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Kolumne: Trendscouting Schlafen 4.0

Mittwoch, 14. September 2016
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 1 Kommentar

 

Die Gründerin und frühere Chefin der Huffington Post ist beim Einnicken erst aufgewacht? Wie das? Sie wurde einmal vor Erschöpfung am Schreibtisch ohnmächtig, und als ihr Kopf auf die Tischplatte knallte, brach sie sie sich den Wangenknochen. Auf dem anschliessenden Leidensweg dämmerte ihr, dass man eher durch Schlaf als mit Überstunden Hochleistungen erbringt

 

Jetzt engagiert sich Arianna Huffington als Botschafterin gegen den Studierenden verbreiteten Ansehenswettbewerb, wer am wenigsten schläft. Das kennt man ja auch aus der Arbeitswelt, wo sich erfolgreiche Menschen damit brüsten, mit vier Stunden Schlaf und weniger auszukommen. Mit ihrer „Sleep Revolution College Tour“ will sie den Weg für eine neue Schlafkultur bereiten, denn Schlafentzug soll ähnlich negative Auswirkungen auf die Lernleistung haben wie Drogenkonsum und Komatrinken.

 

Frau Huffington rät, das Smartphone von der Bettkante zu stossen und auf den klassischen Wecker zurückzukommen. Auch sonst setzt sie nicht auf Mobile und Digital: Sie redet von einer Änderung der Schlafkultur und propagiert z.B. nicht die zunehmend beliebten Schlaftracking-Apps, die sogar ihren Weg ins Gesundheitsmanagement von Unternehmen finden.

 

Zur Thema Schlafkultur also konnte ich kürzlich eine bemerkenswerte Beobachtung machen: Beim Besuch des futuristischen Learning Center der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne – 360-Pano hier – welches auch die Bibliothek beherbergt. Die Lernforschung hat gezeigt, dass ausreichend Schlaf sehr wichtig ist, um neu Gelerntes im Hirn zu verankern und um kognitiv leistungsfähig zu sein. Bibliotheken sind Orte, an denen konzentriertes Lernen stattfindet – auch heute noch: An den Unis werden Bibliotheken sogar räumlich erweitert. Nicht weil es mehr Platz für Bücherregale bräuchte, sondern weil die Studierenden die ruhigen Lernplätze dort schätzen und gerne einen Schreibtisch und Räume für Kleingruppenbesprechungen reservieren. Aber wo macht man nach dem üppigen Lernmahl sein Verdauungsschläfchen? Auch dafür bietet das Learning Center Raum, wobei die Architekten das vermutlich nicht so geplant haben. Die Nutzer/innen wissen sich zu helfen: Überall liegen bunte Sitzsäcke bereit, die sich zu kuscheligen Nestern zusammenhamstern lassen. Wie man am Foto sieht, hat sich für den Lernschlaf ein geeigneter Platz gefunden. Ich fand das nicht störend, und auch niemand anders schien daran Anstoss zu nehmen. Sieh an, dachte ich mir: Schlafen ist hierzulande nicht mehr so peinlich, wie es in diesem NZZ-Artikel heisst

 

Nach Open-Online-Courses ist Open-Sleeping in öffentlichen Präsenzlernräumen ein neuer Trend – die Open-Bewegung zieht immer weitere Kreise. 

Impulse zur Führungsarbeit

Dienstag, 13. September 2016
von Sabine Berghaus in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

 

In der aktuellen Ausgabe von GDI Impuls berichtet Jonathan Möller aus dem "Führungslabor" von seinen Erfahrungen mit flexiblen Organisationsstrukturen und partizipativer, kooperativer Führungsarbeit in seinem Unternehmen Foryouandyourcustomers. Dahinter verbergen sich sehr interessante Konzepte, beispielsweise der Aufbau der Organisation als "Zellstruktur" und die Führung über extreme Offenheit und Eigenverantwortung. Auch unsere Mitarbeiterin Barbara Josef hat sich im HR Blog Today Gedanken darüber gemacht, wie Mitarbeitende sich selbst motivieren und wie sich Führungskräfte dies zunutze machen können. Wer nach inspirierenden Impulsen für die Führungsarbeit sucht, findet in diesen beiden Erfahrungsberichten viel Wertvolles. 

 

Artikelbild via Pixabay

 

 

Erfolgreiche Praxisprojekte zu Mobile Business, Digitalisierung und Knowledge Management

Montag, 12. September 2016
von Sabine Berghaus in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Jedes Semester führen wir gemeinsam mit Studierenden und Unternehmenspartnern erfolgreich kurze Praxisprojekte durch. Die Ergebnisse aus dem vergangenen Semester können sich sehen lassen und daher möchten wir Ihnen diese kurz vorstellen: 

 

 

AbaClik - Wertbeitrag einer Mobile App 

Welchen Wertbeitrag liefert die AbaClik Mobile App bestehenden Abacus Kunden und wie lässt sich dieser sichtbar machen? Um dieser Frage nachzugehen, wurden Abacus Kunden, welche die Applikation bereits zu Testzwecken in Gebrauch haben, befragt. So wurden sowohl qualitative Vorteile herausgearbeitet, aber auch Anhaltspunkte für die quantitative Berechnung des Wertbeitrags in Erfahrung gebracht. Ergänzungen durch eingehende Literaturrecherchen dienten als Ergänzung zur Erstellung eines Tools für die individuelle Berechnung des Wertbeitrages für ein Unternehmen. Das Ergebnis der Arbeit ist ein Tool, welches im Verkauf direkt als Argumentationsgrundlage für den unternehmensspezifischen Nutzenbeitrag der Mobile App verwendet werden kann und Aufschluss über mögliche Ersparnisse und allenfalls nicht quantifiziertbare Vorteile geben soll.

