Newsblog

Kolumne: Cloud - aber anders als Sie denken

Montag, 16. März 2015
von Andrea Back in der Kategorie Kolumne | 0 Kommentare

Draussen ist es dunkel. Ich sitze am Schreibtisch und bin bereit für Inspirationen zur Kolumne. Gerne schaue ich dabei durchs Fenster den vorbeiziehenden Wolken zu. Dann schaltet das Hirn auf kreativ. Nur, wie gesagt, es ist schon Nacht. Aber was wäre das Netz, wenn es nicht auch dafür eine Lösung hätte.

 

Durch das NZZ-Folio 3/2015 bin ich auf die Wolkenwürdigungsgesellschaft aufmerksam geworden. Ein Klick auf http://cloudappreciationsociety.org/ und deren Photo Gallery Slide Show transportiert mich ins virtuelle Wolkenkuckucksland. 
 

Augenblicklich fasziniert mich Lenticularis, die linsenförmige Wolke, die wie eine fliegende Untertasse aussieht. Hier ein klassisches Beispiel: "Piles d'assiettes"Was man auf dieser Crowdsourcing-Clouds-Site alles über Wolkenformen lernen kann: Roll Clouds gibt es, und Cloud Bows und ganz neu die Undulatus asperatus (die aufgeraute Wellige), die es vermutlich schafft, in den Wolkenatlas der Uno-Wetterbehörde aufgenommen zu werden. 
 

Natürlich finden sich Wolkenfotos auch bei Flickr, Twitter, Facebook und Instagramm. #clouds ist auf der Hashtag-Rangliste von Instagramm die Nummer 225, zwischen #pool und #newyork. Aber die Namen der Wolkenformationen vertrauenswürdig lernen kann man eben nur hier. Mein Blick auf die Wolken durchs Bildschirmfenster trägt mich weiter zum TED-Talk des Website-Initiators Gavin Pretor-Pinnev. Zehn Minuten "Bewölkt, mit Aussicht auf Freude". Den Vortrag kann ich nur weiterempfehlen, genau das richtige Bettmümpfeli zum Geniessen.

 

Sein Schlusssatz lautet "... and always remember to live life with your head in the clouds". 
Uuups - das war sie ja schon, die Kolumne. Na dann bis zum nächsten Mal.

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Linktipps im März

Sonntag, 15. März 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Leseempfehlungen | 0 Kommentare

Quo vadis?

Das selbstfahrende Auto nimmt immer mehr Gestalt an. Nun soll es sogar quer durch die USA fahren. Ganz alleine. Mehr dazu finden Sie bei Wired.

 

Die 5. Generation

Kaum ist das 4-G Netz weit verbreitet, wird schon an dessen Nachfolger geforscht. Hier können Sie genaueres dazu nachlesen.

 

Sicherheit zuerst

An Sicherheitsstandards wird ständig weiter gefeilscht. Mittlerweile wird sogar die menschliche Stimme dafür verwendet. Wie das geht, zeigt uns die FAZ.

Aufwachen mit Neuro:On

Sonntag, 15. März 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Digital | 0 Kommentare

Wer kennt es nicht? Als wäre Aufstehen an sich nicht schon mühsam genug, dröhnt der Wecker wie ein Vorschlaghammer und raubt einem dadurch die letzte Motivation, sich aus dem Bett zu zwängen.

 

Nun gut, es mag nicht jedes Mal gerade so anstrengend sein. Bekannterweise hängt es sehr von der Schlafphase ab, wie fit man sich am Morgen fühlt.

 

Seit einiger Zeit versuchen sogenannte Schlafphasenwecker dabei Abhilfe zu schaffen. Und auch die Smartphone- und Appindustrie bemüht sich mit geeigneten Apps an die Kunden zu gelangen. Mit dem Aufkommen von Wearable Technology war es nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten „intelligenten“ (d.h. solche die mit Smartphones kommunizieren können) Schlafphasenwecker entwickelt werden.

 

Ein Beispiel dafür ist Neuro:On. Dieser Wecker kommt in Form einer Schlafmaske daher. Mit Hilfe von Elektroden und Beschleunigungssensoren misst das Gerät Augenbewegungen und andere Körperfunktionen und bestimmt so die Schlafphase. Der Träger der Schlafmaske wird durch eine Art simulierten Sonnenaufgang geweckt. Dadurch entfällt komplett die Notwendigkeit eines eigentlichen Weckers.

