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Kolumne: Social Business - (M)Ein Baum mit RFID-Chip

Montag, 17. November 2014
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 0 Kommentare

Frisch gepflanzter Koa-Legacy-Tree, GPS: N19'' 57.421360W155'' 21.984673 

 

Auf meinen Reisen in den letzten Monaten bin ich mit vielen Fehlern konfrontiert worden, die der Mensch so gemeinhin macht. An den Wäldern der hawaiischen Inseln wurde Raubbau ohne Grenzen getrieben. Sandelholz- und Koa-Bäume sind heute Mangelware. Auch wenn sich die Menschheit in und gegenüber der Natur als Räuber gebärdet, so zeichnet sie doch aus, dass sie aus den Konsequenzen ihrer Handlungen lernt und auch mal aus Fehlern klug wird. Wo Lichtblicke dieser Art zu entdecken sind, darf man Hoffnung schöpfen - und tatkräftig mithelfen. 

 

Ein schönes Beispiel für solche Lichtblicke ist mir im Zusammenhang mit Wim Wenders aktuellem Dokumentarfilm "Das Salz der Erde" begegnet. Wie es am Schluss des Interviews mit ihm heisst, soll der brasilianische Fotograf Salgado in seiner Verzweiflung über die Regenwald-Zerstörung durch die Wiederaufforstungsidee seiner Frau wieder Hoffnung und Schaffenskraft geschöpft haben.

 

Kürzlich bin ich selbst mit einem Wiederaufforstungsprojekt in Berührung gekommen. Hawaiian Legacy Hardwoods entwickeln sehr originelle Social Business Geschäftsmodell-Ideen. Für die Gestaltung einer Tour, bei der man persönlich einen Koa-Baum pflanzt, haben sie dieses Jahr einen Ökotourismus-Award gewonnen. Samstag vor einer Woche war es dann soweit: Ich habe (m)einen Koa-Baum gepflanzt (siehe Foto): Er hat einen RFID Chip (EPC 39900) und seine GPS-Koordinaten sind N19'' 57.421360W155'' 21.984673. Ich kann ihn also jederzeit virtuell besuchen. Zu Beginn der Tour erhält man ein Tablet und gibt ein, auf wessen Name das Sponsoren-Zertifikat ausgestellt sein soll und zu Ehren von wem sowie mit welcher Widmung man den Baum pflanzt. Dieser sogenannte Legacy-Tree wird nicht zur wirtschaftlichen Verwertung geerntet. Aber ein Return-on-Investment bekommt man trotzdem: Wie die Umwelt und Gesellschaft profitiert, wird wie folgt beschrieben: "Over a 50-year lifetime, a tree generates $31.250 worth of oxygen, provides $62.000 worth of air pollution control, recycles $37.500 worth of water, and controls $31.250 worth of soil erosion". 

 

Wir fanden das eine sehr einprägsame Erfahrung, allein schon die Fahrt durch das weite Gelände der Ranch und das Pflanzritual ohne Eile. Und mit der modernen Technik, Tablet - RFID - GPS und Mapping-/Satellitenbild-Applikationen, kommt noch ein Farbtupfer Spass obendrauf. Man kann diesem Aus-Fehlern-wird-man-klug-Beispiel nur wünschen, dass es virale Ansteckungskraft entwickelt. Denn für das Lernen aus Fehlern ist es nie zu spät, analog zum dem Motto, das sich Hawaiian Legacy Hardwoods auf die Fahnen geschrieben hat (Chinesisches Sprichwort): The best time to plant a tree is 20 years ago. The second best time is now.

E-Mails vom Arbeitsplatz verbannen

Donnerstag, 13. November 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Jedem ist klar, dass E-Mails Produktivitätsvernichter sind und wir täglich mit viel zu vielen überflüssigen Mails in unserem Posteingang konfrontiert sind. Das Problem ist alt und Lösungen gibt es zuhauf – wie z.B. das E-Mail-Programm nur zweimal täglich ein zu schalten – aber wirklich nachhaltig hat sich nichts bewährt.

 

Die Beratungsfirma Atos Consulting hat daher 2011 das Ziel herausgegeben eine „zero e-mail company“ zu werden. Eine Methode war z.B. Projektkommunikation auf Kollaborationsplattformen, wie z.B. Jive, auslagern. Nach ihrer Umfrage können digitale Technologien wie Social Media und Cloud-basierte Lösungen dabei helfen, mit nötigen Informationen auf dem neuesten Stand zu bleiben und neue Informationen zu finden. Wobei aber auch bedacht werden muss, dass sich nicht jede technologische Lösung für jedes Problem eignet. Wichtig ist daher, das richtige Tool für die jeweilige Aufgabe zu finden. Und genau das ist die Herausforderung. Denn nur weil sich E-Mail etabliert hat, heisst es nicht, dass es die beste Lösung ist. Das Whitepaper zu diesem Thema ist hier nachzulesen.  

