Newsblog

Potentiale von Wearables evaluieren

Mittwoch, 15. Oktober 2014
von Christian Ruf in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Das Competence Center Mobile Business verfolgt schon seit einiger Zeit News rund um Wearable Devices. Die Menge an Neuankündigungen und Produkten ist überwältigend und spätestens seit Apple im letzten Monat die Apple Watch für das Jahr 2015 ankündigte, wurden auch die Laggards unter uns auf diese jüngsten Entwicklungen im Bereich mobile IT aufmerksam.

Doch Sie fragen sich sicherlich, was das Potential dieser neuen Generation an Consumer Devices für Ihr Unternehmen ausmacht? Vielleicht helfen folgende Fragen, das Potential von solchen neuen Entwicklungen zu evaluieren:

  • Wird durch mobile IT die Handhabung in Ihren Prozessen vereinfacht?

  • Inwiefern geniesst die mobile IT bei Ihren Mitarbeitern schon eine grosse Akzeptanz?

  • Werden durch mobile IT intelligente Inhalte geschaffen?

  • Wie werden durch mobile IT Geschäfts- und Kundenprozesse automatisiert?

  • Ist mobile IT als solche nicht mehr explizit wahrnehmbar und unterstützt sie die Geschäftsprozesse auf eine unscheinbare Art und Weise?

 

Überprüfen wir aktuelle mobile IT, wie Google Glass oder Smartwatches, mit diesem Kriterienkatalog, sehen wir, dass sich das Potential dieser Devices für das Business-Umfeld noch in Grenzen hält: Bedenken haben wir bei den Smartwatches primär, was die intelligenten Inhalte anbelangt. Will der Mitarbeiter wirklich permanent Emails und andere Notifications ungefiltert auf der Uhr lesen? Erste Unternehmen entwickeln intelligentere Algorithmen, welche Notifications nach ihrer Wichtigkeit bewerten, individuell für den Nutzer auf der Smartwatch verfügbar machen (s. aktueller Artikel von Techcrunch).

Bei den neuartigen Brillen, wie bspw. Google Glass, sind wir skeptisch, was die Akzeptanz bei den Mitarbeitern anbelangt. Während wir zuversichtlich sind, dass sich Smartwatches auch dank ihrer intuitiven Bedienung in den nächsten Monaten schnell verbreiten, wird es bei den Glasses wohl noch länger dauern. 

Neue Veröffentlichung im Journal of Management Systems

Mittwoch, 15. Oktober 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

Sabine Berghaus, Thomas Sammer, Hans Brechbühl (Tuck School of Business at Dartmouth) und Andrea Back haben ein Paper mit dem Titel "Balancing Innovation and Operations: Opportunities and Challenges of Second Generation Enterprise Mobility" im Journal of Management Systems veröffentlicht. In dieser Forschungsarbeit wurde untersucht, welche Herausforderungen für interne IT-Abteilungen durch die Einführung von Mobile Business Solutions entstehen und wie damit umgegangen werden kann.

Kolumne: Meinungsumschwung: Bitte Abschalten!

Mittwoch, 15. Oktober 2014
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 3 Kommentare

Bei unserem letzten Roundtable mit Unternehmensvertretern habe ich mir verwundert die Augen gerieben, als mein Mitarbeiter ganz selbstverständlich zur Begrüssung seine Hausordnungsfolie aufblitzen liess, die den Gebrauch von Devices verbot. Ein Digital Native gibt den Tarif durch: Kein Handy, keine Tablets, keine Notebooks für die nächsten Stunden. 

Schon dieses Erlebnis hat mich aufmerken lassen. Denn bei meinen Lehrveranstaltungen lasse ich die Leute selbst entscheiden, wie sie ihre Zeit im Seminarraum nutzen. Nicht dass es mir nicht auffallen würde, dass einige gedanklich ganz woanders sind. Aber die Nutzung von Devices zu verbieten, wäre mir altbacken vorgekommen. 