 

Glaubt man Andy Boxall von DigitalTrends, scheint dies schon ganz ordentlich zu funktionieren. Das Produkt kommt im dritten Quartal 2015 auf den Markt und man darf gespannt sein, ob es sich zu behaupten weiss.

 

Artikelbild „Sleep Matters“ von Navy_NADAP, lizenziert unter CC BY-NC-ND 2.0

Weiterkommen mit Digital Badges

Sonntag, 15. März 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie E-Learning | 0 Kommentare

Ein neuer Trend, der sich in letzter Zeit immer mehr zu verbreiten scheint, sind Digital Badges. Übersetzt würde man auf Deutsch wohl „Digitale Abzeichen“ sagen. Die Inspiration für solche Digital Badges oder eben Abzeichen kommt ursprünglich aus dem militärischen Bereich. Dort erhalten Angehörige Abzeichen für Fähigkeiten, militärische Ränge oder sonstige Verdienste.

 

Digital Badges tun in etwa dasselbe, nur eben virtuell. Ihren Ursprung haben sie in den Gaming- und Onlineforum Communities. Digital Badges wurden zunächst benutzt, um Benutzern oder Spielern eine gewisse Glaubwürdigkeit zu verleihen oder ihren Status innerhalb der Gemeinschaft festzuhalten. So sind in Onlineforen digitale Abzeichen schon lange gang und gäbe: z.B. erhalten Benutzerinnen und Benutzer neue Abzeichen wenn sie eine bestimmte Anzahl von Beiträgen im Forum geschrieben haben.

 

Digital Badges basieren eigentlich auf demselben Prinzip. Sie gehen jedoch viel weiter. Die Idee ist, dass Fähigkeiten auch aus der nicht-virtuellen Welt ihre Entsprechung in einem Badge finden. Das Ziel ist, ein möglichst einheitliches System zu schaffen, welches uns ermöglichen sollte, die Fähigkeiten und das Können einer Person auf den ersten Blick zu erkennen.

 

Anders als traditionelle Fertigkeiten wie z.B. Universitätsabschlüsse oder Nachdiplomstudien, gibt es heutzutage zahlreiche sog. „Micro-Credentials“. Es kann sich dabei um Weiterbildungskurse innerhalb eines Betriebs handeln oder um sonstige Zusatzausbildungen. Der springende Punkt ist, dass solche kleinen Fähigkeiten oft kaum branchen-oder betriebsübergreifend anerkannt sind. Dennoch können sie sehr viel über das Potenzial einer Person sagen. Eine Einbettung in ein Digital-Badge-System könnte dazu führen, dass solche Fertigkeiten besser und weiter anerkannt werden.

 

Eine gute technische Plattform dazu bietet Mozilla Open Badges. Zusammen mit der MacArthur Foundation und anderen betreiben sie die sog. Badge Alliance, um die Verbreitung und Akzeptanz dieses Assessment-Tools voranzutreiben. Sie streben eine breite Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Universitäten, Schulen und anderen Bildungsinstitutionen an, um dies zu erreichen.

Digital Badges können eine Bereicherung für jeden Lebenslauf sein, indem man durch diese seine Fähigkeiten aufzeigen kann, die sonst wohl kaum Platz finden würden.
Ein kleines Problem bleibt jedoch bestehen: da es sich um eine relativ offene Plattform handelt, gibt es auch unzählige Varianten von Digital Badges. Damit sie aber wirklich ihr Versprechen halten können, muss sich ein gewisser Standard etablieren – was jedoch seine Zeit braucht.

 

Artikelbild "Open Badges" von Anyashy, lizenziert unter CC BY 2.0.

Die Automobilindustrie im Techfieber

Sonntag, 15. März 2015
von Ivan Marijanovic in der Kategorie Mobile Business | 0 Kommentare

Automobile waren lange Zeit auf den technischen Fortschritt im Bereich der Motoren und Sicherheit beschränkt. Schaut man sich ein 5 und ein 10 Jahre altes Auto an, so gibt es für den Durchschnittsmenschen kaum einen grossen Unterschied – vor allem wenn nicht im Innenraum.

