nachdem wie kompliziert ein Lehrbuch verfasst ist, haben manche bestimmt Mühe sich den Inhalt irgendwie zu vergegenwärtigen.

 

An diesem Punkt setzt Social Video Learning an. Was dies ist, wird am besten durch ein Beispiel erklärt, welches Dr. Frank Vohle im Interview mit e-teaching.org erzählt. Ein Tenniscoach kann das Training seines Schülers auf Video aufnehmen. Allfällige Fehler des Schülers kann er dann direkt im Video kommentieren, sodass der Schüler direkt sieht, was er falsch gemacht hat. Im Anschluss daran stellt er sein Video online und lädt seine Kollegen ein, ihre Kommentare dazu abzugeben und so ein Feedback zu erhalten.

 

Der grösste Vorteil von Social Video Learning ist die Unmittelbarkeit. Klassische Formen der Zusammenarbeit erfolgen meist schriftlich. Bei Videos ist der Zugang zum Inhalt bedeutend einfacher und eben unmittelbarer. Der Rezipient des Feedbacks muss sich eine Situation nicht erst abstrakt vorstellen oder an etwas erinnern, sondern sieht mögliche Fehler (aber auch Lob) dort, wo es stattfindet. Laut Frank Vohle ist Social Video Learning auch besonders deshalb geeignet, weil in einem Video auch Abläufe und Vorgänge (z.B. das Lösen einer Mathematikaufgabe) besser erfasst werden können als in Schriftform.

 

Social Video Learning ist deshalb gut dafür geeignet beispielsweise Präsentations- und Moderationstechniken zu üben – sei dies an einer Hochschule oder an einer Mitarbeiterschulung im Unternehmen. Feedback wird dadurch besser und schneller umgesetzt, was Zeit einspart und die Motivation erhöht.

 

Mehr zu Social Video Learning ist im Interview mit Dr. Frank Vohle zu hören. 

Artikelbild "learn", von Mark Brannan , lizenziert unter CC BY-NC-SA 2.0

 

Bloggerin

 

Prof. Dr. Andrea Back

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