 

Und jetzt lese ich dies: Clay Shirky, der als Buchautor und Dozent zu Internet-Themen für mich ein Neue-Medien-Guru ist, hat dieses Herbstsemester seine Studierenden aufgefordert, während dem Unterricht keine Laptops, Tablets und Smartphones zu benutzen. Er hat seine Meinung geändert: "Lids down" ist bei ihm nun ein Muss, keine Empfehlung mehr. Lesen Sie selbst, wie er dazu gekommen ist und was er über die Nachteile von Multi-Tasking schreibt. Auch E-Learning-Guru Elliot Masie hat Shirky's Essay dankbar aufgegriffen und sagt: "I find myself in strange agreement. While I love to be connected, for the small amount of time that I am in a classroom, I want to be engaged." Elliott Masie's Learning TRENDS 850.

 

Diese drei Vorbilder sind Anstoss genug für meinen eigenen Meinungsumschwung. Den letzten Kick in Richtung Abschalt-Gebot hat mir eine Auseinandersetzung mit meinem Teenager-Sohn gegeben. Er besucht derzeit in USA eine High School mit sogenannten iPad-Klassen. Das Tablet ist Schulbuch, Schulheft, Anschlagbrett, Klassenheft usw. in einem. Es eignet sich allerdings auch hervorragend für Computerspiele. Wenn ich ihm zu Hause wegen exzessiven Gamens die Spielkonsole am Fernseher abgeschaltet habe, gab es Unmut, mit einer Prise Einsicht. Wenn ich ihm nun hier deswegen das iPad abnehmen will, gibt es Unmut mit wütendem Protest, dass er doch die meiste Zeit damit Hausaufgaben gemacht hätte! Also nein, das passt mir nicht: Ich möchte gern die Kontrolle übers Ausschalten behalten, das ging mit Büchern und Heften aus Papier einfach besser.

Verschlafen Unternehmen die Digitalisierung?

Montag, 13. Oktober 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Nutzer werden immer mobiler, neue technologische Trends halten in unseren Alltag Einzug und die Digitalisierung von Produkten und Services schreitet immer weiter voran. Allerdings ist auch zu beobachten, dass das Bild bei Unternehmen ein anderes ist. Hier waren in letzter Zeit Stimmen zu lesen, die davor warnen, dass Unternehmen die Digitalisierung verschlafen.

 

Carsten Knop spricht in der FAZ von der "digitalen Schizophrenie" und meint damit die Tatsache, dass einerseits die Nutzer begeistert der neuen Apple Watch entgegenfiebern, während auf der anderen Seite Unternehmen zwar über die schöne neue Technikwelt diskutieren, aber wenig digitale Innovationen spürbar werden. 

 

Der Bosch-Aufsichtsratschef Franz Fehrenbach sagt in einem Interview im Handelsblatt, dass etablierte Firmen bezüglich Kreativität und Offenheit gegenüber Neuem von jungen Startups lernen können. Vor allem in der Vernetzung von Daten und Hardware sieht er "eine Riesenchance" und fordert mehr Risikofreude und Selbstständigkeit, um die Chancen der Digitalisierung richtig zu nutzen. 

 

Trotz dieser Chancen und dem digitalen Ausbau steht vor allem der Mittelstand der Digitalisierung kritisch gegenüber. Die FAZ zitiert eine Studie der GfK Enigma, nach der für 70 Prozent der deutschen Betriebe mit einem Umsatz von unter 5 Millionen Euro im Jahr die Digitalisierung kaum oder gar keine Relevanz hat. Dies deutet darauf hin, dass hier Ängste vor neuen Technologien vorherrschen und auf traditionelle Mittel vertraut wird. So spielen Big Data oder CRM für mittelständische Unternehmen kaum eine Rolle. 

 

In Zukunft werden auch traditionelle Unternehmen nicht umher kommen, digitale Produkte und Services anzubieten und ihr Angebot langsam zu erweitern, da die gesellschaftliche digitale Transformation mit dem rasanten technologischen Fortschritt immer weiter voranschreitet und damit auch Unternehmen sich der Digitalisierung nicht entziehen können, wie diese Grafik von Alain Veuve sehr schön zeigt. 

Bloggerin

 

Prof. Dr. Andrea Back

Newsletter

 

Erscheinungsweise: monatlich, bis auf August und Januar (zehnmal im Jahr)

 

Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular für unseren Newsletter.

 

Hier gelangen Sie zu den Mediadaten des Newsletters mit Anzeigenpreisen.

Social Media

 

Publikationen