Die Automobilindustrie schien die Digitale Revolutionverpasst zu haben. Und während nahezu in allen anderen Lebensbereichen das 21. Jahrhundert Einzug hielt, zeigte sich in unserem alltäglichsten Fortbewegungsmittel noch immer der Geist längst vergangener Zeiten.

 

Dies hat sich in den letzten zwei, drei Jahren nun markant geändert. Die Integration digitaler und v.a. mobiler Geräte ist nun auch in der Automobilindustrie kein Fremdwort mehr. Ob zu Informationszwecken oder auch als Entertainmentquelle, mobile Geräte sind langsam aber sicher ein wichtiger Bestandteil einer vernünftigen Innenausstattung. In einer Forschungsarbeit an unserem Lehrstuhl haben Sabine Berghaus und Andrea Back im letzten Jahr Nutzungsszenarien für den Einsatz von Wearable Technology in Verbindung mit dem Fahrzeug untersucht

 

Diese Entwicklung ging nur zögerlich voran und lange Zeit schien das Thema Connectivity (so wird in der Fachsprache die Verbindung zwischen mobilen Geräten und Auto genannt) nur stiefmütterlich behandelt zu werden. Doch auch hier scheint sich vieles zu tun. So bietet der Volkswagen-Konzern die sogenannte MirrorLink-Technologie für alle neuen VW-Modelle an. Damit lässt sich der Inhalt des Smartphones auf den eingebauten Bildschirm im Auto spiegeln. Auch die App-Nutzung soll möglich sein. In der Praxis weist MirrorLink jedoch ein grosses Problem auf: Es funktioniert lediglich mit Android-Geräten und schliesst somit einen grossen Teil der Smartphone-Benutzer aus.

 

Dass die Kunden dies nicht gutheissen, zeigte sich erst kürzlich bei der Vorstellung des Skoda Fabia (Skoda gehört auch zum VW-Konzern): Der beliebte Kleinwagen wurde nur mit der MirrorLink-Technologie geliefert, ohne die Möglichkeit, ein „richtiges“ Navigationssystem einbauen zu lassen. Die Enttäuschung auf dem Markt war so gross, dass Skoda nun zurückkrebste und ab Frühjahr 2015 den Wagen auch mit dem klassischen System anzubietet. Erstaunlicherweise macht es der sonst für seine Ausschliesslichkeit so berüchtigte Apple-Konzern besser. Das von ihnen nach dem selben Prinzip entwickelte CarPlay soll auch mit Android und nicht nur mit iOS-Geräten funktionieren und sogar Lösungen bieten, sollte sich der  Besitzer nach Jahren für die andere Plattform entscheiden.

 

Einen völlig anderen Weg geht der Automobilhersteller Tesla. Diese für ihre Oberklasse-Elektrowagen bekannte Marke hat vollständig auf mechanische Elemente in der Mittelkonsole verzichtet. Anstelle zahlreicher Knöpfe und Schalter überlässt Tesla hier die Arbeit einem riesigen Display, von welchem aus alle Funktionen des Autos bedient werden können. Und sogar im Internet surfen ist damit möglich – und Connectivity eine Selbstverständlichkeit.

 

Es erstaunt daher kaum, dass Tesla seit Monaten nun ehemalige Apple-, Google- und IBM-Mitarbeitende anheuert. Was sich da anbahnt, ist aber ein gut gehütetes Geheimnis. Doch angesichts des selbstfahrenden Google-Autos oder der Gerüchte um einen iCar, scheint die Autoindustrie nun definitiv im 21. Jahrhundert angekommen zu sein.

Artikelbild „Tesla Model S Deliveries“ von Steve Jurvetson, lizenziert unter CC BY 2.0.

Bloggerin

 

Prof. Dr. Andrea Back

Newsletter

 

Erscheinungsweise: monatlich, bis auf August und Januar (zehnmal im Jahr)

 

Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular für unseren Newsletter.

 

Hier gelangen Sie zu den Mediadaten des Newsletters mit Anzeigenpreisen.

Social Media

 

Publikationen