 

 

Insurance Customer Interface ti&m

Das Projekt „Insurance Customer Interface“ analysiert Treiber der Digitalisierung in der Versicherungsbranche (Marktanalyse) und die damit einhergehende Veränderung der Kundenbedürfnisse. Im Rahmen von Experteninterviews werden Schlussfolgerungen aufgestellt. Anschliessend werden diese in einem Workshop mit Studierenden als Kundenfokusgruppe innerhalb verschiedener Szenarien durchgespielt. Basierend auf diesen Bausteinen werden Handlungsempfehlungen für etablierte Versicherer hinsichtlich ihrer digitalen Kundenschnittstelle abgeleitet.

 

 

 

Einführungs- und Betriebskonzept für eine neue Art von Knowledge-Software

Das Projekt „HSG-Brain“ analysiert die zur Einführung der Starmind-Software an der Universität St.Gallen relevanten Umweltfelder. Relevantes Endprodukt des Projekts ist ein Einführungs- und Betriebskonzept, das zugleich umfassend wie auch bereit für die Realisierung ist. Rahmenwerk und Vorgehen im Kontext des Projekt bilden die Projektmethodik HERMES, der Business Model Canvas von Osterwalder & Pigneur sowie die Kombination aus dem Szenarioansatz und Nutzwertanalysen.

 

 

Forschungsaktivitäten zum Thema "Mobile" an Schweizer Universitäten und Hochschulen 

Welche Personen der Forschungslandschaft Schweiz befassen sich aktuell mit dem Thema «Mobile»? Wo liegt ihr Fokus, welche Mittel werden hierfür aufgewendet und wie erfolgt der Transfer in die Wirtschaft? Um einen Überblick über die Forschungsaktivitäten zu gewinnen, wurden systematisch Personen aller Universitäten und Fachhochschulen der Schweiz gesucht, welche sich aktuell mit diesem Thema befassen. Hierfür wurde der Begriff «Mobile» eigens definiert und abgegrenzt. Die gefundenen Personen wurden kontaktiert und nach deren Aktivitäten, den allozierten Ressourcen und dem Transfer in die Wirtschaft befragt. Die bestätigten Kontakte wurden in eine simulierte App übertragen, welche neben der Datenbankfunktion beispielsweise auch zum Austausch aktueller Forschungsergebnisse oder dem Organisieren von Events ausgeweitet werden könnte.

 


 

Digitale Nomaden - Ein Erfahrungsbericht aus Tallinn

Montag, 12. September 2016
von Sabine Berghaus in der Kategorie Digital | 0 Kommentare
 
Wie kann eine Kombination von Arbeit und Urlaub funktionieren? Wie schafft man sich ausserhalb des Büros ein inspirierendes und produktives Arbeitsumfeld? Zu diesen Fragen durfte ich in diesem Sommer während drei Wochen "Workation" in Tallinn einige Erfahrungen sammeln. Als Doktorandin hat man immer seine eigene Forschung mit im Gepäck und freut sich daher über eine Zeit, in der man andere Dinge ausblenden und sich nur der Dissertation widmen kann. Damit dies funktioniert benötigt man mehrere Dinge: 
 
 
Am wichtigsten ist ein ungestörter Arbeitsplatz. Während man in Kaffeehäusern viele Menschen mit Laptops sieht, hat dies für mich über einen längeren Zeitraum hinweg nicht funktioniert. Zum Lesen oder für kleinere Aufgaben ging das problemlos. Für längere Aufgaben, die Konzentration erfordern, war für mich der Besuch in einem Coworking Space ideal. Dort findet man einen Arbeitsplatz, Strom und Internet, eine Kaffeemaschine und auch etwas sozialen Anschluss. Die Tatsache, dass man nicht allein im Home Office am Schreibtisch sitzt, sondern mit anderen Menschen zusammen ist, machte für mich einen grossen Unterschied. Wenn dazu noch ein schöner Ausblick kommt - umso besser. 
 
 
Für digitale Nomaden ist Zeitaufschrieb nicht wirklich machbar. Eine klare Aufgabendefinition und Zielsetzung, was man erledigen möchte, ist daher unerlässlich. Denn häufig habe ich mehrere kürzere Zeiträume am Tag gearbeitet statt beispielsweise einen halben Tag am Stück. Gewisse Rüstzeiten kommen da hinzu, wenn man sich jedes Mal neu in eine Aufgabe hineindenkt. Daher hilft es, wenn man sich an den Aufgaben und Zielen, die man erledigt haben möchte, orientiert und nicht an der Zeit, die man am Schreibtisch verbringt. 
 
Insgesamt fand ich den Aufenthalt in Tallinn sehr spannend und inspirierend. Estland ist übrigens was digitale Transformation angeht ein Vorreiterland. Mit der e-Residency verfügen die Esten als einzige Nation der Welt über eine digitale Identität, die ihnen ermöglicht diverse Verwaltungsanliegen online zu erledigen. 

Bloggerin

 

 

Prof. Dr. Andrea Back

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