 

Auch diese Ansätze sind nicht neu und auch hier stellt sich die Frage, wie ein solcher Kulturwandel nachhaltig implementiert werden kann. Denn die genaue Umsetzung und Erfahrungswerte fehlen in dem Bericht. Aber es zeigt auf jeden Fall auf, dass das Ziel, E-Mails vom Arbeitsplatz zu verbannen nicht nur mit der Einführung einer neuen Plattform erreicht werden kann, sondern als ein grösser angelegtes Transformationsprojekt begriffen werden muss. Vor allem mit dem Eintritt von mehr und mehr Digital Natives in Unternehmen werden neue Wege der Kommunikation und Kollaboration Einzug halten. Veränderte Verhaltensweisen von Digital Natives und ihren Einfluss auf Organisationen haben Robert M. Mason, Karine Barzilai-Nahon und Nancy Lou in einer explorativen Studie untersucht.

 

Artikelbild "Today's Workplace" von Johan Brook, lizenziert unter CC BY-SA 2.0

Ist eine App wirklich besser als E-Mail? Ein Experiment mit der App von additiv.

Donnerstag, 13. November 2014
von Christian Ruf in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Jedes Unternehmen braucht sofort, jetzt und am besten noch heute eine App, um mit den Kunden zu kommunizieren, um Geschäftsprozesse zu unterstützen oder um mit sonstigen Stakeholdern zu interagieren.

 

Braucht es das wirklich? In welchen Situationen bietet eine App echte Mehrwerte gegenüber bewährten Praktiken? Wir erlauben es uns, diese etwas ketzerische Frage zu stellen und untersuchten in einem Experiment, inwiefern die Studienteilnehmenden die App gegenüber E-Mail bevorzugten.

 

Die App wurde uns von additiv zur Verfügung gestellt. Bei der Gestaltung und der Nutzerführung orientierte sich additiv an gängigen Erfolgsbeispielen aus der Branche und legte insbesondere auch grossen Wert auf Einfachheit und Sicherheit. Die 34 Experimentteilnehmenden durchliefen Teile eines Vermögensberatungsprozesses. Die Teilnehmenden wurden in 2 Gruppen aufgeteilt und erhielten jeweils in umgekehrter Reihenfolge identische Informationen einmal klassisch per E-Mail und das andere mal per App ausgeliefert. 

 

 

Die Befragungen zeigen dabei gemischte Resultate. Während die Teilnehmenden mit der App wesentlich zufriedener waren als mit der E-Mail, konnte aber mit der mobilen Version das Vertrauen in die Dienstleistung und auch die zukünftige Nutzungsabsicht nicht merklich positiv beeinflusst werden. 

 

Einschränkend ist inbesondere der Faktor, dass es sich bei den Teilnehmenden um Studierende der Universität Zürich und der Universität St.Gallen handelte und somit nicht repräsentativ ist. Trotzdem veranlassen die Resultate dazu, sich genauer Gedanken zu machen, in welchen Anwendungsszenarien eine App effektive Mehrwerte schaffen kann. Einfache Bedienung, schöne User Experience und ein sicheres Login alleine reichen wohl nicht aus, um die Verbreitung von mobilen Applikationen voranzutreiben. 

Programmieren für Kinder im Weltraum

Dienstag, 11. November 2014
von Sabine Berghaus in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

 

Am besten lernt es sich in der praktischen Anwendung – umso spezieller ist aber das „Coding for Space“ Programm  Jugendliche von zehn bis 16 Jahren lernen in diesem Kurs Programmieren, indem sie mit einem tatsächlichen Satelliten mit der Ardusat Plattform interagieren. Der Kurs findet sowohl online als auch als klassisches Classroom-Programm in Miami statt. Für Kinder, die sich für den Weltraum, Satelliten und Astronauten interessieren, kann es wohl kaum etwas Spannenderes geben. Der Kurs legt den Fokus auf Kreativität und eigenständiges Problemlösen.

 

 

Auch andere Initiativen arbeiten daran, Jugendliche für das Programmieren zu begeistern. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird daran gearbeitet, das Programmieren in natürlicher Spracheingabe zu ermöglichen. Allerdings steht dies noch vor dem Problem, dass Nutzer sich eine bestimmte Sprechweise antrainieren müssten, was in der Praxis selten funktioniert. Gerade an diesem semantischen Verständnis wird in Zukunft noch gearbeitet werden müssen. 

 

Wer statt mit Satelliten lieber mit kleinen Robotern interagiert, der kann mit "The Little Robot Friends" auf eine sehr spielerische und lustige Weise programmieren lernen.

 

 

Artikelbild International Space Station over Earth von NASA's Marshall Space Flight Center, lizenziert unter CC BY-NC 2.0

Gründungsausgabe der Zeitschrift iTeL ist erschienen

Dienstag, 11. November 2014
von Elsy Zollikofer in der Kategorie Lehrstuhlnachrichten | 0 Kommentare

Das Interdisziplinäre Journal für Technologie und Lernen (iTeL) ist eine Open Access-Zeitschrift in deutscher Sprache für die akademische Leserschaft und interessierte PraktikerInnen. Die Beiträge wurden in einem Open-Peer-Review-Verfahren evaluiert. Hinter allen Beiträgen liegt ein engagierter zweistufiger Prozess der Überarbeitung. ITeL 1/2014 versammelt 3 Beiträge zu interdisziplinären theoretischen und empirischen Zugängen zu technologiegestütztem Lernen. In dieser Ausgabe ist auch der Artikel "Mediennutzung in der Projektkommunikation von Studierenden - Analyse dreier Praxisprojekte unter besonderer Berücksichtigung der Kollaborationsplattform MavenLink" von Yannick Rennhard und Andrea Back erschienen.

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Prof. Dr. Andrea Back

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